Sonntag, 23. April 2023

Jahresprojekt 2023 - Werne, die Stadt an der Lippe

 Habt ihr nochmal Lust im Rahmen des Jahresprojekts bei Andrea/dieZitronenfalterin auf eine Stadtführung durch die Stadt an der Lippe....genau genommen waren wir am 17.03.2023 in Werne unterwegs, knappe 20 km von meiner Heimatstadt im südlichen Münsterland an der Lippe gelegen. Die Stadt hat knapp 30.000 Einwohner und gehört zum Kreis Unna im Regierungsbezirk Arnsberg in NRW.
 
 
Ganz besonders auffällig ist das historische Rathaus...dazu ist hier zu lesen:
Das Alte Rathaus am historischen Marktplatz wurde zwischen 1512 und 1514 erbaut und 1561 endgültig fertiggestellt. Neben der benachbarten Christophorus-Kirche und dem Alten Steinhaus gehört es zur ältesten steinernen Bausubstanz der Stadt. Das Bürgertum von Werne, in Zünften organisiert, demonstrierte durch dieses Gebäude Macht und Wohlstand. 
Die gotischen Laubengänge dienten auch als Warteraum, Stätte für öffentliche Bekanntmachungen und Wachstube. In der erhöhten Ratskammer versammelte sich das Ratsgericht. Kernstück war der Ratssitzungssaal im Obergeschoss. Auch heute tagt der Rat in diesem unter dem Namen Bürgersaal bekannten Raum. 
Der Autor Karl Eugen Mummenhoff schrieb einst: „Das Rathaus gleicht vollkommen einem münsterischen Bogenhaus. Nach der Zerstörung aller alten Bauten in Münster hat es daher für die Profanbaugeschichte einen hervorragenden Wert. Zugleich ist es ein besonders schönes Beispiel für ein spätmittelalterliches münsterländisches Kleinstadtrathaus.“
 
Marktplatz mit dem Rathaus....mein erster Gedanke, es erinnert mich an die Gebäude am Prinzipalmarkt in Münster.

Die Zeche Werne war die erste Zeche nördlich der Lippe. Ihren Namen erhielt sie nach dem gleichnamigen Ackerbürgerstädtchen. Dieses hat sich in der Altstadt mit seiner jahrhundertealten Bausubstanz (viel Fachwerk) seinen ursprünglichen Charakter erhalten und zeigt anschaulich, wie sich die kleinen Städte im östlichen Ruhrgebiet vor der Industrialisierung präsentierten. Erstmal erwähnt wurde Werne schon um das Jahr 800.
Die Zeche lag südlich der heutigen Innenstadt und prägte wegen ihrer relativ kleinen Betriebsflächen das Stadtbild nicht sehr stark. Die Zechenkolonie lag anfangs noch getrennt östlich der Altstadt.
 
...mehr über den Bergbau kann man hier erfahren.

Eingang des Karl-Pollender-Stadtmuseums, benannt nach einem Realschullehrer aus Werne, mit Wärmehäuschen links.
Rings um den Kirchhof...

...stehen die sogenannten Wärmehäuschen aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurden einst von den Bauern der Umgebung als Speicher und zum Aufwärmen nach dem Kirchgang benutzt. Besonders sehenswert ist das Fachwerkhaus Nr. 15 mit seinen geschnitzten Blattmasken von 1562. Das Fachwerkhaus Nr. 24 zwischen Kirchhof und Roggenmarkt von 1447 gilt als eines der ältesten Kleinfachwerkhäuser Westfalens.

Die geschnitzten Blattmasken von 1562 am Fachwerkhaus Nr. 15



Fachwerkhaus Nr. 24 von 1447 natürlich komplett restauriert. Im Hintergrund die St. Christopheruskirche um deren Kirchhof die Fachwerkhäuser stehen.

Karl-Pollender-Stadtmuseum siehe auch oben wurde 1962 als Heimatmuseum von Karl Pollender eingerichtet und beherbergt heute das Stadtmuseum und das historische Archiv von Werne.

