Sonntag, 9. August 2020

Hinauf zum Vierseenblick und Engelseiche

Kommt ihr mit hinauf zum Vierseenblick oberhalb der Stadt Boppard???
Dann bitte einsteigen in den Zweiersessellift und wir werden 915 Meter hinaufgefahren....unter uns liegen die Weinhänge
 
und wir gleiten über 240 Höhenmeter zwischen der Talstation im Mühltal und dem Ziel hoch oben auf dem Gedeonseck entgegen. Unseren Abstieg über den Klettersteig beziehungsweise die Wander/Klettervariante könnt ihr rechts sehr schön erkennen. Und es wird schon anstrengend und ist stellenweise ziemlich steil und geröllbehaftet. 
Aber das schaffen wir schon!!! ;-))

Doch zunächst genießen wir den wunderschönen Ausblick auf den Rhein mit der klaren Fernsicht.
 
Bei sonnigen 26°C ist die gemütliche Fahrt hinauf recht angenehm und auch den weiteren Fußweg zum Vierseenblick meistern wir locker an diesem Sommertag.

Geschafft - angekommen am Aussichtspunkt Vierseenblick

Es hat sich gelohnt - unsere Impression vom Vierseenblick auf die Städte Osterspay, Filsen, Boppard und ganz oben Kamp-Bornhofen

Ein genialer Blick auf die Rheinschleife und die Stadt Filsen im Vordergrund.

Vom Vierseenblick wandern wir weiter hoch zur Engelseiche, die

ihren Namen dem Komponisten Engelbert Humperdinck (1854 -1921) verdankt. Der Komponist der Märchenopern "Hänsel und Gretel" und "Königskinder" sowie ungezählter Kinderlieder kaufte 1897 das "Humperdinck-Schlösschen" in Boppard. Bei ausgedehnten Waldspaziergängen ließ er sich von der Natur immer wieder für seine Melodien inspirieren und notierte in einem Taschen-Notenbuch die Musik, die ihm in den einsamen Wäldern zuströmte. Humperdinck wurde von einem Chronist als "poesivoller Tonpoet des deutschen Waldes" tituliert. Engelbert Humperdincks Gattin Hedwig zu Ehren wurde die Eiche auf dem benachbarten "Rastplatz" Hedwigseiche benannt.
So informiert uns das Hinweisschild.



Engelseiche im Sonnenlicht

Vorbei am beliebten Mountainbikerpark "Dirt Park"...da wird mir als Zuschauer schon bald schwindelig angesichts der Hindernisse und absolvierten Sprünge...machen wir uns an den Abstieg hinunter zur Talstation. 
Wie der Zufall es will, geraten wir entgegen unseres Plans auf den Kletter/Wandersteig und nicht auf die leichtere Abstiegsstrecke.
 
So what??? ... da müssen wir nun durch und bekommen dafür die Gelegenheit,

dem Segelfalter bei unserem Abstieg entlang des holprigen Weges aus nächster Nähe zu begegnen und der Hausherr das Glück, die schönen Schmetterlinge mit der Digi festzuhalten.
 
Die Flügel der Segelfalter sind cremefarben bis hellgelb gefärbt, darüber verlaufen quer einige unterschiedlich lange dunkle Streifen. Ein sicheres Erkennungsmerkmal sind die langen “Schwänzchen” an den Hinterflügeln.

Einer hat schon ein "Schwänzchen" eingebüßt, was infolge von Abnutzung passieren kann.
 
Flügelspannweite 60 mm bis 80 mm (Weibchen sind tendenziell etwas größer als Männchen), Raupenlänge bis zu 40 mm. Als ausgesprochen wärmeliebende Art bewohnt der Segelfalter sonnige, warme Lebensräume. Er ist unter anderem auf trockenen Magerrasen oder in felsigen Gegenden mit Gebüschen anzutreffen. Darüber hinaus ist er beispielsweise in Weinbergen zu finden. Wegen seiner Größe und seiner lebhaften Färbung gilt der Segelfalter als einer der schönsten in Mitteleuropa vorkommenden Tagfalter

Unten an der Talstation angekommen ist es nur ein kurzes Stück bis zum Rhein mit seiner mediterran anmutenden Uferpromenade. Wir werden begleitet durch zahlreich beschriftete Bäume u.a. der Esskastanie bis hin zur Altstadt von Boppard.

Blick auf die St. Severus und die Anlegerstelle

Mit diesen Ansichten verabschieden wir uns nun von Boppard
 
 





und haben fast 20.000 Schritte auf dem Zähler als wir das Auto erreichen. ;-))
Das war ein lohnenswerter Ausflug von der Mosel zum Rhein und ich hoffe, ihr habt ihn auch genossen und seid noch ein wenig fit.
 
Habt noch einen schönen Sonntag - kommt gut durch die nächste heiße Woche und lasst es langsam angehen.
 
Bis dahin, Marita
 
Den Post schicke ich zu Nicole niwibo sucht ... Ausflüge II
zu Hummelellis "Schönes Deutschland" und die Engelseiche zu Astrids Linkparty "Mein Freund, der Baum".
 
