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Montag, 26. Dezember 2022

Jahresprojekt 2022 - ... und noch einmal Münster

 Das Jahresprojekt bei Andrea/die Zitronenfalterin musste ich die letzten beiden Monate zu meinem Bedauern sehr vernachlässigen...zu viel ist im Leben 1.0 passiert ...einige von euch  wissen darüber. Zudem sträubte sich meine Gesundheit, zickte immer wieder rum und knockte mich öfter mal aus..aber alles ist halbwegs überstanden und so möchte ich wenigstens noch einen kleinen bebilderten Bericht über meinen Geburtsort bzw. meine Heimatstadt meiner ersten 10 Lebensjahre zum Abschluss des Jahresprojektes 2022 bringen.
 
Sicher habt ihr alle mitbekommen, dass Münster Austragungsort des Außenministertreffens der G7-Staaten Anfang November 2022 war.
Man tagte im historischen Rathaus der Stadt am Prinzipalmarkt, wo der Westfälische Friede 1648 geschlossen wurde und so dürfte die Wahl der Stadt wohl auch als ein symbolisches Zeichen gewertet werden.
Links das Stadtweinhaus, in dem sich der Ratskeller befindet, rechts das historische Rathaus. Eine Führung und Besichtigung des Friedenssaals habe ich vor Jahren mal mitgemacht, ist sehr zu empfehlen.

Der Westfälische Friede oder Westfälische Friedensschluss besteht aus zwei Friedensverträgen, die am 24. Oktober 1648 in Münster und Osnabrück geschlossen wurden und den Dreißigjährigen Krieg beendeten. Zusammen mit dem am 15. Mai des gleichen Jahres ratifizierten Frieden von Münster, der parallel verhandelt wurde, aber nicht als Teil des Westfälischen Friedens gilt, fand damit der erste große Friedenskongress der Neuzeit seinen Abschluss.
 
 Im kommenden Jahr wird in Münster das große Jubiläum "375 Jahre Westfälischer Frieden" gefeiert und es entstand in Osnabrück die Idee, eine Menschenkette von dort bis Münster zu planen. Ich bin gespannt.
 
Über Münsters gute Stube - den Prinzipalmarkt mit Historischem Rathaus und Stadtweinhaus sowie Lambertikirche und dem Foucaultschen Pendel in der Dominikanerkirche hatte ich im März 2019 bereits berichtet.

Unter den Bögen befindet sich das Geschäft der Westfalenstoffe AG - ein Unternehmen mit Sitz in Münster/Westfalen. Sicher kennt die ein oder andere begeisterte Schneiderin diese Stoffe zum Dekorieren, Einrichten, kreativem Gestalten. Vor über dreißig Jahren war der Stubenwagen für meine Kids damit ausgeschlagen und auch heute müsste ich den Stoff noch gut verpackt im Stubenwagen liegen haben.
Wie immer alles unbeauftrage und unbezahlte Werbung.

Auf den Spuren...  von Wilsberg, Thiel und Co. ward ihr mit mir u.a. am Fürstbischöflichen Schloss, haben wir den Paulusdom, LWL-Museum und den Aasee gesehen.
Zum Aasee hin und weiter auf einer Strecke von 4,5km umrundet die Promenade die historische Altstadt. Sie ist ein aus dem Befestigungsring um die Stadt entstandener autofreier asphaltierter Weg mit Fußgängerbereich, der gesäumt wird von Grünanlagen. Mit einem geschlossenen von Linden gesäumten Ring trennt sie die Altstadt von den umliegenden Stadtteilen. Es gibt zehn aus der Innenstadt führende Straßen, welche die Promenade kreuzen wo sich früher die Stadttore befanden. Auf der Promenade ist aber dennoch Vorsicht angesagt, denn die Fahrradfahrer haben hier ordentlich Speed drauf. Die Leetze, wie das Fahrrad hier auch bezeichnet wird, ist das meistgenutzte Verkehrsmittel in der Universitätsstadt und es kommen über 400.000 auf 310.000 Einwohner... zumindest ist das irgendwo zu lesen. ;-))

Zwischen 1200 und 1500 übernahm Münster eine immer größere Rolle in der Städtehanse für Westfalen. Zu der Zeit verzeichnete Münster eine wirtschaftliche Blüte und die Kaufleute wurden im gesamten westeuropäischen Raum der Hanse tätig.
Im Jahre 1993 zu den 13. Hansetagen wurden 40 Steine aus ehemaligen Hansestädten in den Boden der Salzstraße Richtung Prinzipalmarkt eingelassen. Ich habe nur die von der Dominikanerkirche bis hin zur "guten Stube" am 11.11.2022 fotografiert.
 
 




 
Das Krameramtshaus wurde im Jahr 1549 für das Krameramt, die Gilde der Händler errichtet und misst 30m Länge bei 9.5m Breite. Da der Prunkkamin im Friedenssaal des Rathauses während des Krieges zerstört wurde, baute man dort den Kamin aus dem Krameramtshaus ein. Seit 1995 beherbergt das Gebäude das Wissenschafts- und Kulturzentrum "Haus der Niederlande".