Unten nochmal die Fachwerkhäuser am Kirchhof

Das Alte Steinhaus ist der ehemalige Sitz eines Burgmanns am Moormannplatz in Werne, Kreis Unna. Es wurde im 13. Jahrhundert von einem Drosten der Abtei Werden errichtet und gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Es war das erste ohne Fachwerk, ganz aus Stein erbaute Haus in Werne.
Nach 1400 erwarb es ein Ritter von Lembeck, 1484 kam es an Rötger von Diepenbrock, 1560 erbten die Herren von Merveldt zu Westerwinkel das Haus und dazugehörige Nebengebäude und blieben Besitzer bis 1806. Es kam in private Hände, bis es die Werner Firma Moormann erwarb. 1981 entwarf der Bildhauer Gregor Telgmann aus Kamen für den Platz vor dem Haus den Moormannbrunnen. Seit 1983 befindet sich im Alten Steinhaus die Stadtbücherei Werne.


Werne liegt genau auf dem baltisch-westfälischen Jakobsweg und ist Übernachtungsstation für Wanderer auf der historischen Pilgerroute.
Mit der Kennzeichnung des historischen Jakobsweges ist Werne um eine Attraktion reicher geworden. 2008 wurde diese Lücke von Osnabrück über Werne an der Lippe bis nach Wuppertal geschlossen und gekennzeichnet.

Den Stempel erhalten die Pilger im Kapuzinerkloster in der historischen Innenstadt. Hier ist auch eine Übernachtung im „Pesthäuschen“ möglich.
Es gibt aber auch die Möglichkeit im benachbarten 4-Sterne-Hotel am Kloster zu übernachten, welches auch von vielen Radtouristen genutzt wird, da es sich um ein zertifiziertes ADFC Bett + Bike Hotel handelt.
Unbeauftragter und kostenloser Werbemodus aus. ;-)) 
 

Mit dem Einzug der Kapuziner 1659 wurde das heute noch vollständig erhaltene Kloster mit Klosterkirche gebaut. Im Kapuzinerkloster mit Kirche an der Südmauer leben Kapuziner, die Gästen der Stadt gern einen Blick hinter die dicken Klostermauern gewähren. Das Kloster und die Kirche wurden zwischen 1671 und 1680 erbaut. Sehenswert sind vor allem die barocken Altäre und die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert.
 
Das 1991 errichtete Gradierwerk hat eine Größe von 50 Metern Länge und neun Metern Breite und liegt in unmittelbarer Nähe zum Stadtsee. Hier können Besucher die Heilwirkung der Sole für ihre Gesundheit nutzen. Die Sole rieselt über eine Wand aus Schwarzdorn, sodass beim Auftreffen auf die Dornen ein feiner Nebel entsteht. Dieser reichert die Luft mit Sole an und erzeugt ein maritimes Klima.

Blick vom Gradierwerk auf den Stadtsee - direkt in der Nachbarschaft liegt das Solebad, welches ich schon als Jugendliche besucht und damals das Plantschen im warmen Solewasser genossen habe. Der letzte Besuch ist aber schon ewig her und zwischenzeitlich wurde das alte Bad ab 2016 abgerissen und 2019 wurde das neue Solebad Werne eröffnet.



Blick von Ende des Stadtsees auf das Gradierwerk...könnt ihr es erkennen?

Nachwuchs bei den Nilgänsen


Auf unserem Rundgang gelangten wir immer wieder auf den 11km langen Pfad der Menschenrechte und kamen in der Innenstadt am Brunnen zu Redewendungen/Sprichwörterbrunnen vorbei.

Dieses Schild hängt an einer Konditorei, die 2016 zur westfälischen Konditorei gewählt wurde. So ein Schild hatte ich bislang noch nicht gesehen.
Es geht zum nächsten Schilderwald bei Arti.

Mit einigen Bronzeskulpturen im öffentlichen Raum von Werne bin ich nun am Ende meines Posts angelangt.
Links Sterntalergruppe oder das zerbrochene Sparschwein, unten der Ausrufer vor dem Rathaus und rechts der Schweinehirt.

Die Widerspenstige

Wer von euch bis hierher durchgehalten hat, der hat sich eine kleine köstliche Belohnung verdient....selbstgebackener Kuchen in einem kleinen Café serviert.
 
