Sonntag, 15. Februar 2026

Windmühlen - Blickfang aus der Drubbelstadt

 Am 1. Februar war das Wetter so fantastisch für einen Ausflug zu weiteren nächstgelegenen Windmühlen - unsere Ziel war zunächst die Ennigerloher Mühle etwa 30km von Zuhause entfernt.
 
Der Standort der Ennigerloher Windmühle hat eine lange Geschichte. Bereits 1498 wurde auf dem sogenannten „Mühlengeist“ eine Mühle errichtet. Der Mühlenbauer Franz Wiek baute 1869 die heutige Windmühle auf dem kleinen Wall, wo bereits mehrere Vorgängerbauten ihren Platz hatten. Dabei wurde für das Mauerwerk und den Mühlenturm mit seiner typisch runden Kegelform weißer, gebrochener Kalkstein verwendet. 

Noch heute ist die Mühlentechnik weitestgehend erhalten. Lediglich die Mahlgänge und die Zwischenböden fehlen. Während das Mauerwerk der Mühle tadellos erhalten war, sah es im Inneren schlecht aus. Durch marode tragende Balken und statische Schäden an der Durchfahrt bestand akute Einsturzgefahr. Auch die Elektrik wies erhebliche Mängel auf. Da die Windmühle Ennigerloh eine städtebauliche und landschaftsprägende Bedeutung hat und zugleich das Wahrzeichen der Gemeinde ist, unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz verschiedene Restaurierungsmaßnahmen.
Quelle
 
 Blick vom Backhaus auf die Windmühle


 
Bei der Ennigerloher Mühle handelt es sich um eine Wall-Holländermühle.
 
Eine
Wall-Holländermühle (auch Bergholländer) ist ein Windmühlentyp, bei dem der steinerne Unterbau auf einem künstlichen Erdwall errichtet ist. Dieser Wall bringt das Windrad höher in den Wind und ermöglicht den Zugang zu den Flügeln und der Kappe von der Galerie oder dem Wall aus. Typisch sind ein gemauerter Sockel, oft mit Durchfahrt, und eine drehbare Kappe....erläutert die KI 

Dieser bemooste Mühlstein hat schon ein längeres Böschungsleben hinter sich.

Über den nächsten mit Semps bestückten bzw. bewachsenen Mühlstein geschaut...

...auf das historische Backhaus auf dem Mühlenanger direkt gegenüber der Windmühle.
  Dort wird regelmäßig jeden 3. Samstag im Monat von März bis November gebacken und zu Sonderterminen ebenfalls.
Altes Fachwerk, historische Klinker- und Deelensteine, Hohlpfannen und alters Eichenholz – nach alter Handwerksart 2023 gebaut...hier ist die Enstehungsgeschichte nachzulesen. 

Ennigerloh im Kreis Warendorf gelegen entwickelte sich von einem landwirtschaftlich geprägten Dorf zur "Drubbelstadt" mit starker Zementindustrie. Nach den ersten urkundlichen Erwähnungen 860 und dem Bahnbau 1847 wandelte sich der Ort durch den Kalkabbau zur modernen Kleinstadt, die heute mit den eingemeindeten Ortsteilen Enniger, Ostenfelde und Westkirchen etwas über 20.000 Einwohner zählt.  
Hier ein Blick auf unserem Weg Richtung Innenstadt auf das ehemalige Anneliese Zementwerke AG und heutige HeidelbergCement AG.

Im recht überschaubaren Ortskern angekommen erblickten wir die ersten Fachwerkhäuser. Hier soll man gut speisen können...jedenfalls duftete es am geöffneten Fenster schon sehr gut.

Der Blick auf den Drubbel, eine historische ländliche Siedlungsform um 1700.
 
Ein Drubbel umfasst zwischen drei und 15 Gehöfte mit ihren zahlreichen Nebengebäuden in lockerer Anordnung und bildet oft den Siedlungskern einer Streusiedlung. Der Begriff ist vor allem in Westfalen gebräuchlich, wo er auch als Straßenbezeichnung in der Altstadt von Münster, nördlich des Prinzipalmarktes, verwendet wird, in der Recklinghäuser Altstadt als Drübbelken usw. 

