Freitag, 17. Juli 2026

Freitagsblümchen & Bambergs berühmtes Rathaus

 Der Tisch im Wintergarten bietet die vorübergehende Bühne für meine Freitagsblümchen und mir gefällt's. Zinnien gabs auf dem Blumenfeld und ich finde sie sind hart im Nehmen und halten recht lange in der Vase. Natürlich sind sie bei der Hitze auch gestresst und man hat nicht ganz so lange etwas davon. Wilde Möhre und Blutweiderich hatte ich dazu gepflückt, je zwei Rispen genügen da voll und ganz.

Sehr schön find ich den Strauß in der günen Vase auf dem kleinen Holztablett. Eine farblich passende Kerze gab es natürlich auch im Fundus des Kerzenschranks und das Kleeblatt darf dieses Mal auch dabei sein. 

Zinnien sind einfach toll und symbolisieren für mich den bunten Sommer.

lst das nicht eine wunderbare Farbexplosion???

Weiter geht's mit meinen Urlaubsbildern...wenn ihr mögt. ;-))
Auf unserer Fahrt zum Chiemsee hatten wir zwei Übernachtungen in Bamberg gebucht und heute zeige ich euch das wunderschöne alte Rathaus mit seinen eindrucksvollen Fresken. 

Das Alte Rathaus von Bamberg wurde auf einer künstlichen Insel errichtet. Einen einmaligen Blick auf das Gebäude erhält man gegenüber dem Hofportal, dort wo der Geyerwörthsteg die Regnitz überquert. Durch jeweils zwei Brücken ist die Insel mit den Ufern verbunden. Anhand seiner Lage wird das Alte Rathaus von den Bambergern gerne auch als Insel- oder Brückenrathaus bezeichnet. Bereits im Jahr 1386 wurde ein Rathaus an dieser Stelle erwähnt. Diese erste Rathaus  fiel allerdings im Jahr 1460 einem Stadtbrand zum Opfer. Der heutige Bau wurde ab dem Jahr 1461 an derselben Stelle errichtet. Der Fachwerkbau an der Südseite, das Rottmeisterhäuschen, blieb in seiner ursprünglichen Form erhalten. Den ungewöhnlichen Bauplatz erklärt die Sage mit der Weigerung des Bischofs, den Bürgern einen Ort für das von ihnen verlangte Rathaus zur Verfügung zu stellen. Einleuchtender scheint jedoch die Erklärung, dass die selbstbewussten Bürger an der Grenze zwischen ihrer Inselstadt und der bischöflichen Bergstadt ihre damals neu gewonnene Macht aufzeigen wollten. Vom Steg aus blickt man flussaufwärts auf das frühere Mühlenviertel. Dort standen ehemals Getreide-, Papier- und Lohmühlen, heute findet man dort Studentenwohnheime und Hotels. Eine Kreuzigungsgruppe ist auf der Oberen Brücke aufgestellt. 

 
 

Blick auf das Rottmeisterhäuschen ... hier mehr nachzulesen

 
Das Alte Bamberger Rathaus gilt als das originellste Rathaus Deutschlands. Warum das so ist, lässt sich beim Blick auf das Rathaus leicht erraten. Es ist wie ein Schiff mitten in die Regnitz gebaut. Eine alte Brücke führt hindurch, eine andere unmittelbar daran vorbei, weshalb es auch als Brückenrathaus bezeichnet wird. Doch damit nicht genug. Als Anhängsel schwebt ein Fachwerkhaus quasi über den Fluten des Flusses. Es ist das Rottmeisterhaus, das seinen Namen von den dort in früheren Zeiten untergebrachten Stadtwachen erhalten hat, die auch als "Rotten" bezeichnet wurden. Das kuriose Häuschen wurde im Jahr 1386 erstmals urkundlich erwähnt. Das Rathaus selbst ist wohl noch älter, ein Marktbetrieb beim Rathaus wurde 1268 erstmals erwähnt. 
 
So malerisch und einzigartig....
Blick auf die Obere Brücke, die Verbindung von der Inselstadt (dem bürgerlichen Bamberg) zur Bergstadt (dem geistlichen/katholischen Zentrum Bambergs). Die Obere Brücke führt direkt durch den Turm des Alten Rathauses. 
 

