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Sonntag, 17. Dezember 2023

Jahresprojekt 2023 - Hattingen, die Perle an der Ruhr

Das Historische Rathaus am Untermarkt in Hattingen...
 
... war u.a. am 03.12.2023 unser Ziel im Ruhrgebiet und dorthin nehme ich euch heute im Rahmen des Jahresprojektes bei Andrea/die Zitronenfalterin und des Monatsspaziergangs bei Kristina mit.
Bei meiner Reise durch den Advent hatte ich euch bereits die Lichter des Hattinger Weihnachtsmarktes gezeigt, aber natürlich nutzten wir unseren Aufenthalt am ersten Advent auch zu einem Spaziergang durch das hübsche Fachwerkstädtchen.
 

Hattingen ist nach Witten die zweitgrößte Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt im südlichen Teil des Ruhrgebiets an der Ruhr und grenzt unmittelbar an die Großstädte Wuppertal, Essen und Bochum.
Hattingen wurde auf einer Flussterrasse der Ruhr gegründet und hat einen gut erhaltenen historischen Kern mit ca. 150 alten Fachwerkhäusern.
Hattingen wird 990 erstmals als Reichshof Hatneggen urkundlich erwähnt. Seine Lage zwischen dem Bergischen Land mit seinen Metallprodukten im Süden und der Hellwegzone im Norden mit ihren Textilwaren begünstigte den Handel. Der 1396 mit dem Grafen Dietrich von der Mark geschlossene Befestigungsvertrag gilt heute als Stadtwerdung Hattingens. 1554 wurde Hattingen als hansisch anerkannt.
Quelle

Das Alte Rathaus ist ein aus Ruhrsandstein errichtetes Fachwerkhaus, welches seit etwa 1420 eine Markthalle für den Fleischverkauf war. Im Jahre 1576 wurde das Gebäude um zwei Etagen in Fachwerkbauweise aufgestockt und als Rathaus genutzt.
Bei der Renovierung Ende des 18. Jahrhunderts erhielt es große Fenster, das Dach mit Spitzgiebeln wurde durch ein Walmdach ersetzt und die Halle wurde zu einem Durchgang mit Gefängniszellen umgebaut. Links auf meiner Collage ist die Gefängnistür gut zu erkennen.
Heute wird es als Städtisches Kulturzentrum genutzt.
Die Passage verbindet den Untermarkt mit dem Kirchplatz.

Sie ist die Altstadt des Ruhrgebiets: Hattingen. Die Perle an der Ruhr steht mit ihrer historischen, pittoresken Altstadt, dem romantischen Ruhrtal, seinen drei Burgen und dem grünen Hügelland für beste Lebensqualität. Rund 56.000 Hattingerinnen und Hattinger leben dort.

Der Haldenplatz ist umgeben von Kaufmannshäusern aus dem frühen 17. und 18. Jahrhundert und am Haus Nr.6/8 fallen besonders die vielen Verse und Zitate dem Betrachter ins Auge wie ihr ein Foto weiter unten erkennen könnt.



Im Haus Nr.6/8 - von der Seite gesehen - wurde 1838 die Hattinger Sparkasse eingerichtet und war damit eines der ersten Kreditinstitute Westfalens. Bis im Jahre 1903 befand sich dort die Städtische Sparkasse und heute ist das Gebäude ein Wohnhaus.

Das Bügeleisenhaus (1611 erbaut) hat seinen Namen von seiner eigenwilligen Form und ist sicher ein sehr eigentümliches Fachwerkhaus. Es beinhaltet heute das Museum des Heimatvereins und ist auch von innen einen Blick wert. Direkt neben dem Bügeleisenhaus befindet sich die Tourist-Information.
 Eine wirklich ganz außergewöhnliche Form und mit...

....reichlich Fachwerk und Schnitzereien an den Seitenfronten verziert.

Weiteres Fachwerkschmuckstück...

... und ein witziges Hinweisschild.

Und schon hatten wir die Stadtmauer erreicht mit der St. Georgs-Kirche im Hintergrund.
Mein Spaziergang gerät hier etwas außer Reihenfolge und wir hüpfen somit von einem Standort zum nächsten. ;-)
Hier waren wir am ehemaligen Standort des Holschentores angelangt, ein Nebentor, das damals nur in den Sommermonaten geöffnet war. Nach einer Überlieferung mussten die Bauern aus dem Umland ihre "Holschen" ausziehen, um die Stadt nicht zu verschmutzen. Daher standen an diesem Tor hauptsächlich an Markttagen eine große Anzahl der Holzschuhe/Holschen.

