Sonntag, 25. Oktober 2026

Weiter geht's am Drachenfels...

 ... mit der ältesten Zahnradbahn fuhren wir von der Bergstation zurück zur Mittelstation.
Dort hieß es für uns aussteigen und hinter den Bäumen war unser nächstes Ziel schon zu erkennen....Schloss Drachenburg.

Und nein....das ist nicht Schloss Drachenburg sondern die Vorburg durch die wir zum Schloss gelangten. 
In der Vorburg ist auch die Stiftung Naturschutzgeschichte untergebracht.
Sinnvoll war es die kostenlose Lauschtour-App vorher herunterzuladen und hier an der Vorburg begann damit unser Rundgang.  

Wiki weiß:
Schloss Drachenburg ist ein Schloss am Drachenfels in Königswinter. Es wurde von 1882 bis 1884 in den historistischen Stilen der Neogotik und der Neorenaissance als repräsentativer Wohnsitz für Stephan von Sarter gebaut, der das Schloss allerdings nicht selbst bewohnte. Nach seinem Tod war das Schloss mehrfachem Nutzungswandel ausgesetzt. 1986 wurde Schloss Drachenburg, das kulturhistorisch in den Kontext der Burgenrenaissance der Rheinromantik fällt, unter Denkmalschutz gestellt und 1990 der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege unterstellt. Von 1995 bis 2010 wurde es in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand restauriert und zu einer Art Gründerzeitmuseum mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Wohnkultur ausgebaut.
 
 Ist das nicht ein wunderbarer Blick auf das Schloss, welches eigentlich eine Mischung aus Villa, Burg und Schloss ist. 
 

Auf der Infotafel ist u.a. unten das Ausmaß des Schlosses abgebildet.

Eingangsbereich mit rekonstruierter Eingangstreppe an der rheinabgekehrten Ostseite

Schloss Drachenburg entstand von 1882 bis 1884 als Privatvilla für den aus Bonn gebürtigen Pariser Finanzfachmann Stephan von Sarter. Aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammend, hatte Sarter an der Pariser Börse eine kometenhafte Karriere als Börsenspekulant gemacht und war als Aktieninhaber des Sueskanals und Panamakanals zu Reichtum gekommen. 1881 konnte er sich mittels einer großzügigen Spende in den Freiherrenstand erheben lassen. Als Baron Stephan von Sarter gehörte er fortan zur gehobenen Gesellschaft. Für den Bau einer standesgemäßen Villa wählte Sarter nicht seine Wahlheimat Paris, sondern den vielbesuchten Drachenfels in Sichtweite seiner Geburtsstadt Bonn.

Der Schlosspark gehört als herausragendes Beispiel für das Genre zu den Gründungsmitgliedern der Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas und ist in das European Garden Heritage Network eingebunden.

Diese uralten Bäume wie Mammutbaum und Riesen-Lebensbaum aus der Entstehungsgeschichte des Schlossensembles gehen heute zu Astrids Baumfreunden.



Venusterrasse an der Südseite mit den zwei goldenen Hirschskulpturen



Eine wirklich beeindruckend schöne Ansicht

Panoramablick von der Venusterrasse auf die bewaldeten Hänge des Siebengebirges und auf den rechts liegenden Rhein 

Ausblick von der Westterrasse auf Bonn...

...und die Terrasse des Restaurationsbetriebs.
Dort hat man eben auch diesen herrlichen Blick auf den Rhein.

Mit dem Audioguide wurden wir auch durch das Innere des Schlosses geführt, zunächst erreichten wir das 25m hohe Haupttreppenhaus über die oben gezeigte Eingangstreppe. Imposant und eindrucksvoll durch die Malereien gestaltete sich der Treppenaufgang zur ersten Etage.

 Die Innenräume sowie die Wandmalereien und historistischen Glasmalereien wurden so weit wie möglich in der ursprünglichen Gestaltung rekonstruiert.



In der Ferne erhebt sich über der Vorburg der Petersberg mit seinem ehemals historischen Gästehaus des Bundes, heute befindet sich dort ein 5* Hotel.

