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Sonntag, 22. Februar 2026

*Frühlingslichter*

Zum Gelände des Landgestüts NRW in Warendorf zog es uns am vergangenen Sonntag, denn  anlässlich des 200jährigen Bestehens feierte das Landgestüt einen leuchtenden Auftakt zum Jubiläumsjahr. Seit zwei Jahrhunderten prägt das Landgestüt die Pferdezucht, den Reitsport und das kulturelle Leben nicht nur in der Region.
Es gibt fast in jedem Bundesland ein Landgestüt, auch beim niedersächsischen in Celle hatte ich vor Jahren an einer Führung teilgenommen.
Wenn ihr mögt, schaut doch mal in meinen Post über die jährliche Veranstaltung der "Warendorfer Hengstparade", dort ist auch Näheres über die vielseitige Kreisstadt Warendorf erläutert.
 
Aber nun zu den Frühlingslichtern... am Valentinstag war unser Besuch geplant, doch es herrschte den ganzen Tag Schietwetter. Der Sonntag bescherte uns dann ein Traumwetterchen, aber es war schon ziemlich extremitätenkalt.
Stimmungsvoll wurde das historische Gelände in den Abendstunden in eine faszinierende Welt aus Licht und Farben verwandelt.
Leider leuchten die Frühlingslichter nur noch heute und das schöne Event geht damit zu Ende. 
Besonders gut fand ich, dass der Eintritt frei war und jeder es sich leisten konnte über das beleuchtete bzw. in Szene gesetzte Gelände zu spazieren.  

Um 17.30 Uhr zu Beginn unseres Rundgangs war es noch hell...wie schön es doch ist, wenn die Tage wieder länger werden.

An den historischen Stallgebäuden waren die Fenster farbig beleuchtet und auch die uralten Bäume in farbiges Licht getaucht
Den Duck-Pool konnte man von Weitem schon sehr gut erkennen.

So klasse, die illuminierte Umbrella Street unten den bunten Regenschirmen entlang zu laufen und auch den Geruch der rechts und links befindlichen Stallungen wahrzunehmen. Ich liebe dieses Ambiente auch wenn ich keine Pferdenärrin bin.



Foto-Spot - die Blumenschirme öffneten sich per Sensor und die darunterstehenden Besucher erstrahlten im "Blüten-Licht".
 
Pusteblumen

Baumallee...

und einmal aus der anderen Perspektive

Blumenwiese in wechselnden Farben...

und darüber der Blick auf den Neontunnel

Installation Schmetterling im jap. Kirschbaum, den ihr oben im Bild erkennen könnt.

Neontunnel

Lotusblüten



Nochmal ein wundervoller Blick über den großen Reitplatz im Vordergrund auf die in Farbe getauchten traditionsreichen Stallgebäude.



Aktionsbilderrahmen...zufällig hatten wir eine Foto-Lücke entdeckt wo sich niemand zum Fotoklick davor stellte.

Bunte Lampions

Aktionsbilderrahmen



Haus Mapping Show



Duck-Pool ... und da waren wir wieder am Eingang des Geländes und....

Herziges Schwanenpaar

schauten uns noch einmal den magischen Wald nun in der Dunkelheit an.

Das waren meine Eindrücke der Warendorfer Frühlingslichter, die den glanzvollen Beginn des Jubiläumsjahres markieren, das ganz im Zeichen der Geschichte, Tradition und Zukunft des Landgestüts steht. 
Zum Monatsspaziergang bei Heike geht mein Rundgang und die wundervoll in Szene gesetzten alten Bäume schicke ich zu Astrids Baumfreunden
 
Diesen Post hatte ich bereits Anfang der Woche vorbereitet bevor mich der fieberhafte grippale Infekt out of order setzte.
Danke für eure Genesungswünsche, es geht seit gestern aufwärts.
 
Ganz liebe Sonntagsgrüße von Marita, die sich auf die nächste Woche mit frühlingshaften Temperaturen freut.
 
