Montag, 2. Februar 2026

Windmühlen-Blickfang in der Nachbarschaft

 Mein Post über die Windmühle auf dem Höxberg vom 25. Januar ist bei euch so gut angekommen, dass ich mir neben meiner Kerzen-Challenge für 2026 vorgenommen habe einige Windmühlen zu besuchen und darüber zu berichten. Ich war wirklich erstaunt wieviele Mühlen es nicht nur in meiner nächsten Umgebung sondern auch in ganz NRW gibt. 
Hier gibt es etwas dazu nachzulesen. 
 
Am Freitag bin ich bei bombastischem Winterwetter am Vormittag eine Runde in den Nachbarort bzw. Stadteile gefahren und habe die vier "Heimatmühlen" nicht nur für euch ;-))) geknipst.
Diese Mühle sehe ich immer von Weitem, wenn wir einmal wöchentlich zu den Enkelinnen fahren.... eine Holländerwindmühle - sie wurde im Jahr 1809 in der Bauernschaft Sunger in Albersloh durch die ehemaligen Besitzer Kerkering zur Borg errichtet. Die ehemaligen 1,50m breiten Flügel kamen als Flügelpaar auf eine Spannweite von ungefähr 22m.

Einfach klasse die Ansicht mit schneebedeckten Feldern ... 
von der zweiten Etage der dreigeschossigen 21m hohen Mühle gelangte man auf die damalige Galerie, die von mächtigen Holzbalken getragen wurde. Die drehbare Kappe mit den Flügeln wurde mit großem Kraftaufwand per Hand am Stert mit Ketten in den Wind gedreht. Bis 1938 wurde die Mühle hauptsächlich mit Wind betrieben, erhielt aber schon im Jahre 1870 eine Dampfmaschine für windstille Zeiten. 1914 folgte ein Dieselmotor und 1942 wurde ein Elektromotor eingebaut.

Im Jahr 1945 wurde die Mühle so beschossen, dass die Mühlenkappe und die Flügel abgenommen werden mussten und im Jahr 1946 auch der hölzerne Umgang wegen Baufälligkeit. 
Und so meine Ansicht einmal ohne Zoom...

 Die Mühle Uhlenbrock befindet sich seit fünf Generationen in Familienbesitz seit im Jahre 1883 Heinrich Wilhelm Uhlenbrock die Mühle von den Vorbesitzern Kerkering zur Borg gekauft hatte. Im Jahre 1990 wurde sie zusammen mit dem Lagerhaus vom Pächterehepaar vollkommen entkernt und saniert und wird seitdem bewohnt. Das Lagerhaus rechts der Mühle könnt ihr auf den Bildern ebenfalls erkennen.  
Hier wurden die Details, die ich im Post erwähne, in der Presse veröffentlicht.
 
... hier dann bei maximaler Möglichkeit des Fotoapparats. 

Und direkt gegenüber an der Landstraße steht die alte Mühle, die ich euch mit diesem Post in 2016 schon mal vorgestellt hatte.
Dazu habe ich meinen damaligen Text der Einfachheit halber kopiert. ;-)))
Die alte Mühle blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, so konnte ich im Net lesen – im Jahre 1811 wurde die Bauerlaubnis für eine Windmühle erteilt, 1832 an einen Bauern verpachtet und 25 Jahre später brannte sie bis auf die Grundmauern nieder.

Aus Bruchsteinen eines nahegelegenen Steinbruchs errichtete der Eigentümer daraufhin eine massive Windmühle in dreistöckiger Bauweise.
Auf der verputzten Außenwand kann man das Baujahr 1858 ablesen.

Dann wurde im Jahr 1880 eine Dampfmaschine in die Mühle eingebaut, die als Antriebskraft an windschwachen Tagen dienen sollte.

Unter Denkmalschutz steht sie seit 1989 und bis vor einigen Jahren wurde dort ein Landhandel betrieben.

"Zu schade wäre es, wenn so ein schönes traditionsreiches Gebäude langsam aber stetig verfällt" schrieb ich damals, aber eine neuerliche Nutzung in den letzten 10 Jahre ist mir nicht bekannt.

Weiter ging es mit dem Auto zur ehemaligen Kornwindmühle aus dem Jahre 1810 in Rinkerode. Eine Fernstraße von Münster durch die Davert nach Hamm oder Werne und von dort weiter nach Köln entstand im 18. Jahrhundert und an dieser neuen Chaussee ließ Graf von Galen die Windmühle erbauen, für die die gute Erreichbarkeit sehr nützlich war.Muehlenmuseum
  
   Als im Jahre 1978 ein engagiertes Ehepaar das Anwesen von einer Müllerfamilie übernahm war es in einem ruinösen Zustand. Durch viel Eigenleistung wurde das ehemalige Dampfkesselhaus zu Wohnzwecken umgebaut. Dazu wurde die marode Mahltechnik von 1935 wieder flott gemacht. 
Im Jahre 1995 wurde ein Mühlen- und Gerätemuseum eröffnet. 

Heute stehen das Mühlengebäude und auch die Technik unter Denkmalschutz und gehören zur Industriekultur Nordrhein-Westfalens. Ein Elektromotor treibt die Dampfmaschine an, die auf fünf Ebenen die gesamte Vermahlungsanlage in Gang setzt. Die Maschinen drehen sich im Zeitlupentempo, so dass alle Vorgänge genau zu beobachten sind.

Der jährlich wiederkehrende Mühlentag findet stets am Pfingstmontag statt und mit den Kids waren wir damals dort im Mühlenmuseum und die Aktionen rund um diesen Tag waren für alle Besucher immer sehr informativ und lehrreich. 

Nach 46 Jahren ging in 2024 das Anwesen in den Besitz einer jungen Familie aus dem Ort über. Ob es in 2026 einen Mühlentag am Museum gibt kann ich gar nicht mal sagen.

Danach stand die letzte Mühle auf dem Plan, die ich nach ca. 15km Autofahrt erreichte. 
Rubberts Mühle ist das Wahrzeichen Walsteddes und befindet sich ebenfalls in Privatbesitz. 



In welchem Jahr das unter Denkmalschutz stehende Gebäude tatsächlich gebaut wurde ist nicht bekannt. Aus der Historie geht hervor, dass Hermann-Theodor Rubbert im Jahr 1865 die Mühle käuflich erwarb.



Nun bin ich am Ende meiner Vorstellung und bin gespannt, ob ihr auch ähnliche Mühlen in eurer näheren oder weiteren Umgebung kennt.
Die Münsteraner Bockwindmühle im Mühlenhof-Freilichtmuseum hatte ich euch bereits hier und hier vorgestellt.
 
Nun wünsche ich euch eine schöne erste Februarwoche...  ein Frühstück mit den Yogafrauen und einen Spaziergang habe ich heute schon hinter mir, gleich stehen Muckibude und homecleaning auf dem Programm.
 
Die monatliche Mühlentour würde sich sicher als Jahresprojekt 2026 eignen, doch bin ich nicht sicher, ob ich es auch wirklich schaffe jeden Monat eine neue Mühle zu besuchen und darüber zu berichten. Mal sehen, was Andrea/die Zitronenfalterin davon hält.
 
Einen lieben Gruß von Marita, die nach einem ausgefüllten Wochenende gleich mal bei euch vorbei schaut.