Damit nahmen wir Abschied von der Drachenburg und die Zahnradbahn brachte uns wieder zur Talstation. Ein wirklich lohnenswerter Abstecher auf unserer Fahrt Richtung Mosel.
Als nächster Halt stand die Führung Kloster Maria Laach auf unserem Programm. Davon hatte ich euch hier bereits meine Eindrücke gezeigt.
 
Meinen Post verlinke ich bei Heikes Monatsspaziergängen und wünsche euch einen angenehmen Sonntag und einen guten Start in die letzte Oktoberwoche. 
Kalt und ungemütlich ist es geworden... wir nähern uns mit großen Schritten dem November.
 
Einen lieben Oktobergruß von Marita
 
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Freitag, 23. Oktober 2026

Freitagsblümchen & hinauf zum Drachenfels

Eine liebe Gartenfreundin hat ihren großen Basilikumstrauch abgeerntet und suchte noch Abnehmer für die leckeren Gewürzblätter. Ich mag ihn besonders gern auch wegen seines tollen Dufts und die schönen Blüten passen wunderbar in die zart-altrosa Kugelvase.

Leider kommt das Ensemble auf den Fotos nicht sonderlich gut zur Geltung, in natura sieht es viel schöner aus.

Die zarten Blüten, die alten Pilze aus Bauernsilber und die fliederfarbene Votivkerze harmonieren farblich gut... leider ist auch das nicht gut zu erkennen.

Auf der Hinfahrt zur Mosel sollte der Drachenfels unser erstes Ziel sein, einer der bekanntesten Berge im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef gelegen. Am frühen Morgen kamen wir an der Talstation der Drachenfelsbahn an und unternahmen fast die erste Fahrt des Tages mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands.

Die technischen Daten...und rechts neben dem Eingang empfing uns ...

... eine Dampflok aus dem Jahre 1927.

Der Ferdinand stand für uns bereit und brachte uns die 1520m lange Strecke sicher zur Bergstation.

Oben am Plateau der Bergstation herrschte Hochnebel....

doch der Blick auf die Insel Nonnenwerth im Rhein wurde uns nicht verwehrt. 
Vielleicht hatte diese Aussicht gerade deshalb etwas Mystisches an sich. 

Blick vom Plateau auf die Burgruine Drachenfels
Die Ruine des dreistöckigen Bergfrieds auf dem Drachenfels ist das Wahrzeichen des Siebengebirges. Die Burganlage wurde nach 1138 vom Kölner Erzbischof Arnold begonnen und etwa 1167 fertiggestellt. Außer dem Bergfried bestand die Burg ursprünglich aus Palas, Kapelle und Dienstbotenwohnungen. Sie diente zur Absicherung des Kölner Gebietes nach Süden hin. 

Zu Fuß ging es weiter hinauf zur Burgruine...

ein steiler, aber recht kurzer Anstieg.

Die Ruine
 
 
 
Aussicht von der Ruine auf das Plateau ...

...und man erkennt von hoch oben beim Blick auf Nonnenwerth den niedrigen Pegelstand des Rheins am 02.10.2026, denn die Ufer waren in weiten Teilen trockengefallen.

Bei der Rückfahrt saßen wir ganz vorne und bevor es losging hatten wir einen guten Blick... 

auch ins "Cockpit", die Steuerung der Bahn.

Angekommen an der Mittelstation stiegen wir aus und besuchten anschließend Schloss Drachenburg.
Davon demnächst aber mehr. 
 
 
Mein blühendes Basilikum bringe ich zu Astrids Blumensammlung und die Fahrt hinauf zum Drachenfels zu Heikes Monatsspaziergang im Oktober.
 
Damit wünsche ich euch ein schönes letztes Oktober-Wochenende...kaum zu glauben, dass wir nächste Woche Sonntag schon den 1. November haben.
 
