... oder Besuch im fränkischen Rom.
Bamberg wurde auf sieben Hügeln erbaut und daher wird diese charmante mittelalterliche Stadt mit denkmalgeschützten Gebäuden und barocker Prachtarchitektur gern so bezeichnet. Die Bamberger Altstadt wurde bereits 1993 von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet. Sie repräsentiert in einzigartiger Weise die auf einer frühmittelalterlichen Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das Bamberger Welterbe verteilt sich auf drei Stadtteile...die Bergstadt, die Inselstadt und die Gärtnerstadt. Eine einzigartige Mischung historischer Stadtstrukturen, jede mit eigenem Charakter, der sich durch die Jahrhunderte erhalten hat.
Eine Stadtführung zu den Big Five (Bamberger Dom, Alte Hofhaltung, Neue Residenz mit Rosengarten, Altes Rathaus, Klein Venedig) hatten wir gebucht und Startpunkt war die Alte Hofhaltung auf dem Domplatz. Der Aufstieg zum Dom - auf dem Domberg in der Bergstadt gelegen - hatte es schon in sich, da musste man gut zu Fuß sein.
Die Alte Hofhaltung bildet zusammen mit dem Dom und der Neuen Residenz
in Bamberg ein historisch gewachsenes Platzensemble von europäischer
Bedeutung im Herzen der Welterbestadt Bamberg. Kaiser Heinrich II.
machte Bamberg 1007 zum Bischofssitz. Als erste Residenz diente den
Bischöfen die Alte Hofhaltung. Die heute erhaltenen rückwärtigen
Fachwerkbauten entstanden ab 1475, ab 1568 kamen am Domplatz der
Ratsstubenbau und die Schöne Pforte hinzu.
Die schöne Pforte ist das Portal vor dem die Besucher stehen
Die Fachwerkbauten im Innenhof der Alten Hofhaltung. Dort war eine Bühne mit Zuschauertribüne aufgebaut und sie ist eine der geschichtsträchtigsten Freilichtbühnen Deutschlands und dient jeden Sommer als malerische Theaterkulisse.
Der Kaiserdom
Kaiserdom links und Alte Hofhaltung mittig sowie Neue Residenz rechts
Bamberger Reiter
Der weltberühmte Bamberger Reiter ist eine lebensgroße mittelalterliche Steinplastik (ca. 1230) im Bamberger Dom. Sie steht am Nordpfeiler des Georgenchors. Um die Skulptur ranken sich viele Mythen, da bis heute nicht zweifelsfrei geklärt ist, wen sie eigentlich darstellt.
Die Neue Residenz
Die Neue Residenz ist ein mehrflügeliges denkmalgeschütztes Gebäude am Domplatz. Es war ab 1604 die Bischofsresidenz der Bamberger Fürstbischöfe und löste die Alte Hofhaltung auf der anderen Seite des Platzes in dieser Funktion ab. Heute beherbergt der Komplex aus Sandstein die Staatsbibliothek und die Staatsgalerie von Bamberg. Vom Rosengarten der Neuen Residenz hat man einen Blick auf die Michaelskirche und die Dächer der Bürgerstadt.
Im Rosengarten - die Michaelskirche rechts im Bild etwas versteckt.
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Michael liegt auf einem der sieben
Hügel Bambergs, dem Michaelsberg. Seine ehemalige Abteikirche mit ihrem
berühmten Himmelsgarten wird nach ihrer Schließung im Jahr 2012 ab dem
1. Mai 2026 wieder von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Im Hintergrund erneut zu erkennen.
Vom Domberg herunter ging es zum Alten Rathaus... Infos darüber hab ich euch ja schon im vergangenen Post geliefert.
Hier ein Blick am Rathaus vorbei auf Klein Venedig...
Klein Venedig mit Altem Schlachthof, Am Kranen
Klein Venedig...so hübsche Fischerhäuschen mit kleinen Gärtchen liegen malerisch am linken Regnitzarm
Die Fischersiedlung besteht aus einer Reihe alter Wohnhäuser aus dem 17.
Jahrhundert, die auf der Bamberger Regnitzinsel direkt am Ufer des
linken Arms der Regnitz. An vielen der Häusern befinden sich lange Holzbalkone, die den Fischern
der Zeit als Aufhängmöglichkeit für Netze und Fischereigeräte dienten,
um diese zu trocknen. Da die meisten Häuser dort, wenn überhaupt, über
winzige Gärten verfügten, schafften die Balkone den für das Trocknen
benötigten Platz.
Alter Schlachthof
in der Bamberger Innenstadt ist vor allem für seine
originalgetreue Darstellung eines Ochsen über dem Hauptportal bekannt. Das Gebäude wurde am Kranen im Jahre 1742 als Ergänzung zum ersten Schlachthaus gebaut.
Natürlich kehrten wir zur Mittagszeit auch in Bambergs ältester Backstube - in der Bäckerei Seel - ein und probierten u.a ein Bamberger Hörnla.
Ein Kaffee und leckerer Kuchen musste unbedingt am zweiten Nachmittag sein. ;-))
Das älteste Haus - Karolinenstr. 17 Eckhaus des ehemaligen Münzerhofes in 1187 errichtet und zahlreiche Umbauten erlebt, 1999 grundlgegende Instandsetzung

Von der Unteren Brücke hat man die schöne Ansicht des Michaelskosters.
Und noch einmal .... in Vordergrund der Kran am Ufer der Regnitz - Am Kranen - vor dem Alten Schlachthof befindlich.
In Bamberg gibt es derzeit 11 Brauereien und das Rauchbier ist eine besondere Spezialität. Ich mag und mochte noch nie Bier, deshalb nichts für mich zum Probieren.
Vom Alten Schlachthof ging es mit dem Bus hinaus in die Gartenstadt, doch die Bilder schenke ich mir, denn ich hatte mir sehr viel mehr davon versprochen. Bei heißen 28°C machte es nicht wirklich Spaß durch die Straßen zu laufen und wir kürzten den Rundgang ab und erreichten die Kettenbrücke und waren der Altstadt näher gekommen.
Auch hier hatten wir eine schöne Aussicht.
Mit der Skulpturengruppe "Meeting" am Schönleinsplatz direkt am Hotel beende ich meinen Post.
Habt vielen Dank dass ihr bis hierher diesen Spaziergang durchgehalten habt...es gibt im sehenswerten Bamberg so viel zu entdecken, alles kann ich hier im Post gar nicht festhalten. ;-))
Nun wünsche ich euch einen gemütlichen Sonntagabend und einen guten Start in die nächste Woche.
Einen lieben Gruß von Marita