Anemone hupehensis kam einst aus dem Nachbarinnengarten in meinen und ich hatte nicht bedacht, dass sie sich nicht nur gerne breit macht sondern sich absolut nicht mehr aus meinem Refugium verbannen lässt. Also hab ich kapituliert vor der doch so anmutigen Herbstschönheit und halte sie möglichst in Schach und... schneide ein paar Stiele für die Vase. Zusammen mit den Brombeeren geht sie eine herbstliche Liason ein...ich finde den Anblick wunderbar und das versöhnt mich mit dem konsequenten Eleminieren übers Gartenjahr.
Sind die transparenten Blüten nicht zauberhaft...
Nun zu den Mauerseglern...
In unserer Nachbarschaft können wir seit Jahren am großen Mehrfamilienhaus eine Mauerseglerkolonie beobachten. Als sich uns die Gelegenheit bot, Brutkästen am Haus befestigen zu lassen, stand unser Entschluss dazu sehr bald fest. Und Kotrückstände (ja, das Problem kennt man ja bei Schwalbennestern) werden die Hauswand in Zukunft GsD nicht zieren. Das konnten wir über Jahre auch am Nachbarhaus beobachten.
Also dann... los ging's mit dem Hubsteiger hoch bis in Höhe des Dachgeschosses. Ausmessen und recht fix hatte der erste Kasten seinen Platz gefunden...
und auch der zweite ist so gut wie befestigt.
Faszinierend sind die Mauersegler, die übrigens nicht zu den Schwalben gehören, schon allein deswegen, weil sie ca. zehn Monate ununterbrochen in der Luft bleiben können und dabei müssen sie im Flug schlafen.
Morgens und abends steigen sie weit auf und verweilen im Gleitflug in
der Höhe. Vermutlich schläft bei ihnen in der Nacht nur eine Hirnhälfte,
die andere steuert derweil den Flug.
Als
"Gebäudebrüter" werden diejenigen Tiere bezeichnet, die in oder an
Gebäuden wohnen. Aufgrund fehlender natürlicher Strukturen in der Natur
sind sie vermehrt zu Kulturfolgern geworden und finden an Bauwerken
geeignete Ersatzquartiere. Zu den Gebäudebrütern zählen neben dem
Mauersegler, Schwalben, Hausrotschwänze, Falken und Spatzen. Auch
nachtaktive Tiere wie Fledermaus und Gartenschläfer kommen häufig als
Untermieter an unseren Gebäuden vor.
Der Mauersegler ist ein standorttreuer Koloniebrüter, für den es schwer ist, neue Brutplätze zu finden, wenn die vormals genutzten durch Sanierungsmaßnahmen an Häusern - wie Schließen von Spalten und Hohlräumen unter Dächern oder an Hauswänden - fehlen.
Gibt es einen Sommer ohne Bruterfolg, kann dieser durch einen anderen erfolgreichen wieder ausgeglichen werden. Folgen auf mehrere Misserfolge keinerlei Erfolge, so führt es zum Rückgang des Bestandes.
Die Mauersegler ernähren sich von Blattläusen, Käfern, Fliegen, Hautflüglern wie z.B.Wespen und Bienen. Sie sind in Europa und Nordafrika verbreitet und als Langstreckenflieger treten sie Ende April ihren Heimzug in die Brutgebiete an bevor sie ab Mitte Juli wieder nach Afrika ziehen.
Ihr Gelege besteht aus 2-3 Eiern bei einer Brutdauer von 18-27 Tagen. Die Lebenserwartung beträgt 4-6 Jahre.
Es ist an der Zeit unserer Natur etwas zurückzugeben -
sie hat es verdient.
Hoppla...du hast da oben aber nix mehr zu suchen... das flinke Eichhörnchen wurde am 11.11.2014 bei seiner Kletterpartie erwischt.
Nun heißt es Daumendrücken und wünscht mir Glück, dass ich euch möglicherweise schon im nächsten Jahr die ersten Mauerseglerbilder zeigen kann.
Ich wünsche euch ein gemütliches Spätsommerwochenende - genießt die warme Sonne und die Farben des nahenden Frühherbstes...neee, von Herbst will ich noch gar nicht schreiben ;-)), obwohl er zusammen mit dem Frühling zu meinen liebsten Jahreszeiten gehört.
Ich hoffe, am Wochenende schaffe ich meine Blogrunde...im Moment fehlt mir ein wenig die Zeit.
Bis dahin - habt es fein, Marita...
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