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Sonntag, 7. Januar 2024

Abschied vom Jahresprojekt

Heute nehme ich Abschied von meinem bisherigen Jahresprojekt, welches ich drei Jahre lang verfolgt habe und bei Andrea/die Zitronenfalterin die entsprechende Plattform fand.
Fast jeden Monat nahm ich euch mit auf die Reise zunächst zu den Grünen Glücksorten im Ruhrgebiet, den Glücksorten im Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und auch ins benachbarte Winterswijk.
Heute möchte ich noch einmal eine Zusammenstellung posten ... zum einen als Übersicht für mich, aber auch für diejenigen, die möglicherweise den ein oder anderen Ort mit seinen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten besuchen möchten.
  
Nachdem Andrea ihr Monatsmotto Ende 2020 beendete startete sie in 2021 das Jahresprojekt und ich war unschlüssig, ob ich bei dieser neuen Challenge mitmachen sollte... vor allem auch die Überlegung, was und wie ich jeden Monat ein Thema fortlaufend präsentieren könnte. Unter dem nachfolgenden Post dazu mal meine Ausführungen....natürlich nur wen es interessiert. ;-)

Also los ging es und in 2021 steuerten wir die grünen Glücksorte im Ruhrgebiet an
1. Herten - Wasserschloss Herten, Zeche Ewald & Halde Hoheward
6. Dorsten und Waltrop - Wasserschloss Lembeck, Altes Schiffshebewerk Henrichenburg und Halde Brockenscheidt
  In diesem Post gab es die Zusammenfassung aller Ziele in 2021.
 
 
 In 2022 führten unsere Besuche nach Ostwestfalen-Lippe und ins Münsterland und da es keine Zusammenfassung gab, heute der bildliche Überblick.
23.01.2022
 
am 12.02.2022
 
am 11.03.2022
 
24.04.2022

01.05.2022
 
03.07.2022

28.08.2022

03.09.2022
 
 11.11.2022

03.12.2023

Nun bin ich gespannt, ob Andrea ein neues Jahresprojekt startet...eine klitzekleine Idee hätte ich dafür. Mal schauen, ob und was daraus wird.
 
Einen gemütlichen Abend wünsche ich euch und einen guten Start in die zweite Woche des neuen Jahres 2024.

Lieben Gruß von Marita

Sonntag, 17. Dezember 2023

Jahresprojekt 2023 - Hattingen, die Perle an der Ruhr

Das Historische Rathaus am Untermarkt in Hattingen...
 
... war u.a. am 03.12.2023 unser Ziel im Ruhrgebiet und dorthin nehme ich euch heute im Rahmen des Jahresprojektes bei Andrea/die Zitronenfalterin und des Monatsspaziergangs bei Kristina mit.
Bei meiner Reise durch den Advent hatte ich euch bereits die Lichter des Hattinger Weihnachtsmarktes gezeigt, aber natürlich nutzten wir unseren Aufenthalt am ersten Advent auch zu einem Spaziergang durch das hübsche Fachwerkstädtchen.
 

Hattingen ist nach Witten die zweitgrößte Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im südlichen Teil des Ruhrgebiets an der Ruhr und grenzt unmittelbar an die Großstädte Wuppertal, Essen und Bochum.
Hattingen wurde auf einer Flussterrasse der Ruhr gegründet und hat einen gut erhaltenen historischen Kern mit ca. 150 alten Fachwerkhäusern.
Hattingen wird 990 erstmals als Reichshof Hatneggen urkundlich erwähnt. Seine Lage zwischen dem Bergischen Land mit seinen Metallprodukten im Süden und der Hellwegzone im Norden mit ihren Textilwaren begünstigte den Handel. Der 1396 mit dem Grafen Dietrich von der Mark geschlossene Befestigungsvertrag gilt heute als Stadtwerdung Hattingens. 1554 wurde Hattingen als hansisch anerkannt.
Quelle

Das Alte Rathaus ist ein aus Ruhrsandstein errichtetes Fachwerkhaus, welches seit etwa 1420 eine Markthalle für den Fleischverkauf war. Im Jahre 1576 wurde das Gebäude um zwei Etagen in Fachwerkbauweise aufgestockt und als Rathaus genutzt.
Bei der Renovierung Ende des 18. Jahrhunderts erhielt es große Fenster, das Dach mit Spitzgiebeln wurde durch ein Walmdach ersetzt und die Halle wurde zu einem Durchgang mit Gefängniszellen umgebaut. Links auf meiner Collage ist die Gefängnistür gut zu erkennen.
Heute wird es als Städtisches Kulturzentrum genutzt.
Die Passage verbindet den Untermarkt mit dem Kirchplatz.

Sie ist die Altstadt des Ruhrgebiets: Hattingen. Die Perle an der Ruhr steht mit ihrer historischen, pittoresken Altstadt, dem romantischen Ruhrtal, seinen drei Burgen und dem grünen Hügelland für beste Lebensqualität. Rund 56.000 Hattingerinnen und Hattinger leben dort.