Blickt man unter dem rechten Bogen der Brücke hindurch sieht man das Regnitz Ufer mit seinen romantischen Fischhäusern, weshalb es auch “Klein Venedig” genannt wird.
 
Hier ein Blick von der Oberen Brücke am Rathaus vorbei über die Untere Brücke auf Klein Venedig...davon gibt es in einem weiteren Post demnächst Bilder. 
Links an der Brücke ist das Denkmal von Kaiserin Kunigund ganz eben zu erkennen.

Statue der Kaiserin Kunigund, Mitbegründerin des Bistums Bamberg, auf der Unteren Brücke am Alten Rathaus gelegen.



Aussicht vom Denkmal auf Klein Venedig.



Am Stegende rechtsseitig erreicht man den westlichen Brückenkopf der Oberen Brücke. Hier erhebt sich der gigantische Rathausturm, welcher im Auftrag von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn (1729-1746) erbaut wurde.

Durchgang durch den Turm an der Oberen Brücke

Das waren meine ersten Eindrücke aus Bamberg für euch...die Altstadt hat mir sehr gefallen und wir haben in den zwei Tage viele schöne Impressionen gesammelt.
Kennt ihr Bamberg? Nein... dann ist ein Besuch unbedingt lohnenswert.
 
Meine Blümchen bringe ich fix zu Astrids floraler Sammlung nach Köln und wünsche euch ein tolles Wochenende.
 
Einen lieben Gruß von Marita
 
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Freitag, 10. Juli 2026

Freitagsblümchen & Schloss Herrenchiemsee und Fraueninsel

 Den ersten Frauenmantel habe ich letzte Woche heruntergeschnitten und zusammen mit Nepeta kubanica entstand eine gelb-blaue Blütenwolke im Übertopf auf dem Wintergartentisch. Dazu das Windlicht, welches dort seinen Stammplatz hat, und ein Trockenstrauß machen das Arrangement komplett.

Die schöne Mitteldecke von meiner Ma liegt noch vom Gartentag auf dem Tisch...

...und es gefällt mir so.

So nach und nach schaffe ich es euch meine Bilder vom Chiemseeurlaub zu zeigen und heute sind die im See gelegenen Inseln an der Reihe. Das Ausflugsziel schlechthin und ein MUSS für jeden Urlauber.
Der Chiemsee-Dampfer brachte uns frühmorgens von Prien, unserem Urlaubsort, über das "Bayerische Meer" als erstes zur Herreninsel. So schön entschleunigend war die Fahrt, auch wenn schon viele Urlauber die gleiche Idee hatten wie wir.

Das Neue Schloss Herrenchiemsee ist ein Baudenkmal in der bayerischen Gemeinde Chiemsee im Landkreis Rosenheim. Die Dreiflügelanlage wurde in den Jahren 1878 bis 1886 durch König Ludwig II. von Bayern von Georg Dollmann im Stil des Neubarock erbaut. Als architektonisches Vorbild diente Schloss Versailles. Hervorzuheben sind das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die Große Spiegelgalerie. 2025 wurde Herrenchiemsee als Teil der Schlösser König Ludwigs II. von Bayern zum UNESCO-Welterbe ernannt.
 
Hier und hier gibt es noch mehr nachzulesen. 
Infotafeln auf dem Weg zum Schloss. 
 
 
Nach einem Fußmarsch vom Anleger durch den idyllischen Wald- und Parkbereich erreichten wir nach 1,5km das Neue Schloss Herrenchiemsee, wo wir eine Führung gebucht hatten. Fotos gibt es davon nicht. 
Leider war es wie an allen Tagen der Auszeit sehr heiß und das Licht selbst am Morgen schon richtig grell. Die Fotos sind daher nicht so klasse geworden.
Schloss Herrenchiemsee sollte sein historisches Vorbild, das Schloss Versailles des Sonnenkönigs Ludwig XIV noch übertreffen. Es wurde aber nicht vollendet, doch auch so erlebt man eine perfekte Inszenierung von Prunk und Schönheit.  

Einer der Brunnen... der Fortunabrunnen
Der Fortuna-Brunnen im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee.
Geschaffen von Wilhelm von Rümann 1884-85 nach dem Vorbild eines
Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Auf der Spitze die Göttin Fortuna auf dem Glücksrad.
 