 
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Freitag, 7. August 2020

Freitagsblümchen & der Kaisermantel

Dahlien vom Blumenfeld stehen heute in der Vase...was hab ich gebraucht !!! bis sie mir von der Anordnung gefielen.... so oder

so dürfen sie nun stehen bleiben.

Auf der Holzscheibe fand ich sie nicht so dolle, also ein weiterer Versuch mit dem Häuschen, welches eigentlich an die Wand gehört.

Red Sentinel lässt zahlreich seine Äpfelchen fallen und die kamen sehr gelegen, da sie sich hervorragend zur Deko eignen.
Die endgültige Version habt ihr ganz oben gesehen.

Die Bilder vom Kaisermantel an Echinacea aus dem Lavendel-Wingert bei Lehmen möchte ich euch noch zeigen.....passen farblich - wie ich finde - super gut zu Dahlien und Zieräpfeln, was meint ihr? ;-)

Sonnige, offene Waldränder, Waldwege sowie -lichtungen mit Blüten oder mit Sträuchern bewachsene Ränder und Wiesen, die von Wald umschlossen sind, gehören zu den bevorzugten Lebensräumen des Kaisermantels. Man trifft die Tiere nur selten außerhalb von Wäldern beziehungsweise abseits von deren Rändern an.

In Mitteleuropa gehört der Kaisermantel zu den eher großen Tagfaltern. Hinsichtlich ihrer Färbung unterscheiden sich die beiden Geschlechter ein wenig. Bei den Männchen ist die Oberseite beider Flügelpaare kräftig orange gefärbt, darauf befinden sich braune Flecken sowie auf den Flügeladern 1 bis 4 jeweils braune Duftschuppenstreifen.

Weibliche Individuen zeigen auf der Oberseite der Flügel eine dunklere orangefarbene bis leicht grünliche Grundfärbung. Sie tragen braune Flecken auf den Flügeln, aber keine Duftschuppenstreifen.



Beide Geschlechter haben blass orange gefärbte Unterseiten der Vorderflügel. Graugrün überhaucht sind die Unterseiten ihrer Hinterflügel. Typisch für diese Schmetterlingsart ist ein schmales, silbriges Band, das auf der Unterseite der Hinterflügel vom Vorderrand zum Innenrand reicht.

Das Verbreitungsgebiet des Kaisermantels ist sehr groß. Es erstreckt sich über Teile Europas sowie über die gemäßigten Gebiete in Asien - zum Beispiel in Russland und China - und reicht bis nach Japan. In Teilen Nordafrikas kann man die Art ebenfalls antreffen.

Wegen des silbrig gefärbten Bandes auf der Unterseite der Hinterflügel wird diese Schmetterlingsart im deutschen Sprachraum auch als Silberstrich bezeichnet.

Erwachsene Falter saugen besonders gern Nektar an Brombeerblüten, Skabiosen und Disteln. Dort lassen sie sich oft lange zum Trinken nieder und können entsprechend gut beobachtet werden.

Zum Schluss ein kleiner Blick auf mein Häkelprojekt...da hat mich das Netz mal wieder inspiriert und befeuert in meinem Entschluss ganz fix ein Tischset zu fertigen.
Das Jutegarn wurde bestellt und ruckzuck geliefert, die 8ter Häkelnadel hatte ich bereits bei diesem Häkelkörbchen benutzt und schon konnte ich loslegen. Das komplette Set kann ich euch möglicherweise mit den nächsten Freitagsblümchen präsentieren. ;-))

Wie ist es mit eurer Kreativität - welche Projekte habt ihr gerade "in der Mache" oder geplant?
Auf euer Feedback bzw. Berichte bin ich gespannt.

Ein tolles Zitat von Albert Einstein ist so passend dazu:

Kreativität ist
Intelligenz, die Spaß hat. ;-))

Kommt gut durch das heiße Wochenende -
bis dahin lasst es euch gutgehen.

Marita

Meinen Post schicke ich zum Friday-Flowerday bei Helga/Holunderbluetchen -
die letzten Tage bin ich kaum zur Blogrunde gekommen, doch das wird heute nachgeholt und auch eure Blümchen schaue ich mir wieder gerne an.  ;-)
Außerdem verlinke ich diesen Post beim Sommerglück bei Gartenwonne
 
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Sonntag, 2. August 2020

Im Lavendelwingert & bei der Töpferin

Ihr Lieben, zunächst einmal herzlichen Dank für eure Glückwünsche... nein, ich habe nicht gerundet, ein ganz normaler Geburtstag, der in der großen Familienrunde mit Kindern und Geschwistern von max. 10-12 Personen Ende August zuhause nachgefeiert wird.

