Den ersten Frauenmantel habe ich letzte Woche heruntergeschnitten und zusammen mit Nepeta kubanica entstand eine gelb-blaue Blütenwolke im Übertopf auf dem Wintergartentisch. Dazu das Windlicht, welches dort seinen Stammplatz hat, und ein Trockenstrauß machen das Arrangement komplett.
...und es gefällt mir so.
So nach und nach schaffe ich es euch meine Bilder vom Chiemseeurlaub zu zeigen und heute sind die im See gelegenen Inseln an der Reihe. Das Ausflugsziel schlechthin und ein MUSS für jeden Urlauber.
Der Chiemsee-Dampfer brachte uns frühmorgens von Prien, unserem Urlaubsort, über das "Bayerische Meer" als erstes zur Herreninsel. So schön entschleunigend war die Fahrt, auch wenn schon viele Urlauber die gleiche Idee hatten wie wir.
Das Neue Schloss Herrenchiemsee ist ein Baudenkmal in der bayerischen Gemeinde Chiemsee im Landkreis Rosenheim. Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1878 bis 1886 durch König Ludwig II. von Bayern von Georg Dollmann im Stil des Neubarock erbaut. Als architektonisches Vorbild diente Schloss Versailles. Hervorzuheben sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie. 2025 wurde Herrenchiemsee als Teil der Schlösser König Ludwigs II. von Bayern zum UNESCO-Welterbe ernannt.
Infotafeln auf dem Weg zum Schloss.
Nach einem Fußmarsch vom Anleger durch den idyllischen Wald- und Parkbereich erreichten wir nach 1,5km das Neue Schloss Herrenchiemsee, wo wir eine Führung gebucht hatten. Fotos gibt es davon nicht.
Leider war es wie an allen Tagen der Auszeit sehr heiß und das Licht selbst am Morgen schon richtig grell. Die Fotos sind daher nicht so klasse geworden.
Schloss Herrenchiemsee sollte sein
historisches Vorbild, das Schloss Versailles des Sonnenkönigs Ludwig XIV
noch übertreffen. Es wurde aber nicht vollendet, doch auch so erlebt man eine
perfekte Inszenierung von Prunk und Schönheit.
Einer der Brunnen... der Fortunabrunnen
Der Fortuna-Brunnen im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee.
Geschaffen von Wilhelm von Rümann 1884-85 nach dem Vorbild eines
Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Auf der Spitze die Göttin Fortuna auf dem Glücksrad.
Geschaffen von Wilhelm von Rümann 1884-85 nach dem Vorbild eines
Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Auf der Spitze die Göttin Fortuna auf dem Glücksrad.
Blick vom Schloss auf den Latonabrunnen
Der Famabrunnen
Der Fama-Brunnen ist im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee. Geschaffen von Rudolf Maison 1884-85 nach dem Vorbild eines Brunnens im Königspalast La
Granja de San Ildefonso in Spanien.
Fama, die geflügelte Figur des Ruhmes, reitet auf einen Pferd (Pegasus).
Fama, die geflügelte Figur des Ruhmes, reitet auf einen Pferd (Pegasus).
Wir liefen zurück Richtung Dampfersteg und direkt in der Nähe ...
liegt das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift (Altes Schloss), eines der ältesten Kloster in Bayern. In ihm tagte 1948 der Verfassungskonvent, in dem das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausgearbeitet wurde. Die Ausstellung war wirklich sehr lohnenswert und nur zu empfehlen.
Kaisersaal im Fürstenstock
Anschließend brachte uns der Dampfer zur Fraueninsel, hier die Klosteranlage schon von Weitem zu erkennen.
Das Kloster wurde der örtlichen Überlieferung zufolge von Herzog Tassilo III. und Liutberga
von Bayern gegründet und am 1. September 782 zusammen mit der
Klosterkirche geweiht. Dieses Gründungsdatum wurde in der Forschung
lange als falsch und zu früh betrachtet, inzwischen gilt es nach
historischen und archäologischen Untersuchungen wieder als korrekt. Einige Elemente der ursprünglichen Ausstattung sind noch erhalten und
zeigen sowohl die reiche Ausstattung des Klosters durch seinen Gründer
als auch deutliche Einflüsse durch die Kunst Italiens und des
Mittelmeerraums, die vermutlich durch Tassilos Frau Liutberga vermittelt
worden waren.
Um die Mittagszeit legten wir mit dem Schiff an und wollten uns zunächst stärken und das vielfältige gastronomische Angebot an Fischgerichten probieren - eben die gesunde Variante zu Fleisch. ;-))
Danach war ein Spaziergang über die Insel Pflicht und es gab wunderschöne Aussichten mit Blick auf die Herreninsel mit Augustiner-Chorherrenstift
Malerische Impressionen überall in diesem urwüchsigen Insel-Dorf und kleine Lädchen luden zum Shoppen ein. An einem schönen Tablett kam ich dann doch nicht vorbei.
Der weiß getünchte Glockenturm der Klosterkirche ist das besonders eindrucksvolle Wahrzeichen der Insel.
Der achteckige Campanile mit seiner Zwiebelkuppel und dem Kloster Frauenchiemsee - auch Frauenwörth genannt - in seiner gesamten Größe.
Eingang über den Insel-Friedhof in die Münsterkirche...
Das Münster Frauenwörth (auch Münsterkirche Mariä Opferung) ist das historische Herz der Fraueninsel im Chiemsee. Als Teil des ältesten aktiven Benediktinerinnenklosters Deutschlands vereint die Kirche karolingische Grundmauern, romanische Fresken und ein gotisches Gewölbe. Die Grundmauern der heutigen dreischiffigen Basilika stammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Der Hochbau und das romanische Portal wurden um das Jahr 1000 bzw. im 11. Jahrhundert errichtet
Innenraum der Klosterkirche
Ein Naturdenkmal und eine Besonderheit sind die beiden Linden in der Inselmitte.
In der Inselmitte der Fraueninsel besteht bis heute
ein kleiner Lindenhain mit zwei mächtigen Winterlinden: die Tassilolinde
und die Marienlinde. Mit einem Umfang von ca. 8 Meter werden sie auf
ein Alter von mind. 500 Jahren geschätzt, im Volksmund sind es die
1000jährigen Linden. Die Marienlinde ist noch als Baumruine erhalten und wird mit Seilen gesichert, während die Tassilolinde vital ist.
Bevor wir dann in Prien wieder anlegten, hüpften wir bei unserer Rundtour auf dem Chiemsee in Gstadt kurz an Land und fuhren nach einer Kaffeepause in einem urigen, charmanten Café zurück zum Ferienort. Hier am Strand von Gstadt ist der Campanile der Fraueninsel rechts im Bild noch zu sehen.
Das war es mit meinen Bildern unserer Schiffstour zu den Inseln im Chiemsee....ich hoffe, mein Bericht war nicht zu lang für euch. ;-))
Nun stelle ich meine Blütenwolke zu Astrids Blumensammlung und wünsche euch ein feines Wochenende. Meins ist wieder komplett ausgebucht. ;-))
Einen lieben Gruß von Marita,
die sich wundert, dass es immer Stunden dauert bis ihre Posts der letzten Wochen in der Sidebar angezeigt werden. :-((
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