Vom Bruchtor ist heute ebenfalls nichts mehr zu erkennen...der blühende Knöterich hatte es mir aber sehr angetan.

Hier die Stadtmauer im weiteren Verlauf mit den drei "Eisenmänner" am Wehrturm, der mit zusätzlichen alten Mauersteinen rekonstruiert wurde. Die Eisenskulpturen sollen daran erinnern, dass Hattingen früher ein Stahlstandort war.
So ein Eisenmann steht auch en miniature am Alten Rathaus.

Der "Malerwinkel" mit seinen malerischen Häusern und dem schiefen Turm der St.-Georgs-Kirche ist einer der schönsten Hattinger Ansichten. Die Treppe zwischen den eng stehenden Fachwerkhäusern führt zum Kirchplatz, dem Zentrum der Altstadt.

Impressionen vom Weihnachtsmarkt...der Stand mit den Bonsai-Bäumen hatte es mir angetan...gekauft hatte ich übrigens gar nichts!!! ;-)

Mittelalterliches Flair umweht den Kirchplatz mit der St.-Georgs-Kirche und einem Ensemble von rund 150 Fachwerkhäusern und Baudenkmälern, gleich hinter dem prächtigsten Fachwerkbau – dem Alten Rathaus.

St. Georgs-Kirche

Im urigen Café Vollmond am Kirchplatz kehrten wir zum Aufwärmen ein und trafen noch einige Bekannte unserer Gruppe. Hatten die doch die gleiche Idee und rutschten zusammen, so dass wir Platz fanden u.a. auf einer rustikalen Bank.
So ein Ambiente liegt mir ja sehr und ich hatte mich im Vorfeld schon informiert und war happy, dass wir noch ein freies Plätzchen fanden, denn es war rappelvoll wie ihr euch sicher denken könnt.

Unbezahlte und unaufgeforderte Werbung, Muffins und Kaffee wurden selbst bezahlt.
 
 
 
Das Zollhaus hat seinen Namen von den Zollgebühren, die von den einreisenden Kaufleuten am nahen Weiltor erhoben wurden. In dem Haus selber wurde nie Zoll erhoben, denn es wurde erst erbaut, nachdem die Stadtbefestigung des 16. Jahrhunderts um 1820 abgebrochen wurde. Das Zollhaus ist das kleinste Hattinger Fachwerkhaus. Der Grund für diese geringe Größe wird sichtbar, wenn man hinter das Haus sieht. Es steht nämlich auf den Resten eines Wehrturms. Der Durchmesser des ehemaligen Wehrturms hat die Größe des Hauses bestimmt. Es wurde nach 1820 als Werkstatt eines Schmiedes errichtet.

Mit diesem süßen Fensterdekorationsfund beende ich meinen Rundgang.
 
Ich wünsche euch noch einen gemütlichen 3. Advent und startet entspannt in die Weihnachtswoche.

Einen ganz lieben Adventsgruß von Marita


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Montag, 11. Dezember 2023

Reise durch den Advent mit Türchen No. 11

Hallo und herzlich Willkommen zur Reise durch den Advent, die Nicole - wie auch in den vergangenen Jahren - so wunderbar für uns organisiert hat, vielen Dank dafür.
 
Es ist einfach immer schön auf unserer Reise in den Adventszauber mit Geschichten, DIYs, leckeren Rezepten und Bräuchen aus vergangenen Zeiten einzutauchen. 
Nach dem gestrigen Reisestopp bei Traudi, die uns wunderschöne Windlichter aus Pflanzentöpfchen zeigte, öffne ich für euch das Türchen No.11 .... macht es euch gemütlich und ich lade euch ein, mit mir den Lichterglanz des nostalgischen Hattinger Weihnachtsmarktes zu genießen.
Mögt ihr dazu französisches Gebäck vom dortigen Markt? Schoko-Kokos oder Apfel-Zimt, dann greift zu... einen Kaffee oder Tee hätte ich auch für euch.
 
