Freitag, 23. Oktober 2026

Freitagsblümchen & hinauf zum Drachenfels

Eine liebe Gartenfreundin hat ihren großen Basilikumstrauch abgeerntet und suchte noch Abnehmer für die leckeren Gewürzblätter. Ich mag ihn besonders gern auch wegen seines tollen Dufts und die schönen Blüten passen wunderbar in die zart-altrosa Kugelvase.

Leider kommt das Ensemble auf den Fotos nicht sonderlich gut zur Geltung, in natura sieht es viel schöner aus.

Die zarten Blüten, die alten Pilze aus Bauernsilber und die fliederfarbene Votivkerze harmonieren farblich gut... leider ist auch das nicht gut zu erkennen.

Auf der Hinfahrt zur Mosel sollte der Drachenfels unser erstes Ziel sein, einer der bekanntesten Berge im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef gelegen. Am frühen Morgen kamen wir an der Talstation der Drachenfelsbahn an und unternahmen fast die erste Fahrt des Tages mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands.

Die technischen Daten...und rechts neben dem Eingang empfing uns ...

... eine Dampflok aus dem Jahre 1927.

Der Ferdinand stand für uns bereit und brachte uns die 1520m lange Strecke sicher zur Bergstation.

Oben am Plateau der Bergstation herrschte Hochnebel....

doch der Blick auf die Insel Nonnenwerth im Rhein wurde uns nicht verwehrt. 
Vielleicht hatte diese Aussicht gerade deshalb etwas Mystisches an sich. 

Blick vom Plateau auf die Burgruine Drachenfels
Die Ruine des dreistöckigen Bergfrieds auf dem Drachenfels ist das Wahrzeichen des Siebengebirges. Die Burganlage wurde nach 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold begonnen und etwa 1167 fertiggestellt. Außer dem Bergfried bestand die Burg ursprünglich aus Palas, Kapelle und Dienstbotenwohnungen. Sie diente zur Absicherung des Kölner Gebietes nach Süden hin. 

Zu Fuß ging es weiter hinauf zur Burgruine...

ein steiler, aber recht kurzer Anstieg.

Die Ruine
 
 
 
Aussicht von der Ruine auf das Plateau ...

...und man erkennt von hoch oben beim Blick auf Nonnenwerth den niedrigen Pegelstand des Rheins am 02.10.2026, denn die Ufer waren in weiten Teilen trockengefallen.

Bei der Rückfahrt saßen wir ganz vorne und bevor es losging hatten wir einen guten Blick... 

auch ins "Cockpit", die Steuerung der Bahn.

Angekommen an der Mittelstation stiegen wir aus und besuchten anschließend Schloss Drachenburg.
Davon demnächst aber mehr. 
 
 
Mein blühendes Basilikum bringe ich zu Astrids Blumensammlung und die Fahrt hinauf zum Drachenfels zu Heikes Monatsspaziergang im Oktober.
 
Damit wünsche ich euch ein schönes letztes Oktober-Wochenende...kaum zu glauben, dass wir nächste Woche Sonntag schon den 1. November haben.
 
Einen lieben Gruß von Marita
 
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Freitag, 16. Oktober 2026

Freitagsblümchen & die historische Bibliothek

Auf der Rückfahrt von der Mosel wollte ich so gerne den Garten des Gartengestalters Peter Janke in Hilden besuchen, doch es war lausig kalt, fieselte nicht nur leicht und so habe ich mir lediglich aus dem Floristikladen etwas mitgebracht.
Nadelkissen mit Euphorbie und Eukalyptus harmonieren gut und passen perfekt in die milchige Glasvase im Holzblock. Auf dem Metalltablett nehmen die Dahlien im Saatentöpfchen den Ton der Protea auf und um einen trockenen Eichenblätterzweig, eine Kerze und die Frucht des Milchorangenbaums wurde das Ganze ergänzt.



Die Frucht des Milchorangenbaums duftet wunderbar und beim Besuch des Gartens hoffentlich im nächsten Jahr muss ich mir unbedingt den Baum dazu anschauen. ;-)))

Die Fahrt Richtung Moselurlaub unterbrechen wir gerne und besuchen immer mal wieder die Klosteranlage und Benediktinerabtei Maria Laach und nicht nur weil es dort auch eine schöne Klostergärtnerei gibt. ;-))
 
Die dreischiffige, doppelchörige Pfeilerbasilika mit zwei Querhäusern und sechs Türmen ist das Herzstück der Klosteranlage Maria Laach und gilt als eines der schönsten und besterhaltenen romanischen Baudenkmäler unseres Landes – in der Tradition der großen rheinischen, romanischen Dome in Speyer, Mainz und Worms. Die Kirche ist aus braun-gelbem Laacher Tuff, weißem Kalkstein aus Lothringen und rotem Kylls-Sandstein dekorativ erbaut. Später verwendete man auch grauen Tuff aus der Eifel und Basaltlava. Zu den Besonderheiten zählen die unterirdische Krypta und die Vorhalle, das sogenannte „Paradies“.
 
 
 Dieses Jahr hatte ich einige Zeit vor unserer Anreise eine Klosterführung incl. historischer Bibliothek gebucht.

Der interessante und sehr informative Spaziergang führte vom Klosterforum zum Laacher Engel, Waldfriedhof, Johanneskapelle, Nikolauskapelle mit Mönchsfriedhof und...

