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Sonntag, 1. August 2021

Jahresprojekt 2021 - Wasserschloss Lembeck, Altes Schiffshebewerk Henrichenburg und Halde Brockenscheidt

Nach dem rosigen Glücksort - dem Westfalenpark in DO im letzten Monat -  stand am vergangenen Dienstag der Besuch des Wasserschlosses Lembeck in Dorsten auf dem Glücksorteprogramm, welches ich jeden Monat im Rahmen des Jahresprojektes 2021 verwirkliche.

Abseits der Dörfer Lembeck und Wulfen wurde im Mittelalter ein festes Haus errichtet. Zwischen 1670 und 1692 wurde es zu dem heute noch gut erhaltenen Wasserschloss umgebaut, welches zu den größten des Münsterlandes gehört.
 
Aber nun zur hier gezeigten Ansicht, die vom Schlosspark des Wasserschlosses entstand...

aber zunächst zurück zum Eingang vom Parkplatz aus gesehen.
 
Auf der Website ist weiter zu erfahren 

Das Schloss liegt auf zwei Inseln umgeben von einer großen Wassergrabenanlage. Die Gebäude sind entlang einer durchschreitbaren Ost-West-Achse von etwa 500 m Länge aufgereiht. Diese Konzeption ist in der Baukunst des Barock selten. Von der 200 m langen Schlossallee kann man über die zwei Zugbrücken durch den Torbogen auf das Tor der Hauptburg schauen. Die Wirkung des Schlosses liegt besonders in dem reizvollen Wechsel der Durchblicke zwischen Gebäuden mit barocken Turmhelmen und in die offene Landschaft. Neben dem Aufbau des Schlosses können auch vielfältige kleinere Besonderheiten des barocken Schlossbaus, wie z. B. die Dreiflügelanlage bewundert werden. Der Besuch des Schloss- und Heimatmuseums ermöglicht einen Blick auf die innere Gestaltung des Schlosses und eröffnet Einblicke in die Geschichte des Schlosses und seiner Umgebung. In der Merveldt Galerie befindet sich unser Trauzimmer für eine Hochzeit im festlich historischen Ambiente.


Blick über den Burggraben...

in die offene Landschaft.

lm Schlosspark

Leider ist dieser Baum nicht beschriftet, doch ...

dieser hier schon....es handelt sich um die mir bislang unbekannte Hickorynuss

mit den Früchten dazu.

Die bunten Gaukler waren vereinzelt unterwegs und trafen sich alle - wie es schien - an diesem weißblühenden großen Strauch. Schon im Westfalenpark gesehen, würde ich gerne mal wissen wie er heißt???

Der Schlosspark hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, doch sicher lag es u.a. auch daran, dass wir wohl zur falschen Zeit vor Ort waren. Zur Rhododendronblüte muss es da sehr schön sein vgl. die Website...zumindest konnte sich mein 91jähriger Vater sehr wohl daran erinnern.

Zum Schluss genossen wir direkt vor den Schlosstoren im Café eine Stracciatella-Joghurt-Torte, um gestärkt ;-)) zum nächsten Tagesziel zu fahren.

Und das lag in Waltrop - das alte Schiffshebewerk Henrichenburg, welches am 11.08.1899 durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht wurde und eigentlich im Stadtteil Oberwiese und nicht im Teil Henrichenburg liegt, wie wir bei einer einstündigen Führung erfuhren.
Das Schiffshebewerk Henrichenburg war ein Schlüsselbauwerk des Dortmund-Ems-Kanals, denn erst mit seiner Fertigstellung konnte der Kanal bis zum Dortmunder Hafen befahren werden. Dieses Hebewerk ist das größte und spektakulärste Bauwerk am Dortmund-Ems-Kanal. 

Und schon wieder ging es hoch hinauf bis zum obersten Verbindungsbalkon der beiden markanten Türme des Hebewerkes. Mit ihren charakteristischen Kugeln auf der Spitze sind es Treppenhäuser, über die die Balkone auf dem Gerüst bestiegen werden können.