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Mittwoch, 1. Februar 2023

Jahresprojekt 2023 - Wurzelbuche und ein besonderer Stern

 Das Jahresprojekt bei Andrea, die Zitronenfalterin, geht in die dritte Runde und ich habe die letzten Wochen überlegt, ob ich es wie in den vergangenen beiden Jahren in der gleichen Form weiterführen kann. 
Die Glücksorte nach dem vorhandenen Buch in Ostwestfalen-Lippe aufzusuchen konnte ich aufgrund familiärer Beanspruchung leider im letzten Jahr nicht so durchführen wie gewünscht. Auch liegen sie zum Teil - jedenfalls die für mich interessanten -  nicht mal um die Ecke und eine Tagesfahrt mit knapp 200km pro Fahrtstrecke ist mir dann doch zu aufwändig bzw. lohnt vielmehr nicht. Daher möchte ich euch dieses Jahr zu besonderen Orten/Stätten/Stellen mitnehmen...auf keine Region beschränkt und ich bin selber gespannt, was sich da für interessante Möglichkeiten ergeben. 
Vielleicht seid ihr mit mir durch die Altstadt von Warendorf gelaufen und nicht weit davon im Naturschutzgebiet Vohrener Mark steht die Wurzelbuche.
Dabei handelt es sich um eine 120jährige Rotbuche mit markantem Wurzelbild auf ehemaliger Emsdüne. Sie hat einen beeindruckenden 3m hohen Wurzelturm.
 
Hättet ihr das gedacht bei dem Foto???
Der hohe Wurzelturm im Sand wurde möglicherweise durch eine ehemalige kleine Sandgrube verursacht.

Mal zum Vergleich meine Wenigkeit mit 1,63m. ;-))



In den Baumstamm geritzte Initialien von 1955 ...rechts der sogenannte "Schweinekopf" wie auch hier zu lesen ist.







Schaut mal wie klein die beiden Personen auf dem Bild sind.



Close to the ground auf den Holzstapel
 
 
Und wieder geht es zurück nach Warendort zu einem ganz besonderen Stern bzw. Ort.
 
Die Schauspielerin Doris Day, die bis zu ihrem Tod im Alter von 97 Jahren zurückgezogen in Carmel in Kalifornien lebte, hatte familiäre Wurzeln in Warendorf. Ihr eigentlicher Name ist Doris Mary Ann Kappelhoff und führt auf die Spur ihres Großvaters nach Warendorf. Er hieß Franz Josef Wilhelm Kappelhoff und wurde am 10. August 1843 in Warendorf geboren.
 
Er war der Sohn eines am 26. Juli 1787 in Füchtorf bei Warendorf geborenen Johann Heinrich Kappelhoff, der Bäcker und Konditor war und 1840 mit 53 Jahren, in einem für damalige Verhältnisse schon hohen Alter, im benachbarten Glane (Kreis Osnabrück) die dort geborene 28-jährige Maria Elisabeth Pohlmann geheiratet hatte. Zugleich verlegte er mit der Heirat seinen Wohnort in die traditionsreiche Stadt Warendorf, in der er an zentraler Stelle in der Stadt, am Heumarkt, ein großes dreigeschossiges verputztes Fachwerkhaus aus dem Besitz des Steuereinziehers Anton Zumbusch kaufte. Dieser hatte das Haus 1788 erworben und zwischen 1794 und 1798 erheblich um- und ausgebaut, sodass sein Wert um das Fünffache auf 3500 Taler (1802) gestiegen war. Neben den Wohn- und Büroräumen bot es Platz für eine Branntweinbrennerei, zwei Pferde, die für die Kutsche gebraucht wurden, sowie für vier Kühe und Schweine (zur Verwertung der Schlempe der Brauerei).
Der Käufer Johann Heinrich Kappelhoff ist demnach offenbar kein armer, vielmehr ein vermögender und strebsamer Mann gewesen. Er begründete in dem erworbenen Besitztum im geschäftlichen Mittelpunkt der Stadt nicht nur seinen Familiensitz, sondern eine gut angenommene Bäckerei und Konditorei, die bis in das Ende des 20. Jahrhunderts Bestand hatte und dann als Restaurant und Café „Engelchen“ von dem Inhaber des renommierten Hotels „Im Engel“ weitergeführt wurde.

 Franz Josef Kappelhoff, der Warendorfer Großvater von Doris Day, scheint auch in den Beruf des Vaters nicht eingetreten zu sein, sondern wanderte im selben Jahr der Hochzeit seiner Schwester 1875 in die Vereinigten Staaten von Amerika aus. Eine nicht unbedeutende Abfindung dürfte ihm die Überfahrt in die Neue Welt, einen beruflichen Neuanfang und eine Familiengründung dort ermöglicht haben. Er ging 1875 keineswegs allein in die USA, sondern nahm seine junge Frau Juliane Agnes Kreimer, geb. am 2. Oktober 1853 in Glandorf, mit, die er 1874 – noch vor der Abfahrt nach Amerika – geheiratet hatte. In den USA nannte man ihn Frank Kappelhoff. Beruflich war er als Buchhalter tätig, ohne dass wir Näheres von ihm wissen.
Aus seiner Ehe mit Agnes Kreimer-Kappelhoff (so die amerikanische Überlieferung um 1900) gingen acht Kinder hervor.