Einen lieben Gruß von Marita
 
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Freitag, 16. Oktober 2026

Freitagsblümchen & die historische Bibliothek

Auf der Rückfahrt von der Mosel wollte ich so gerne den Garten des Gartengestalters Peter Janke in Hilden besuchen, doch es war lausig kalt, fieselte nicht nur leicht und so habe ich mir lediglich aus dem Floristikladen etwas mitgebracht.
Nadelkissen mit Euphorbie und Eukalyptus harmonieren gut und passen perfekt in die milchige Glasvase im Holzblock. Auf dem Metalltablett nehmen die Dahlien im Saatentöpfchen den Ton der Protea auf und um einen trockenen Eichenblätterzweig, eine Kerze und die Frucht des Milchorangenbaums wurde das Ganze ergänzt.



Die Frucht des Milchorangenbaums duftet wunderbar und beim Besuch des Gartens hoffentlich im nächsten Jahr muss ich mir unbedingt den Baum dazu anschauen. ;-)))

Die Fahrt Richtung Moselurlaub unterbrechen wir gerne und besuchen immer mal wieder die Klosteranlage und Benediktinerabtei Maria Laach und nicht nur weil es dort auch eine schöne Klostergärtnerei gibt. ;-))
 
Die dreischiffige, doppelchörige Pfeilerbasilika mit zwei Querhäusern und sechs Türmen ist das Herzstück der Klosteranlage Maria Laach und gilt als eines der schönsten und besterhaltenen romanischen Baudenkmäler unseres Landes – in der Tradition der großen rheinischen, romanischen Dome in Speyer, Mainz und Worms. Die Kirche ist aus braun-gelbem Laacher Tuff, weißem Kalkstein aus Lothringen und rotem Kylls-Sandstein dekorativ erbaut. Später verwendete man auch grauen Tuff aus der Eifel und Basaltlava. Zu den Besonderheiten zählen die unterirdische Krypta und die Vorhalle, das sogenannte „Paradies“.
 
 
 Dieses Jahr hatte ich einige Zeit vor unserer Anreise eine Klosterführung incl. historischer Bibliothek gebucht.

Der interessante und sehr informative Spaziergang führte vom Klosterforum zum Laacher Engel, Waldfriedhof, Johanneskapelle, Nikolauskapelle mit Mönchsfriedhof und...

...  zum Abschluss in die alte Jesuitenbibliothek.
Ich war gespannt und es war ein gigantischer Anblick, der uns empfing ... die Laacher Bibliothek gehört zu den besterhaltenen und schönsten Bibliotheken aus dem 19. Jahrhundert.



Heute zählt die Bibliothek etwa 260.000 Bände. Der größte Teil davon ist nun im neuen Magazin aufgestellt. Dort befinden sich auch die Verwaltungsräume und ein neuer Lesesaal.
Der ältere Teil des Bestandes hat seinen Standort in der nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restaurierten Jesuitenbibliothek behalten. Ausgenommen davon sind besonders alte und wertvolle Bände, die in einem gesicherten Rara-Magazin unter idealen klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden.

Neben den unzähligen imposanten Büchern besticht die freistehende gusseiserne Treppe, die aus den 1860er Jahren stammt und in der historischen Sayner Hütte in Bendorf-Sayn gefertigt wurde. Sie verbindet die drei Stockwerke des gut 11m hohen Raumes mit ihren hölzernen Büchergalerien.



Eine wirkliche empfehlenswerte Führung, bei der es historische Hintergründe und Einblicke in die Benediktinerabtei gab.

Zum Abschluss besuchten wir nach Abteikirche und Klosterladen die für uns neue Klostergaststätte mit herrlichem Blick auf das Laacher Münster.
Und selbstverständlich war der Besuch der Klostergärtnerei unvermeidlich ;-))), so schön immer durch die Quartiere zu gehen. Gekauft habe ich allerdings nix....wir hatten ja die Woche Urlaub noch vor uns.

Meine "Urlaubsmitbringsel" gehen zu Astrids Blumensammlung und ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende.... nun soll es ja wirklich Herbst werden.

Ich hoffe am Samstagnachmittag auf einigermaßen gutes Wetter, denn da geht es mit meinen Ablegern zur Staudenbörse.

 Einen lieben herbstlichen Gruß von Marita

 
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