...  zum Abschluss in die alte Jesuitenbibliothek.
Ich war gespannt und es war ein gigantischer Anblick, der uns empfing ... die Laacher Bibliothek gehört zu den besterhaltenen und schönsten Bibliotheken aus dem 19. Jahrhundert.



Heute zählt die Bibliothek etwa 260.000 Bände. Der größte Teil davon ist nun im neuen Magazin aufgestellt. Dort befinden sich auch die Verwaltungsräume und ein neuer Lesesaal.
Der ältere Teil des Bestandes hat seinen Standort in der nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restaurierten Jesuitenbibliothek behalten. Ausgenommen davon sind besonders alte und wertvolle Bände, die in einem gesicherten Rara-Magazin unter idealen klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden.

Neben den unzähligen imposanten Büchern besticht die freistehende gusseiserne Treppe, die aus den 1860er Jahren stammt und in der historischen Sayner Hütte in Bendorf-Sayn gefertigt wurde. Sie verbindet die drei Stockwerke des gut 11m hohen Raumes mit ihren hölzernen Büchergalerien.



Eine wirkliche empfehlenswerte Führung, bei der es historische Hintergründe und Einblicke in die Benediktinerabtei gab.

Zum Abschluss besuchten wir nach Abteikirche und Klosterladen die für uns neue Klostergaststätte mit herrlichem Blick auf das Laacher Münster.
Und selbstverständlich war der Besuch der Klostergärtnerei unvermeidlich ;-))), so schön immer durch die Quartiere zu gehen. Gekauft habe ich allerdings nix....wir hatten ja die Woche Urlaub noch vor uns.

Meine "Urlaubsmitbringsel" gehen zu Astrids Blumensammlung und ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende.... nun soll es ja wirklich Herbst werden.

Ich hoffe am Samstagnachmittag auf einigermaßen gutes Wetter, denn da geht es mit meinen Ablegern zur Staudenbörse.

 Einen lieben herbstlichen Gruß von Marita

 
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Sonntag, 11. Oktober 2026

Irreler Wasserfälle und die Teufelsschlucht

Impressionen von unserer Wanderung am vergangenen Montag von den Irreler Wasserfällen durch die Teufelsschlucht und zurück gibt es für euch heute zu sehen.
Vorwegschicken muss ich, dass ich diese Wanderung echt unterschätzt hatte, denn die angegebenen 2,2 km hörten sich wirklich nicht so schwierig an. Wir waren nicht die Rundtour "Teuflische Acht" von 8km gelaufen, hatten dafür aber die Teufelsschlucht zweimal durchquert .... also sind hin und zurück gelaufen. Mindestens genauso mittelschwer wie auch die gesamte Wanderung beschrieben wurde. Aber zum Glück konnte ich durchhalten und mir zum Schluss anerkennend auf die Schulter klopfen. ;-))
 
Die neue Brücke über die Prüm 
Eine 110 Meter lange Hängebrücke schwingt sich in einem leichten Bogen über die Stromschnellen der Prüm zwischen Irrel und Prümzurlay, seit jeder "Irreler Wasserfälle" genannt. Ihre Seile werden von Pylonen an beiden Ufern gehalten, 16 Meter schwebt sie über dem Tal. Die ungewöhnliche Brücke ist eine Konsequenz der Flutkatastrophe vom Juli 2021, als sich die Wassermassen mit unvorstellbarer Kraft durch die Talenge wälzten, die Ufer unterspülten, Hänge abrutschen ließen und die ikonische Holzbrücke zerstörten, die bis dahin einige Meter flussaufwärts die Prüm überspannt hatte. Von der Hängebrücke hat man einen weiten Blick auf das seither breiter und lichter gewordene Tal, wo steile Uferkanten, entwurzelte Bäume, Geröll, Sand und Treibgut noch lange von den Ereignissen der Flutnacht erzählen werden. Dieser besondere Ort hat sich verändert, aber seine Faszination nicht verloren 

Die Prüm an der Hängebrücke - im rechten Bild waren rechts noch die Überreste der alten Holzbrücke zu erkennen. Von Wasserfällen keine Spur, ob es an der Trockenheit in diesem Sommer lag kann ich gar nicht sagen.

Die Info vor unserer Tour ... sieht doch ganz harmlos aus mit 2,2 km, oder???

Impressionen

Bei herrlichstem Sonnenschein ging es zunächst ganz moderat durch den leuchtend grünen Wald, der sich an vielen Stellen moosbewachsen und mit 

ersten Felsformationen präsentierte.

Bald schon wurde es steiniger und anstrengender.





Die charakteristischen wabenförmigen Löcher und Vertiefungen in den Sandsteinwänden entstanden durch Kieselsäure-Einlagerungen im Gestein.

Steinmännchen

Die Felsformationen sind bis zu 28 - 30 m hoch, der Hausherr als Vergleich davor.



Die Schluchten und Engstellen waren schon beeindruckend und forderten teilweise Konzentration und Klettergeschick ... vor allem bei Best Ager. ;-))

Wie hier auch beispielhaft fotografiert.



Und hier das Bild wie der Hausherr durch die enge Schlucht vorangeht.





Diese beiden Gesellen verabschiedeten uns aus der Teufelsschlucht und wir steuerten wieder der Hängebrücke entgegen.
Ich hoffe, ihr habt es auch unversehrt durch die Schlucht geschafft und habt zudem unsere Tour genosssen. 


 
Damit wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche...meinen Post verlinke ich mit Astrids Baumfreunden und am dritten Sonntag im Monat mit den weiteren Monatsspaziergängen bei Heike.
 
Einen lieben Gruß von Marita.
 
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