Bis heute hat der stählerne Aufzug für Schiffe nichts von seiner Faszination eingebüßt. Er wurde gebaut, um eine 14 Meter hohe Kanalstufe zu überwinden. Über 60 Jahre lang war die Anlage in Betrieb.
 
Auf dem alten Hebewerk

Fragt jetzt bitte nicht wie hoch wir waren ;-))...durch den alten Backsteinturm ging es die Wendeltreppe 135 Stufen hoch.

Blick auf das Unterwasser...auf dem oberen Bild in Richtung oberer Bildrand

Blick auf das Oberwasser

Begehbar ist der Trog unten, in dem die Schiffe auf und ab bewegt wurden.

Hier könnt ihr einmal die Größe des gesamten Schleusenparks ersehen...das alte Hebewerk findet ihr auf der Karte unter Nummer❷
Dieses ist auch eine informative Seite Ruhrgebiet-Industriekultur, die ich oft für Informationen der bisherigen Besichtigungstouren aufgerufen habe.

Halde Brockenscheidt mit seinem Spurwerkturm, der allerdings wegen des maroden Zustands gesperrt war. Schade, ein Ausblick auf das Ei oder UFO des Colani in Lünen hätte mich schon gereizt. ;-)

Eine schöne Info dazu gibt es auch auf dieser Seite

Stattdessen gingen wir ein Stück des dort oben im Jahre 2007 angelegten Kreuzweges

und runter zu Maschinenhallen, Lokschuppen und Lohnhalle... die Gebäude werden alle gewerblich genutzt.

Als Abschluss nochmal Currywurst...ich hatte gelesen, wenn man das Ruhrgebiet schmecken und hören will, geht kein Weg an Curry Heini vorbei.... nicht einfach nur eine Pommesbude, Curry Heini ist eine Institution.... wie zu lesen war. (Werbung ohne Auftrag) 
Und da wir schon mal in Waltrop waren, wurde auch ordentlich zugelangt und aßen drinnen, denn es schüttete draußen wie aus Kübeln....also alles richtig gemacht und den weitestgehend trockenen Dienstag optimal genutzt.

Ich hoffe, auch dieses Mal seid ihr gerne mitgekommen und im nächsten Monat wieder dabei. ;-))

Zur Orientierung und Ideenfindung
1.📌 Herten
2.📌 Dortmund
6.📌 Dorsten und Waltrop

Ich wünsche euch einen guten Start in den August....für mich endet die Urlaubszeit und am Dienstag heißt es wieder.... Büro, Büro. ;-))
Meinen Post schicke ich zu Andrea/die Zitronenfalterin und zu Astrids Sammlung "Mein Freund, der Baum".
 
Bis dahin - bleibt gesund und habt es fein, Marita
 

Wegen Verlinkung ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen. 

Sonntag, 6. Juni 2021

Jahresprojekt 2021 - Wasserschloss Strünkede, Gartenstadt Teutoburgia, Erinpark und Sonnenuhr auf der Halde Schwerin

 Heute führt uns mein Jahresprojekt 2021, welches durch Andrea/die Zitronenfalterin initiiert wurde, nach Herne und Castrop-Rauxel, wo wir insgesamt vier schöne Ziele ansteuerten. An diesem Tag fiel mir die große Stille sehr wohltuend auf...ich kann gar nicht sagen, woran es lag.. an den besuchten Orten???
 
Frühmorgens war unser erster Zielort das stadtnahe Wasserschloss Strünkede in Herne, welches zu den schönsten Schlössern im Ruhrgebiet zählt. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg Strünkede im Jahr 1243. Zur herrschaftlichen Schlossanlage wandelt sie sich Ende des 16. Jahrhunderts und ist heute ein Standort des Emschertal-Museums und beherbergt kultur- und stadtgeschichtliche Sammlungen ...die derzeitige coronabedingte Aktion im Innenhof könnt ihr weiter unten sehen.

