Vor drei Jahren hörte ich zum ersten Mal von der "Petite Provence"
bei Detmold und da die Anreise deutlich kürzer ist ;-) als in die Provence im Südosten Frankreichs war dieses Jahr ein Trip nach Ostwestfalen-Lippe fest eingeplant.
Leider spielte das Wetter Anfang Juli für ein einzigartiges Dufterlebnis nicht so recht mit, doch unser Zeitplan hatte keine weiteren freien Kapazitäten. Also wurde kurzerhand eine Übernachtung gebucht und mit dem Auto und den Rädern "im Gepäck" gings dann los.
Einige Eindrücke von Detmold und Umgebung habe ich euch ja bereits gezeigt.
Die Lavendelfelder in Fromhausen - Horn-Bad Meinberg - steuerten wir direkt als Erstes auf unserer Hinfahrt am 03.07.2023 an. Im Rahmen des Jahresprojektes bei Andrea/die Zitronenfalterin nehme ich euch mit in die lippische Provence und wünsche euch viel Spaß.
Das Eingangsbild oben entstand am Nachmittag im Duftgarten der Fa. Taoasis in Lage, deren Lavendelfelder die besagten in Fromhausen sind.
Das Auto im kleinen Örtchen auf einem Parkplatz abgestellt, liefen wir an einer Weide entlang und ...
uns erwartete nach einem kurzen Fußmarsch ein lila Blütenmeer und ein Hauch von Provence.
Im September 2015 wurden - wie weiter unten auf der Infotafel am Lavendelfeld zu lesen - auf 2 Hektar 50.000 Lavendel-Pflänzchen aus zertifiziertem Bio-Anbau gesetzt, die in Südwesthanglage und auf steinigem Acker optimale Bedingungen vorfanden.
Schon im Juli 2017 standen die Pflanzen in Blüte und die Bezeichnung "Petite Provence" entstammt einem WDR-Bericht aus 2017 und setzte sich schnell durch. Die Lavendelfelder zogen nicht nur zahlreiche Hummeln und Wildbienen an, sondern wurden auch zum Kultort vieler Duftliebhaber, die das Ambiente der blühenden Lavendelfelder erleben und genießen wollten...sicher auch als Erinnerung an mediterrane Sommerurlaube. :-)
Der Vorteil der trüben und auch ungemütliichen Witterung war allerdings, dass die ansonsten von Besuchern so überlaufenen Felder (da ist ein Parken im Örtchen gar nicht möglich) völlig verwaist waren und wir alleine den weiten Blick bis zum Hermann hatten.
Weiter konnten wir auf dem angebrachten Infoschild lesen, weshalb der Ertrag an ätherischem Öl des Lavendels der lippischen Provence im Vergleich zu dem des aus Südfrankreich super gut ist...womit man beim Start des ursprünglichen Projekts gar nicht gerechnet hatte.
Leider
war es Insekten und Schmetterlingen zu kalt, grau und windig und daher
flogen nur ganz vereinzelt ein paar Wagemutige herum. Gerne hätte ich Mauer- und Maskenbiene sowie die Blattschneiderbiene beobachtet.
Schade auch, denn liebend gern hätte ich den intensiven Lavendelduft erlebt, der bei dieser Wetterlage doch fehlte.
Dort oben zog es mächtig...
und so liefen wir zurück und steuerten das nächste Ziel, die Externsteine, an.
Sicher habt ihr schon von den eindrucksvollen Felsformationen gehört, die zu den bemerkenswerten Natur- und Kulturdenkmälern Mitteleuropas zählen. Dabei soll es sich um eine 80 Millionen Jahre alte Sandsteingruppe handeln. Als Grundschülerin war ich mal dort, aber das ist schon ewig her. ;-)
Die Felsen können über zwei in Stein gearbeitete Treppenaufgänge erklommen werden.
Der Aufstieg ist eintrittspflichtig, doch gibt es eine Kombikarte, bei der dann auch der Eintritt am Hermannsdenkmal kostengünstiger ist. Da dieser Besuch noch ausstand, war die Entscheidung schnell getroffen.
Bei einer Führung kommt der Besucher auch in die Grotte der Externsteine... die hatten wir allerdings nicht gebucht. Soweit ich mich erinnere ist dort rechts der Eingang zur Grotte.
Das von Kunsthistorikern mehrheitlich in das 12.Jahrhundert datierte Kreuzabnahmerelief auf dem Foto und links ist ein Auf- bzw. Abgang an den Felsen zu erkennen.
Panoramaaufnahme
Seht ihr hoch oben die Brücke??? ... und auch dort war es mächtig kalt, windig und es nieselte zwischendurch.
Wie klein und unbedeutend doch die Menschen im Vergleich zu den Felsen sind.
Aussicht aus max. 40m Höhe...ich kann allerdings nicht genau sagen, ob wir bei diesem Foto am höchsten Punkt der Felsen waren.
Und einmal die Felsformation von der Rückseite fotografiert....schaut mal rechts....da hat man doch das Gefühl, der Stein rechts rutscht in nullkommanix in die Durchgangsschlucht, oder???
Am Nachmittag fuhren wir vom Hotel in Detmold mit dem Fahrrad nach Taoasis in Lage, dem inhabergeführten Familienunternehmen für ätherische Öle aus zertifiziertem Bio- oder Demeter-Anbau, dessen Felder ihr oben bereits sehen konntet.
Der Botanische Duftgarten stand nach einer Kaffeepause im Café am Duftgarten auf dem Programm.
Auch hier sei erwähnt, dass wir den Eintritt selbst bezahlt haben und ich gerne und ohne Gegenleistung über den Besuch berichte.
Auch beim Gang durch die Testfelder konnten wir die in Feldkultur wachsenden Aromapflanzen anschauen und so manchen Duft inhallieren ;-)) wie den von Lavendel, Salbei, Oregano, Muskatellersalbei, Ysop oder Immortelle.
Nun bin ich am Ende dieses erlebnisreichen Tages und verlinke meinen Beitrag bei Andreas Jahresprojekten.
Euch wünsche ich eine schöne neue Woche...und ganz viel Vorfreude auf den Sommer, der sich hoffentlich ab morgen wieder blicken lässt.
Und schon bin ich weg - einen lieben Dienstagsgruß von Marita
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