Durch die mittelalterliche Altstadt mit rund 150 alten Fachwerkhäusern und der historischen St. Georgskirche zieht sich dieser Weihnachtsmarkt und hat daher einen ganz besonderen Charme... und ein Besuch eines Marktes in der Adventszeit muss doch einfach sein - und wenn auch nur zum Schauen, einen Glühwein oder Kakao mit Schuss zu trinken oder die heimelige Atmosphäre zu genießen.







An den Adventstagen werden täglich um 17 Uhr die Kalendertüren am Alten Rathaus durch Frau Holle geöffnet.

Sie erzählt Geschichten und die kleinen und großen Besucher stimmen Weihnachtslieder an. Und natürlich schüttelt sie ihr Federbettkissen aus und ein paar Goldtaler machen sich ebenfalls auf den Weg zur Erde.









Und wenn ihr durch die leuchtenden Sterne inspiriert wurdet, dann habe ich eine Anleitung für meine u.a. bunten Exemplare...wirklich ganz fix und auf die Schnelle gefaltet und geklebt.
Natürlich müssen sie nicht bunt sein...einfarbig mit Glitzer sehen sie bestimmt auch klasse aus.
Ich denke, die Anleitung ist gut zu lesen - ihr benötigt 2 quadratische Faltblätter (meine sind ca. 14 x 14cm), die ihr wie von Nr. 1-4 beschrieben faltet, alle vier Seiten wie bei Nr. 5 angezeigt 3cm einschneidet und die umgeklappten Sternenzacken wie bei Nr. 6 flach anklebt und beide Sterne dann versetzt aufeinander fügt. Oder - wie ich es gemacht habe - das Ganze als dreidimensionalen Stern gestaltet, indem die o.a. Sternenzacken an den Längsseiten schmal überlappend zusammengeklebt werden.
Zum Schluss die beiden Sterne aufeinanderfügen.


 
Mit der Adventszeit steigt täglich die Vorfreude auf das Weihnachtsfest und das Wichtigste an Weihnachten hat Johannes Hildebrandt mit seiner Fabel beschrieben

Das Wichtigste an Weihnachten:

Einige Tiere diskutierten einmal über
Weihnachten. Sie stritten sich darüber, was
wohl die Hauptsache an Weihnachten ist.
“Na klar, Gänsebraten”, sagte der Fuchs, “was wäre Weihnachten ohne
Gänsebraten!”
“Schnee”, sagte der Eisbär, “viel Schnee!” Und er schwärmte verzückt: “Weiße
Weihnachten feiern!”
Das Reh sagte: “Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht
Weihnachten feiern!”
“Aber nicht so viele Kerzen” , heulte die Eule “schön schummrig und gemütlich
muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache!”
“Aber mein neues Kleid muss man sehen”, sagte der Pfau. “Wenn ich kein
neues Kleid kriege, ist für mich nicht Weihnachten.”
“Und Schmuck,” krächzte die Elster. “Jedes Weihnachten kriege ich was: Einen
Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das
Allerschönste.”
“Na, aber bitten den Stollen nicht vergessen”, brummte der Bär, “das ist doch
die Hauptsache, wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich
lieber auf Weihnachten.”
“Mach´s wie ich”, sagte der Dachs, “pennen, pennen, das ist das Wahre an
Weihnachten, mal richtig ausschlafen!”
“Und saufen”, ergänzte der Ochse, “mal richtig einen saufen und dann
pennen….”
….dann aber schrie er “Aua!!”, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt
versetzt:
“Du Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?” Da senkte der Ochse beschämt
den Kopf und sagte: “Das Kind, ja das Kind, das Kind ist die Hauptsache.”
“Übrigens”, fragte der Esel, “wissen das eigentlich auch die Menschen??” 
©Johannes Hildebrandt

Damit verabschiede ich mich und morgen freut sich Astrid über euren Besuch. 
Ich bin gespannt was wir bei ihr sehen werden.
 
Falls ihr noch Anregungen für DIYs und Rezepte sucht, schaut mal in meine vorherigen Posts:
 
 Ich wünsche euch eine wunderschöne Adventszeit und weiterhin eine zauberhafte Reise durch den Advent.

Einen lieben Adventsgruß von Marita
 
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