 
 
 Blick vom Schloss auf den Latonabrunnen

Der Famabrunnen
Der Fama-Brunnen ist im Parterre vor dem Schloß Herrenchiemsee. Geschaffen von Rudolf Maison 1884-85 nach dem Vorbild eines Brunnens im Königspalast La Granja de San Ildefonso in Spanien.
Fama, die geflügelte Figur des Ruhmes,
 reitet auf einen Pferd (Pegasus)

Wir liefen zurück Richtung Dampfersteg und direkt in der Nähe ...

liegt das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift (Altes Schloss), eines der ältesten Kloster in Bayern. In ihm tagte 1948 der Verfassungskonvent, in dem das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausgearbeitet wurde. Die Ausstellung war wirklich sehr lohnenswert und nur zu empfehlen.

Kaisersaal im Fürstenstock

Anschließend brachte uns der Dampfer zur Fraueninsel, hier die Klosteranlage schon von Weitem zu erkennen.
Das Kloster wurde der örtlichen Überlieferung zufolge von Herzog Tassilo III. und Liutberga von Bayern gegründet und am 1. September 782 zusammen mit der Klosterkirche geweiht. Dieses Gründungsdatum wurde in der Forschung lange als falsch und zu früh betrachtet, inzwischen gilt es nach historischen und archäologischen Untersuchungen wieder als korrekt. Einige Elemente der ursprünglichen Ausstattung sind noch erhalten und zeigen sowohl die reiche Ausstattung des Klosters durch seinen Gründer als auch deutliche Einflüsse durch die Kunst Italiens und des Mittelmeerraums, die vermutlich durch Tassilos Frau Liutberga vermittelt worden waren.

Um die Mittagszeit ... oder war es schon später...legten wir mit dem Schiff an und wollten uns zunächst stärken und das vielfältige gastronomische Angebot an Fischgerichten probieren -  eben die gesunde Variante zu Fleisch. ;-))

Danach war ein Spaziergang über die Insel Pflicht und es gab wunderschöne Aussichten u.a. mit Blick auf die Herreninsel mit Augustiner-Chorherrenstift

Malerische Impressionen überall in diesem urwüchsigen Insel-Dorf und kleine Lädchen luden zum Shoppen ein. An einem schönen Tablett kam ich dann doch nicht vorbei. ;-))

Der weiß getünchte Glockenturm der Klosterkirche ist das besonders eindrucksvolle Wahrzeichen der Insel.

Der achteckige Campanile mit seiner Zwiebelkuppel und dem Kloster Frauenchiemsee - auch Frauenwörth genannt - in seiner gesamten Größe.

Eingang über den Insel-Friedhof in die Münsterkirche...
Das Münster Frauenwörth (auch Münsterkirche Mariä Opferung) ist das historische Herz der Fraueninsel im Chiemsee. Als Teil des ältesten aktiven Benediktinerinnenklosters Deutschlands vereint die Kirche karolingische Grundmauern, romanische Fresken und ein gotisches Gewölbe. Die Grundmauern der heutigen dreischiffigen Basilika stammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Der Hochbau und das romanische Portal wurden um das Jahr 1000 bzw. im 11. Jahrhundert errichtet

Innenraum der Klosterkirche

Ein Naturdenkmal und eine Besonderheit sind die beiden Linden in der Inselmitte.
In der Inselmitte der Fraueninsel besteht bis heute ein kleiner Lindenhain mit zwei mächtigen Winterlinden: die Tassilolinde und die Marienlinde. Mit einem Umfang von ca. 8 Meter werden sie auf ein Alter von mind. 500 Jahren geschätzt, im Volksmund sind es die 1000jährigen Linden. Die Marienlinde ist noch als Baumruine erhalten und wird mit Seilen gesichert, während die Tassilolinde vital ist.

 

Die Tassilolinde schicke ich zu Astrids Baumfreunden.

Bevor wir dann in Prien wieder anlegten, hüpften wir bei unserer Rundtour auf dem Chiemsee in Gstadt kurz an Land und fuhren nach einer Kaffeepause in einem urigen, charmanten Café zurück zum Ferienort. Hier am Strand von Gstadt ist der Campanile der Fraueninsel rechts im Bild zu sehen.