Im Schlosspark ließ Bernd von Strünkede wie überliefert wurde im Jahre 1272 die frühgotische Backsteinkapelle erbauen und in der heutigen Form wurde diese im 14./15. Jahrhundert errichtet. Sie ist heute das älteste erhaltene Bauwerk in Herne und wird für Hochzeiten und Taufen genutzt.

Über das mit Gänseblümchen übersäte Rasenstück ein Blick durch die belaubten Bäume auf das Schloss.



Eine Guerilla-Strick-Aktion erfolgte nach einem Aufruf des Museums im März 2021 an alle Hernerinnen gestrickte und gehäkelte Quadrate abzugeben. Und so hat nicht nur die Platane im Innenhof ein Kleid aus Wolle bekommen.



Ein kleiner Spaziergang durch den Schlosspark schloss sich an ...
 
und in den Genuss eines klitzekleinen Froschkonzertes kamen wir ebenfalls
bevor wir uns weiter zum nächsten Ziel aufmachten.
 
Der Kunstwald Teutoburgia stand als nächstes auf unserem Plan -
auf dem alten Zechenareal wurde eine neue Verbindung von Bergbaurelikten, Natur und Kunst geschaffen. Objekte von acht Künstlerinnen und Künstlern verweisen mit unterschiedlichen Mitteln auf die Geschichte der Zeche. 
Ein alter Förderturm, das Wahrzeichen des kleinen Parks,

sowie Maschinenhalle und Lore.

Eine grüne Oase...

mit "Zitatensteinen" und Klängen aus den Eichenpodesten, auf denen man Platznehmen und alles auf sich wirken lassen konnte.


 
Die 12 m hohe Stahlskulptur in Form eines "Fußgängers" mit dichtbewachsenen Rankgittern, die bei unserem Besuch noch nicht so richtig ergrünt waren.

Der Kunstwald grenzt an eine der schönstes Zechensiedlungen im Ruhrpott...die Gartenstadt Teutoburgia...das kann ich nach unserem Streifzug durch die Kolonie nur bestätigen.

Zauberhaft finde ich die Häuser, was meint ihr???
Und es war eine wunderbare Ruhe zu erleben.

Weiter ging es zur Zeche Erin - sie war ein Steinkohlebergwerk in Castrop-Rauxel mit Betriebsbeginn im Jahre 1867 und Betriebsende im Jahr 1983. Auf dem ehemaligen Zechengelände entstand danach ein Technologie- und Gewerbepark und auf den anderen Flächen wurde der Erinpark konzipiert.



Das letzte Relikt ist das 68 m hohe Fördergerüst über Schacht 7.
Kommt ihr mit hinauf auf die künstliche Halde???...da kommt eine tolle Aussicht auf euch zu!!!

Hier gibt es dazu mehr nachzulesen.



Lohnenswert, oder hab ich euch zuviel versprochen??? ;-)
 
Habt ihr noch Kondition auf einen Sprung mit zur Sonnenuhr auf die Halde Schwerin?

Die Halde Schwerin ist die Bergehalde der 1967 stillgelegten ehemaligen Zeche Graf Schwerin in Castrop-Rauxel im Ortsteil Schwerin. Sie ist heute mit 151 m dort die höchste Erhebung und überragt die mit gut 135 m höchsten natürlichen Erhebungen der Castroper Höhen.

Noch ein kurzer Sprint und wir sind auf dem Plateau.

Die begehbare Sonnenuhr von Jan Bormann am höchsten Punkt der Halde Schwerin besteht aus 24 Edelstahlsäulen mit einer Höhe von 10 Metern, die in einem Durchmesser von 16,5 Meter einen Kreis bilden.

und die Aussicht auf Schacht 3.
 
Entfernungs- und Richtungsanzeiger

Zum Schluss schließlich die Übersicht und damit sind wir mit der Foto- und Informationsflut wirklich am Ende. Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten. ;-))

Zur Orientierung und Ideenfindung
1.📌 Herten
2.📌 Dortmund
4.📌 Herne und Castrop-Rauxel
 

Kommt gut in die neue Woche und habt es fein, Marita
 
Wegen Verlinkung auch mit Astrids "Mein Freund, der Baum" ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.