Der Vater von Doris Day war William, das sechste der acht Kinder. Die von ihm begründete Familie wird nach einer amerikanischen Quelle von 1930 wie folgt registriert: William J. Kappelhoff, 37 Jahre, Kirchenorganist (also der Vater von Doris Day; er wurde am 29. 6. 1892 in Cincinnati geboren); Alma, 34 Jahre (die Mutter von Doris Day, ihr Mädchenname war Alma Sophia Welz; sie war am 6. 7. 1895 in Cincinnati als Tochter von Wilhelm Welz und seiner Frau Anna Christina Mann, deutsche Einwanderer aus Baden, geboren. Kinder der Ehe waren der Sohn Paul A., 10 Jahre (1920 geboren) und die Tochter Doris Mary Ann Kappelhoff, 7 Jahre (wahrscheinlich am 3. April 1924, nicht 1923, geboren). Der Vater starb 1967 in den USA, die Mutter am 9. 10. 1976 in Los Angeles.
 
 Hier ist der gesamte Artikel der WN (Westfälische Nachrichten) aus dem Jahre 2019 nachzulesen. 
 
Wir gönnten uns auch an diesem Tag ein leckeres Stück Kuchen im "Engelchen". Ob es dort einen leckeren Doris Day Kuchen oder eine zartschmelzende Doris Day Praline gab war uns nicht aufgefallen...vielleicht aber haben wir diese Köstlichkeit schlichtweg übersehen. ;-))
Kaffee und Kuchen wurde selbst bezahlt...das sei hier ergänzt.
 
Mit weiteren Skulpturen verabschieden wir uns nun aus der Pferdestadt Warendorf.

Das war mein erster Post zum Jahresprojekt 2023 bei Andrea
Da ich im letzten Jahr keinen Rückblick über die besuchten Orte gefertigt hatte, verlinke ich heute meine Übersicht und bin doch überrascht, dass es trotz der intensiven familiären Anforderungen zu 9 Beiträgen gereicht hat.
 
  
Damit wünsche ich euch einen schönen Wochenteiler - wir lesen uns am Freitag bei den Freitagsblümchen.

Bis dahin, Marita

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Sonntag, 15. Januar 2023

Altstadt-Spaziergang im Januar

Wie geplant klappte es heute mit einem Altstadt-Spaziergang, denn Petrus hatte ein Einsehen und ließ seine Schleusen verschlossen, schickte hingegen ordentliche Windböen bei kühlen 7°C. Aber gut, warm eingepackt in dickem Wintermantel sowie mit Mütze, Schal und Lammfell-Handschuhen war ich gut gerüstet.
Wir waren - wie letzten Sonntag mal locker angedacht - in Warendorf, meiner Kreisstadt und fast 29 Jahre (1 Monat fehlte daran) mein Arbeitsort. Der Hausherr hatte eine feine Führung ausgearbeitet und ich kam an einige Stellen, die ich bislang noch nicht kannte. 
Los geht's ...doch gibt es hier nicht alles zu sehen, denn das würde den Rahmen sprengen und sicher zum Ende hin langweilen.
Wir starten am Wilhelmsplatz und ich stehe an den "Warendorfer Bögen", ein Kunstwerk aus Corten Stahl, welches eine Hommage an die Marienbögen darstellt, die jedes Jahr zum Fest Maria Himmelfahrt von den Bogengemeinschaften als Ausdruck des gesellschaftlichen Lebens im Stadtgebiet aufgebaut werden. 
Hier hatte ich darüber berichtet. 
1994 schon verlieh die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN der Stadt die unten abgebildete Auszeichnung. Letzten Sonntag hattet ihr ja etwas mehr darüber erfahren.
Direkt neben dem Wilhemsplatz liegt eine Baustelle ....am Münstertor...

...wo man neben Fundamentresten auch eine alte Gusseisen-Leitung fand. Ein toller archäologischer Fund.
Das Münstertor ist ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. Der Bau wird durch historische Torschreiberhäuser und barocke Torpfeiler der Zisterzienserabtei Marienfeld geziert.

Weiter laufen wir zur Marienkirche und bestaunen den mittelalterlichen Glockenturm, der neben der "neuen Kirche" steht. Die alte Kirche zum dazugehörigen Turm wurde um 1200 erbaut.