Das war es mit meinen Bildern unserer Schiffstour zu den Inseln im Chiemsee....ich hoffe, mein Bericht war nicht zu lang für euch. ;-))
Nun stelle ich meine Blütenwolke zu Astrids Blumensammlung und wünsche euch ein feines Wochenende. Meins ist wieder komplett ausgebucht. ;-))
 
Einen lieben Gruß von Marita, 
die sich wundert, dass es immer Stunden dauert bis ihre Posts der letzten Wochen in der Sidebar angezeigt werden. :-((
 
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Freitag, 3. Juli 2026

Freitagsblümchen & malerisches Wasserburg am Inn

Die Präsentation sowie auch die Auswahl meiner Freitagsblümchen leiden ein wenig unter den Begleiterscheinungen des Küchenumbaus, denn hier steht alles mehr oder weniger noch Kopf. Das Wohnzimmer ist nicht vorzeigbar und so bekommt ihr meine Blümchen vom 19.06. zu sehen, die ich mir vor der beginnenden großen Hitze vom Blumenfeld geholt hatte. Zinnien mag ich so gerne, doch die Vorstellung auf dem alten Küchentisch von meiner Oma fällt etwas nüchtern aus.

Ich mag die farbigen Köpfe mit ihrem Kranz aus Blütenstaub so gerne und sie wanderten alle in die alte Zinnkanne auf die Schieferplatte von der Mosel.

Limetten dazu und ein Glaskerzenhalter, der länger schon nicht mehr beim FFD zu sehen war.

So märchenhaft farbig erscheint auch Wasserburg am Inn, ein mittelalterliches Städtchen auf einer malerischen Halbinsel in einer Innschleife gelegen. Es befindet etwas 25km nordwestlich des Chiemsees und ist berühmt für seine bunten Patrizierhäuser und Laubengänge.
Am letzten Tag unseres Chiemseeurlaubs parkten wir vor der Altstadt und passierten den Inn über die mächtig befahrene Innbrücke, die auch aufgrund des Farbanstrichs Rote Brücke genannt wird.. 

Brucktor

Obwohl es in Bayern im Mai wirklich trocken war führt der Inn noch reichlich Wasser...zumindest an dieser Stelle

Das Brucktor von der Innenseite gesehen

Und nun genießt einfach die wunderbaren Patrizierhäuser - beim Anblick kam bei mir reichlich mediterranes Feeling auf....einfach bezaubernd fand ich es dort.

Laubengang

So coool, der hübsche "Baumgeist"

Die Burganlage wurde 1085-1088 erstmals als Wazzerburch erwähnt. Sie war ursprünglich Sitz der Wasserburger Grafen und ab 1247 im Besitz der Wittelsbacher, welche die Burg vor allem in Krisenzeiten als kurzzeitige Residenz nutzten. Die Burganlage wurde 1526-1537 durch Herzog Wilhelm IV. erweitert. Heute ist im Herzoglichen Schloss und in weiteren Gebäuden der Anlage ein Seniorenheim untergebracht. 









Kernhaus am Marienplatz
Das nach der Wasserburger Patrizierfamilie Kern benannte Gebäude gegenüber dem Wasserburger Rathaus besteht aus mehreren mittelalterlichen Häusern. Um 1735/40 erhielten diese im Auftrag der damaligen Besitzer eine gemeinsame spätbarocke Stuckfassade - eine der bedeutendsten in Süddeutschland - durch den kurfürstlichen Hofstuckateur Johann Baptist Zimmermann oder seine Werkstatt. 



Ein erstes Rathaus wurde wohl frühestens um 1300 an dieser Stelle errichtet. Der heutige Bau wurde in seinen mittelalterlichen Teilen zwischen 1457 und 1459 von dem Wasserburger Baumeister Jörg Tünzl weitestgehend neu errichtet 


 
Ich hätte noch viele Bilder des idyllischen Städtchens zu zeigen, aber das würd hier den Rahmen sprengen. Wer Interesse hat schaut sich mal meinen Link der Sehenswürdigkeiten an, dort gibt es noch viele malerische Gebäude zu entdecken.
 
Nun verlinke ich mein kleines Sträußchen bei Astrids Blumensammlung und wünsche euch ein feines Wochenende. Meins ist mit Konzert und zwei Geburtstagsfeiern voll ausgebucht. ;-)))
 
Einen lieben Gruß von Marita, 
die nächste Woche hoffentlich Zeit für eine große Blogrunde findet.
 
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