Hubertusdenkmal von 1906

Freistuhl Femegericht - ein Femegericht war ein meist im späten Mittelalter (vor allem 14./15. Jahrhundert) tätiges Sondergericht, das außerhalb der staatlichen Gerichtsbarkeit agierte. Diese nicht öffentlichen Laiengerichte waren oft in Westfalen verbreitet. 
Erinnerungstafel und ...

die 1,60 m hohe Drubbelstele aus Kalksandstein - sie trägt die gleiche Inschrift wie
 
der Femebrunnen am kleinen Drubbelhaus....

...entdeckt ihr es???

Kneipenschild ;-))

Der erste Stromkasten, der uns begegnet ist für Kirstens Linkparty

Activity-Stop für die Kleinen auf dem Spaziergang

"Alte Brennerei Schwake" wurde in den 1980er Jahren für seine heutige Bestimmung umgebaut. Es ist eine ehemalige Schnapsbrennerei, in deren Gebäude sich nun 2 Kinos, ein Kultur- und Begegnungszentum sowie Kleinkunstbühne befinden. Außerdem fungiert sie auch als Ausstellungsraum. 

Wunderschön erhaltenes Fachwerkhaus
 
Nach dem Rundgang durch Ennigerloh fuhren wir nach Westkirchen, einem Ortsteil von Ennigerloh, denn dort hatte ich vor Jahrzehnten in dieser Windmühle eine Weihnachtsfeier im großen Kollegenkreis. Ganz ehrlich, nach vierzig Jahren und mehr habe ich die Gegend nicht wiedererkannt, da rund um die Mühle nun alles bebaut ist.
Hier könnt ihr die Geschichte der 1810 in Betrieb genommenen Westkirchener Mühle vom Typ "Galerieholländer" nachlesen. Weshalb sie sich nun ohne Flügel zeigt weiß ich leider nicht.

 Die verwitterte Motivkugel oben auf den Bild mal aus der Nähe rundherum betrachtet.



 Und hier nun der zweite Stromkasten mit einem Gemälde der Westkirchener Windmühle.

Zum Schluss noch ein Blick auf Haus Dieck, das als Gutshof zum ersten Mal im Jahr 1276 erwähnt wurde. Der damalige Besitzer Conrad de Dieke gab der Wasserburg auch seinen Namen. Haus Dieck war im späten Mittelalter eine viereckige Burganlage mit 9m breiter Gräfte und damit zählt das Haus zu einer der vielen Wasserburgen im Münsterland. 
 
Das barocke Herrenhaus mit dem davor liegenden Torhaus befindet sich in Privatbesitz.

 Das war mein Monatsspaziergang und nun bin ich gespannt wohin euch eure Wege im Februar geführt haben.
Am 1. März geht mein Beitrag als Jahresprojekt auch zu Andrea/dieZitronenfalterin, auf deren Blog sich jeden Monat alle Projekte versammeln. 
 
Wünsche euch einen netten Karnevalssonntag und morgen einen bunten Rosenmontag.
Einen lieben Gruß von Marita
 
Wen es interessiert:
meine bisherigen Windmühlenbesuche im Rahmen des Jahresprojekts
 
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Freitag, 13. Februar 2026

Freitagsblümchen & erste Helleborus

 Zum morgigen Valentinstag gibt es eine rosa Präsentation... die Kängurupfötchen halten sich wirklich toll und dazu kamen aus einem Bund frische Santinis, die kleinen Chrysanthemen, sowie drei Zweige Eukalyptus. Drahtherz und herzig-rote Teelichter ergänzen die Blüten in der zartrosa Kugelvase. 
 
 
 In dieser Formation stehen die Blüten schon eine Woche in der Vase und auch die abgebrochenen Blütenköpfe machten in der Deko lange nicht schlapp.