Ich habe so viele Posts bzw. Bilder über meine Geburtsstadt gezeigt und immer finde ich neue und kann begeistert darüber berichten....u.a. verschafft ihr euch Über den Dächern... aus der Café-Lounge des Integrationsunternehmens 1648 im Stadthaus 1 der Stadtverwaltung einen traumhaften 360°-Panorama-Blick quasi von den Baumbergen bis in den Teutoburger Wald... oder aus luftiger Höhe der elften und zwölften Etage kann man auch den Blick über Münsters Altstadt schweifen lassen.
Auf der Suche nach Himmelblau... nehme ich euch wieder mit auf einen Spaziergang und ich sag jetzt mal, dass das jetzt die letzte Stadtführung dieser Art war. ;-))) 
Wer will, kann ja noch ein wenig unter dem Label Münster stöbern gehen.
 
Zum Schluss gibt es noch ein Bild vom Paulusdom mit seiner beeindruckenden astronomischen Uhr, die ich leider nicht geknipst habe.

Damit wünsche ich euch eine gute letzte Woche des Jahres 2022 - die Zeit zwischen den Jahren - und danke Andrea für die Idee und Sammlung unserer Jahresprojekte auf ihrem Blog.
Ich bin gespannt, ob es nächstes Jahr - auch bei mir - damit weitergeht.

Bis dahin - habt es fein, Marita

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Sonntag, 16. Oktober 2022

Jahresprojekt 2022 - von Südlohn über die grüne Grenze nach Winterswijk

Für das Jahresprojekt bei Andrea/die Zitronenfalterin starteten wir am 03.09.2022 bei perfekter Wetterlage mit dem Rad in Südlohn gegenüber dem Turmhaus zu unserer Radeltour nach Winterswijk. Das schöne Gebäude - wie ihr seht - gleicht einer Burg und symbolisierte das Tor der Stadt. Heute ist das Turmhaus nicht mehr das Eingangstor Südlohns sondern der Eintritt in eine Welt voller Genüsse und zu einem Paradies für Schokoladen- und Pralinenliebhaber....so liest man im Glücksortebuch des Münsterlandes. 
Das Café Hüftgold und eine Pralinenmanufaktur sind dort zu Hause und hinter Glas kann jeder Gast dem Chocolatier über die Schulter schauen. Leider war das an dem Samstag nicht möglich, so dass wir uns nach unserer Tour mit leckerem Konfekt eindecken wollten.

Auf ging es vorbei am Maibaum der Gemeinde und die erste Windmühle - die Menke-Mühle - stimmte uns schon auf unser Ziel in Winterswijk ein....so dachten wir, allerdings waren Windmühlen dort wo wir unterwegs radelten und an unserem Ziel gar nicht zu sehen.

In Borken-Burlo erhaschten wir einen Blick über den menschenleeren Klostersee

und weiter ging es entlang des Naturschutzgebietes Wooldse Veen und Kulverheide, welche sich schon im Nachbarländle befinden.

Das offizielle Schild ... ist auch für Artis Sammlung bestimmt... ;-))

und dann hatten wir unser Ziel, die Kleinstadt Winterswijk, erreicht.
 
Zweimal wöchentlich, mittwochs und samstags, findet der Wochenmarkt an der Jacobskerk, Markt 1 statt.
Vor einigen Jahren waren wir an einem Samstag auch dort zum Markt, hatten es uns in einen Café rund um den Marktplatz bequem gemacht und einfach die Stimmung dort aufgesogen. Ich hatte den Markt größer in Erinnerung, aber sicher ist es den geltenden Coronamaßnahmen geschuldet oder es sind ohnehin nicht mehr so viele Beschicker am Start.



Eine Stärkung in Form eines großen Eisbechers ... den unterschlage ich hier mal ;-))... und einer leckeren Portion Kibbeling verbunden mit der relaxten Marktatmosphäre wurden echt zu einem Erlebnis.
Natürlich musste wie damals ebenso ein kleiner Laib Käse mit Bockshornklee mit.
 
Aufsehen erregte diese schmucke Jahrmarktsorgel ...wunderbar anzusehen und die Details im Einzelnen zu betrachten.



"Begehbare" ;-)) Kunst im Stadtpark


Fassadenmalerei in Winterswijk - Erinnerung an den Schriftsteller und die Widerstandskämpferin

Dann wieder auf dem Rückweg fuhren wir an schmucken niederländischen Häusern vorbei....die haben für mich ein ganz besonders charmantes Flair...

...und erreichten den Steinbruch Steengroeve Winterswijk. Ein Hinweisschild erklärte uns, dass dort der Uhu zugegen ist.

Steengroeve Museum am Steinbruch...ich find, die Niederländer haben stets so skurile Ideen und ein wenig schräg sind sie ja drauf und das mag ist grad so sehr....auf die Aussichts-Plattform obendrauf sind wir nicht bzw. ich hatte zumindest den Aufgang nicht entdeckt.

Fleißig sind auch die Nachbarn am Samstag beim Dreschen.

Und zum Schluss der Tour landete eine süße von mir ausgewählte Pralinen-Kreation aus dem Café in der Cellophantüte. Bisher lagen sie frisch verpackt und unangetastet !!! zum Verzehr bereit.
Auf meinem Hüftgold-Teller angerichtet werde ich zugreifen nachdem dieser Post heute online geht, ;-)

Damit wünsche ich euch einen erholsamen Abend und morgen einen herrlichen Herbsttag. Hier werden die Temperaturen noch einmal richtig aufdrehen und die 20°C-Marke könnte glatt geknackt werden. 
Also ihr Lieben...genießt die Sonne, die Farbenexplosion des Herbstes und die wunderschönen Eindrücke des Indian Summers.
 
Habt es fein - ganz liebe Grüße von Marita

 
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