Vorbei an Stadtmauer, der pegelhohen Ems und den Beeten der EssbarenStadt

passieren wir diese bizarre (Kopf?)Weide, in deren auseinander gebrochenem Stamm mit Durchblick hat man einen Brutkasten gehängt.

Der Blick hin zur Emsbrücke zeigt auch hier den hohen Wasserstand und ein paar Schritte weiter

gelangen wir bei wolkenverhangenem Himmel über die Straße der Olympiasieger
 Zum 100sten Geburtstag des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) hat nun auch die Stadt des Pferdes einen „Walk of Fame“. Ab der Emsstraße Richtung Emsbrücke sind alle reitenden Olympiasieger und Goldmedaillengewinner verewigt. Auf den grauen Granitplatten finden sich eingraviert Informationen zum Olympiajahr und  –ort sowie die Namen der Reiter und Pferde. Die Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit oder Para-Equestrian) werden in Piktogrammen auf den im Boden eingelassenen Granitplatten verdeutlicht.

Auf der ersten Tafel steht der Name des Ehrenbürgers Hans Günter Winkler, der 1956 mit seiner Stute Halla zur Legende wurde. Er liegt vor dem Haus Emsstraße 10 (Gaststätte Darup) direkt in der historischen Altstadt.

 auf den Marktplatz

...mit seinem historischen Rathaus.
Das gotische Rathaus von 1404 wurde erst 1970 mit einem neugotischem Risalit versehen. Das kurz nach dem Stadtbrand von 1404 errichtete Gebäude wird heute nach zahlreichen Umbauten für die Sitzungen des Stadtrates im Ratssaal, als Büroraum für die Warendorf Marketing GmbH und als Trauzimmer genutzt. Das Historische Rathaus kann während der Ausstellungszeiten besichtigt werden.

Historische Gebäude am Marktplatz.
Viele Besucher kommen wegen der Pferde nach Warendorf und sind erstaunt über den historisch gewachsenen, gut erhaltenen Stadtkern. In diesem Sammelsurium von Gebäuden und Plätzen aus verschiedenen Jahrhunderten, den mehr als 600 denkmalgeschützten Objekten, sind wahre Kleinodien zu finden. Wer sich auf einen Stadtspaziergang begibt, entdeckt so einige Überraschungen. Drachen- und Katzenköppe werden den Weg weisen.



Die Glocke des gleichnamigen

Warendorfer Tageblatts

Einer der oben beschriebenen Katzenköppe...Edit: Natürlich hat die liebe Elke recht...das ist ein Drachenkopp. ;-)

Ein Blick auf's historische Brauhaus Warintharpa, welches ca. 1838 errichtet wurde. Es handelt sich um ein unter Denkmalschutz stehendes zweigeschossiges Fachwerkhaus. Warintharpa ist der ursprüngliche Name Warendorfs.


Weiter laufen wir zum Schweinemarkt und dort befindet sich

mein Lokalradio WAF.

Heute nehmen wir noch die Allerheiligen-Vikarie und den

Bentheimer Turm mit, bevor wir unseren Rundgang unterbrechen.
Der Bentheimer Turm stellt ein letztes Relikt des um 1300 angelegten Festungsrings rund um  Warendorf dar. Er ist der einzige von ursprünglich 5 Türmen, der noch heute erhalten ist. Der große runde Wehrturm diente der Bürgerwehr zur Selbstverteidigung. Wie die gesamte Wehranlage musste er von den Bürgern der Stadt unterhalten und auch permantent ausgebessert werden. Zu seinen Füssen liegt der alte jüdische Friedhof mit seinen markanten Grabsteinen. Nur Außenbesichtigung möglich. Seinen Namen verdankt der Turm wohl den ursprünglichen Bewohnern dieses Bereiches, die Grafen von Bentheim-Tecklenburg. Diese waren für die Verteidigung des Turmes zuständig.

Demnächst geht es hier weiter mit dem Stadtrundgang und wir kommen zu einem Haus (da war ich öfter ;-)) aus dem der Großvater einer allseits bekannten US-Schauspielerin gebürtig kam sie ist vor einigen Jahren im hohen Alter verstorben...okay, die Älteren unter euch werden sie alle kennen. ;-)
Und ich kann euch versprechen, es wird zudem lecker. Vorher werden wir uns aber noch in ein Naturschutzgebiet begeben.
Und da ich mir heute den Wind und die Kälte um die Nase wehen ließ, setze ich ein weiteres Kreuzchen beim Jahresbingo und zwar "Draußen". ;-))

Nun wünsche ich euch einen gemütlichen Abend und eine gute neue Woche.
Lasst euch nicht wegpusten.

Bis dahin, Marita
 
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