Damit wünsche ich euch einen gemütlichen Sonntag - hier werden gleich zwei Freundinnen zu Kaffee und Kirschmuffins erwartet bevor es heute Abend zum Kabarett mit Frieda Braun geht...ich mag sie und ihre kesse Darbietung von Lösungen zu allen Lebensfragen und Krisen, die der ganz normale Alltag zu bieten hat.
Jedenfalls gibt es immer viel zu lachen.

  Meinen Post verlinke ich mit der Sammlung aller Jahresprojekte bei Andrea/dieZitronenfalterin.
 
Bis demnächst - habt es fein, Marita
 
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Freitag, 21. April 2023

Freitagsblümchen, Glückspäckchen & perfektes timing

  Eierkerze und Huhn im Federkranz erinnern noch ein wenig an die vergangenen Ostertage und auch die Zweige vom Osterstrauß, die nun etwas Grün getrieben haben. Aus dem Garten kommen die burgunderfarbenen Tulpen und vom Floristen die prächtigen weißen Löwenmäulchen dazu.

Aus anderer Perspektive

... die Löwenmäulchen machen richtig was her und sind unbestritten die Stars der Vasenfüllung.

Als hätten die Zusteller meinen letzten Post gelesen erreichte mich in Windeseile ein wunderschönes Päckchen der lieben Nicole. Sie hatte ein besonderes Buch abzugeben, welches ein florales Nachschlagewerk, Kochbuch und Krimi in einem ist. Nicht nur die Kombination sondern auch das Cover sprach mich an und so hüpfte ich in den Lostopf....und tatsächlich fiel das Glückslos auf mich. Bin schon sehr gespannt auf die Lektüre.
Schaut mal wie schön es verpackt wurde mit einer Frühlingspost-Karte dazu ...
 
...leider ging die Post nicht sehr pfleglich mit dem Päckchen um und die wunderbare Feder musste einen kleinen Eingriff über sich ergehen lassen. Das tat meiner Freude aber keinen Abbruch. Die Feder ist sicher von dir aus Raysin selbstgemacht...oder liege ich da falsch, liebe Nicole? ;-))
Hab vielen lieben Dank für das hübsche Buchpäckchen.
 
Wahnsinn, dies war schon mein zweiter Gewinn in diesem Jahr, denn ganz liebe Post erreichte mich bereits im Februar von Gabi. Ich hatte bei ihr ein schönes Stempelset gewonnen. Auch darüber habe ich mich riesig gefreut!!!
 
Schon zweimal gab es daher einen freudigen Feiertag, der direkt ein Kreuzchen beim Jahresbingo von Anni und Sabine bekommt.

Perfektes timing für eine Bilderstrecke gelang mir am Sonntag bei unserem Spaziergang in Münster an der Aa ....diesen Graureiher bei seinem Beutezug mit der Kamera zu fotografieren. Allerdings dauerte es uns mit der Beute dann doch zu lange und wir liefen weiter.
Ich mag diese wunderschönen Vögel und ihre Art durchs Wasser zu schreiten.

Graureiher sieht man in ganz Europa und sie gehören zu unseren einheimischen Vogelarten und haben eine Größe von bis zu 1m und können bis zu 25 Jahre alt werden.



Graureiher gehören in Deutschland zu den Standvögeln. Im Winter sieht man sie an der Uferkante von Seen nach Nahrung suchen. Häufig sieht man dort auch die Silberreiher, die ebenfalls den Winter in Deutschland verbringen.

Aus anderer Position

Meine heutige Vasenfüllung bringe ich zu all den anderen, die sich bei Astrid/Le monde de kitchi einfinden und der Graureiher darf zu Elkes DND.

Jetzt freue mich auf ein Wiedersehen mit (ur)alten Kolleg*innen, die ich teils seit 2016 nicht mehr gesehen habe, denn es geht gleich zum Frühstückstreffen in die große Stadt.

Einen guten Start ins Wochenende wünsche ich euch allen - lieben Gruß von Marita

Wegen Verlinkung u.a. auch beim Frühlingsglück ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.