Der Haldenplatz ist umgeben von Kaufmannshäusern aus dem frühen 17. und 18. Jahrhundert und am Haus Nr.6/8 fallen besonders die vielen Verse und Zitate dem Betrachter ins Auge wie ihr ein Foto weiter unten erkennen könnt.



Im Haus Nr.6/8 - von der Seite gesehen - wurde 1838 die Hattinger Sparkasse eingerichtet und war damit eines der ersten Kreditinstitute Westfalens. Bis im Jahre 1903 befand sich dort die Städtische Sparkasse und heute ist das Gebäude ein Wohnhaus.

Das Bügeleisenhaus (1611 erbaut) hat seinen Namen von seiner eigenwilligen Form und ist sicher ein sehr eigentümliches Fachwerkhaus. Es beinhaltet heute das Museum des Heimatvereins und ist auch von innen einen Blick wert. Direkt neben dem Bügeleisenhaus befindet sich die Tourist-Information.
 Eine wirklich ganz außergewöhnliche Form und mit...

....reichlich Fachwerk und Schnitzereien an den Seitenfronten verziert.

Weiteres Fachwerkschmuckstück...

... und ein witziges Hinweisschild.

Und schon hatten wir die Stadtmauer erreicht mit der St. Georgs-Kirche im Hintergrund.
Mein Spaziergang gerät hier etwas außer Reihenfolge und wir hüpfen somit von einem Standort zum nächsten. ;-)
Hier waren wir am ehemaligen Standort des Holschentores angelangt, ein Nebentor, das damals nur in den Sommermonaten geöffnet war. Nach einer Überlieferung mussten die Bauern aus dem Umland ihre "Holschen" ausziehen, um die Stadt nicht zu verschmutzen. Daher standen an diesem Tor hauptsächlich an Markttagen eine große Anzahl der Holzschuhe/Holschen.

Vom Bruchtor ist heute ebenfalls nichts mehr zu erkennen...der blühende Knöterich hatte es mir aber sehr angetan.

Hier die Stadtmauer im weiteren Verlauf mit den drei "Eisenmänner" am Wehrturm, der mit zusätzlichen alten Mauersteinen rekonstruiert wurde. Die Eisenskulpturen sollen daran erinnern, dass Hattingen früher ein Stahlstandort war.
So ein Eisenmann steht auch en miniature am Alten Rathaus.

Der "Malerwinkel" mit seinen malerischen Häusern und dem schiefen Turm der St.-Georgs-Kirche ist einer der schönsten Hattinger Ansichten. Die Treppe zwischen den eng stehenden Fachwerkhäusern führt zum Kirchplatz, dem Zentrum der Altstadt.

Impressionen vom Weihnachtsmarkt...der Stand mit den Bonsai-Bäumen hatte es mir angetan...gekauft hatte ich übrigens gar nichts!!! ;-)

Mittelalterliches Flair umweht den Kirchplatz mit der St.-Georgs-Kirche und einem Ensemble von rund 150 Fachwerkhäusern und Baudenkmälern, gleich hinter dem prächtigsten Fachwerkbau – dem Alten Rathaus.

St. Georgs-Kirche

Im urigen Café Vollmond am Kirchplatz kehrten wir zum Aufwärmen ein und trafen noch einige Bekannte unserer Gruppe. Hatten die doch die gleiche Idee und rutschten zusammen, so dass wir Platz fanden u.a. auf einer rustikalen Bank.
So ein Ambiente liegt mir ja sehr und ich hatte mich im Vorfeld schon informiert und war happy, dass wir noch ein freies Plätzchen fanden, denn es war rappelvoll wie ihr euch sicher denken könnt.

Unbezahlte und unaufgeforderte Werbung, Muffins und Kaffee wurden selbst bezahlt.
 
 
 
Das Zollhaus hat seinen Namen von den Zollgebühren, die von den einreisenden Kaufleuten am nahen Weiltor erhoben wurden. In dem Haus selber wurde nie Zoll erhoben, denn es wurde erst erbaut, nachdem die Stadtbefestigung des 16. Jahrhunderts um 1820 abgebrochen wurde. Das Zollhaus ist das kleinste Hattinger Fachwerkhaus. Der Grund für diese geringe Größe wird sichtbar, wenn man hinter das Haus sieht. Es steht nämlich auf den Resten eines Wehrturms. Der Durchmesser des ehemaligen Wehrturms hat die Größe des Hauses bestimmt. Es wurde nach 1820 als Werkstatt eines Schmiedes errichtet.

Mit diesem süßen Fensterdekorationsfund beende ich meinen Rundgang.
 
Ich wünsche euch noch einen gemütlichen 3. Advent und startet entspannt in die Weihnachtswoche.

Einen ganz lieben Adventsgruß von Marita


Wegen Verlinkung bei Artis Schilderwald und Juttas "Close to the ground" ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.