So nun aber nach Lehmen an die Mosel - dieses Örtchen besuchten wir auf der Hinfahrt zu unserer Unterkunft.
Alljährlich geht es für uns zur Weinlese im Oktober ein paar Tage an die Mosel - immer in die gemütliche Ferienwohnung unseres Winzers. In diesem Jahr steht hier zu der Zeit eine größere Umbaumaßnahme an, so dass wir Ende Juli dort ein paar Tage verbrachten.
Vieles haben wir in den letzten 14 Jahren jaja ;-)) schon gesehen - in der näheren und weiteren Umgebung der Mosel bis nach Luxemburg und auch die Hin- und Rückfahrten werden für sehenswerte Abstecher genutzt.
Welch ein Zufall, dass Nicole niwibo gleich drei interessante Ausflugstipps im Juli vorstellte, die wir flugs auf unsere to-visit-Liste setzten und somit erübrigte sich der Blick ins Internet. Unsere Fahrräder hatten wir auch wieder huckepack und natürlich wurde auf dem Moselradweg geradelt.

Als erstes stand auf dem Hinweg der Lavendelwingert  der Lehmer Ratzejunge - ein Verein, der sich u.a. für den Natur- und Umweltschutz engagiert - in Lehmen auf unserem Besuchsprogramm. Ein Hinweisschild klärt über die heutige Interessengemeinschaft und den Begriff Ratzejung auf ....mit der Raz, einem geflochtenen Rückentragekorb, wurde zur damaligen Zeit der Stallmist von den Jungs in den Weinberg getragen.
Blick durch eines der Schaufenster der Natur.... und siehe da....das erste Taubenschwänzchen tauchte auf.



 Statt grüner Reben hat sich Lavendel an den Hängen in der Würzlay breit gemacht. Wingert ist das Wort für Weinberg und mit dem Ratzejungenwingert kam der Duft der Provence an die Mosel.

Leider war am Wochenende zuvor die duftende Pracht herunter geschnitten worden, jedoch standen einige Büsche noch in Blüte. Die Weinbergpfirsiche hatten schon eine entsprechende Erntegröße...doch vielleicht fehlt da noch ein wenig Sonne. ;-)



Aber auch sonst hatte der Weinberg viel zu bieten, denn dort summt und brummt es.
Bienen, Hummeln und Schmetterlinge umschwirrten die Blüten.

Hier kann man sehr schön die frisch geschnittenen Lavendelbüsche erkennen.

Den Kaisermantel konnten wir vielfach beobachten, die Aussschau nach Apollofalter oder Segelfalter war nicht von Erfolg gekrönt.

Schön war es und nun nehme ich euch mit in die Töpferei von Ute Bruns
in Lehmen. Wir hatten richtig Glück, das Tor zum Innenhof stand offen und ich bin einfach mal vorsichtig rein, obwohl der Montag nach den Öffnungszeiten als geschlossen galt. Allerdings sind zu Coronazeiten alle Künstlermärkte abgesagt, so dass Töpferei und Ausstellungsräume bei Anwesenheit auch geöffnet sind.

Der erste Eindruck hat mich nicht getäuscht...wir waren in eine wunderschöne kreative Künstleroase eingetaucht.
Schaut einfach selbst...ich weiß, dass es sich hierbei nun um Werbung handelt, doch die mache ich gerne, denn ich war total begeistert von dem vielfältigen Sortiment.
Und... das sei hier auch noch ausdrücklich erwähnt.... alles unbeauftragt, unentgeltlich und auch das Kronenwindlicht selbst bezahlt.

Zunächst geht es mit euch in den Ausstellungsraum unters Dach, da wurde schon etwas verpackt....

vielleicht ein Teil der Engelsparade???

Hach, diese Vasen hatten es mir auch angetan, aber dann sah ich das Kronen-Windlicht in der Werkstatt.
Möchtet ihr mal schauen, wo all die kleinen und großen Kunstwerke entstehen?

Voilà, hier arbeitet die Töpferin...wie schön, dass ich auch Arbeitsflächen und Brennofen fotografieren durfte. Handwerk begeistert mich ja immer und vor allem, wenn man mal hinter die Kulissen schauen darf.

Und dann ging es in Begleitung der Töpferin hoch in den Garten...es gab eine kleine Führung durch das Refugium der beiden Laufenten.



Zwischen den getöpferten Dekorationen tummelten sich Hummeln und Schmetterlinge in den Beeten....

und die Gartenfeen.

Zurück in die Ausstellungsräume....alles ist so wunderschön und liebevoll dekoriert.... das Windlicht auf der Holzbohle hat mich auch total verzaubert, vielleicht im nächsten Jahr. ;-))





Nun schicke ich meinen Post zu niwibo sucht ... Ausflüge II, denn Nicole sammelt auch im August weitere Posts über unsere Unternehmungen aus nah und fern.

An dieser Stelle bedanke ich mich noch einmal bei Frau Bruns, dass ich meine Bilder aus ihrer Töpferei auf meinem Blog zeigen darf.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine gute erste Augustwoche, die hier mit einem kleinen Temperatursturz und einiges an Niederschlag beginnt bevor es Mitte der Woche für anderthalb Wochen vorhergesagte 30°C - 34 °C gibt.
Doch wenigstens sollen sich die nächtlichen Temperaturen unter 20°C bewegen.... puhhh, Glück gehabt.

So habt es fein - bis dahin, Marita

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