...nach dem S.
Heute nutzten wir das wunderbare Wetter für unsere erste Radeltour und machten uns einen Spaß daraus, auf der Fahrt alle möglichen Begegnungen mit dem Buchstaben S zu erörtern bzw. ich musste einige natürlich auch fotografisch festhalten. Denn Elfi sucht ab Mittwoch bei ihrer ABC-Challenge alles mit dem Buchstaben S.
Als erstes fielen uns von Weitem die Schafe in der Wiese an einem der Gehöfte auf.
Wir erreichten nach einigen Kilometern ein Relikt aus vergangenen Zeiten.
Kennt ihr Strontianit?
Strontianit ist ein eher selten vorkommendes Mineral.
In den 1880er Jahren wurde Strontianit (SrCO3) in der Zuckerindustrie als Katalysator, zur Restentzuckerung von Melasse eingesetzt. Bei der Zuckerproduktion aus Zuckerrüben bliebe sonst noch immer 50 % des süßen Stoffs zurück. Nachdem das sogenannte „Strontianitverfahren“
1871 entwickelt wurde, setzte der Strontianit-Abbau richtig ein.
Trotzdem konnte der Bedarf der Zuckerindustrie kaum gedeckt werden.
In Deutschland wurde Strontianit vor allem im südöstlichen Münsterland abgebaut. Zwischen 1874 und 1900 wurden hier ca. 650 Gruben betrieben, die sich im Gebiet östlich bis Oelde und Beckum/Neubeckum, südlich bis Hamm und Lippetal, westlich bis Nordkirchen und nördlich bis Münster, Telgte und Sendenhorst/Warendorf befanden. Als letzte strontianitfördernde Grube stellte die Grube Wickensack in Ascheberg im Januar 1945 ihren Betrieb ein.
Der Hügel ist eine ehemalige Strontianitgrube
Wir radelten weiter und trafen auf eine Sippe ;-)) von Rehen,
erblickten ein Silo,
genossen die Silhouette mit der euch bereits bekannten Windmühle
und den Silhouetten-Blick über den kleinen Fluss auf unser Ziel, die NachbarStadt.
An der Staustufe des kleinen Flusses musste natürlich ein Foto sein.
Ein kleiner Strand wurde vor einigen Jahren am Flüsschen direkt in der Ortsmitte des Zielortes aufgeschüttet. Könnt ihr ihn erkennen?
Nach den ersten 15km hatten wir uns einen Stopp bei leckerem Apfelkuchen mit Sahne verdient.
Danach hieß es eine neue Strecke auszuprobieren und dabei passierten wir einen Schnadestein.
Ein Schnadestein (von niederdeutsch
Schnad/Snat = Grenze) ist ein historischer Grenzstein in Westfalen und Hessen, der Grenzpunkte von Gemeinden oder Jagdgebieten markiert. Vorbei an geschlagenen Baumstämmen, die als Stapel aufgeschichtet wurden...
machten wir Halt an einem "Summsurium".
Gehörnte Mauerbienen beim S...ohne Worte ;-))
"Summsurium"
Silberreiher konnten wir in der Ferne entdecken...
und gegen 17 Uhr versteckte sich die Sonne bereits hinter den Bäumen und war bald startklar zum Sonnenuntergang.
Kurz vor unserem Städtchen trafen wir nochmals auf wollige Schafe ...
und damit wünsche ich euch eine gute neue Märzwoche und möglicherweise werde ich nun zum EinSchlafen die Schäfchen zählen.
Einen lieben SonntagsGruß von Marita
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