Einige Tage später kam das kleine Geburtstagssträußchen kleine Ergänzung 😊 für den Hausherrn dazu, bei dem die Helleborusblüte nach 2 Tagen die Vase verlassen musste, denn sie mögen es dort einfach nicht. Den Santinis sieht man ihr Vasenleben bereits an, die Kängurupfötchen verblassen ebenfalls.
Teelichter und Votivkerze sind auch schon runtergebrannt, eine einfache Stabkerze sorgt ersatzweise für Lichterschein wie gestern zu sehen war.
Zum Wochenende gibt es dann ...  

... frischen Nachschub oder die weitere Blümchendeko mit Vasensantinis des großen Bundes gelangt auf den Esszimmertisch.
Nächste Woche dann die Fotos für euch.

Meine Hellis hatten bei insta schon ihren Auftritt ... daher wird es heute hier auf dem Blog höchste Zeit für meine Hübschen.
Die Bilder hatte ich am 20.01.2026 geknipst. Meine Helleborus orientalis sind so früh dran und leuchten im Januargarten, selbst Schneeglöckchen und Co. schliefen zu dem Zeitpunkt noch tief in der Erde.
Mittlerweile sind sie jedoch aus dem Winterschlaf erwacht. 



Elfi sammelt bei ihrer ABC-Foto Challenge in diesem Monat alles rund um den Buchstaben R und da passt dieser rosalastige Post perfekt dazu.

 







 Meine Freitagsblümchen bringe ich zu Astrids Sammlung und wünsche euch morgen einen entzückenden Valentinstag....ob ihr ihn feiert oder nicht. Hier ist er ein Tag wie jeder andere, obwohl... über eine kleine Aufmerksamkeit würde ich mich natürlich freuen. ;-))
 
Außerdem habt ein buntes Karnevalswochenende, ob ihr narrisch unterwegs seid oder auch nur das Wochenende in seiner Buntheit mit beginnendem Vorfrühling genießt.  
 
Einen lieben Gruß von Marita
 
Wegen Verlinkung u.a. meines rosa Posts bei niwibo sucht...Rosa im Februar ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.

Donnerstag, 12. Februar 2026

12 von 12 im Februar

 Hallo am 12. Februar - es ist wieder Zeit für 12 von 12, der schönen Aktion von Caro unsere 12 Bilder des Tages zu sammeln.
 Heute an Weiberfastnacht wird es ein bunter Tag, obwohl es um viertel vor acht dunkel und regnerisch ist.

Nach dem Frühstück auch die zweite Tasse Kaffee bei Kerzenschein und Rätsel...machen wir es uns bei der Dunkelheit halt gemütlich.
 
Was zieh ich an zum Treff bei Spielen und Berlinern???? Der bunte Schal und die Blumenkette müssen reichen.

Es geht los zunächst über den Markt, wo ich nach frischen Blumen schaue und zurücklegen lasse.

Spaß in großer Runde mit ca. 25 Personen.

Auf dem Rückweg auf dem Markt werden die zurückgelegten Tulpen mit Heidelbeergrün abgeholt. Käse und Fischbrötchen müssen auch noch mit.
Wenn das kein bunter Anblick ist ;-)) ... meinen Konfetti- oder Fliegenpilzschirm mag ich ja. 

Zunächst die Blüten versorgen und ... 

anschließend der Mittagsimbiss....die Fischbrötchen. Meins mit Stremellachs und der Hausherr hat sich für ein Körnerbrötchen mit Matjes entschieden.

Nach dem leckeren Imbiss wird das Päckchen geöffnet, welches mittags bei der Rückkehr aus dem Briefkasten schaut. Die Glücksfee war mir hold und den tollen Gewinn von Elkes neuem Buch @Günstig Gärtnern finde ich darin.

Für den Urlaub im Mai die Buchung unseres Zwischenstopps vorgenommen und...

... jetzt geht es ab ins Fitnessstudio die Kalorien des Vormittags abtrainieren. ;-))

Das Foto Nr. 12 werde ich nachreichen... heute Abend gibt es ein Abendessen in der Pizzeria.
Meine 12 von 12 schicke ich schon mal zu Caros Sammlung und wünsche euch noch einen feinen Weiberfastnachtstag. 🎉🎉🎉
 
Ihr Lieben, leider hab ich vor lauter Bestellen, Quatschen, Neuigkeiten austauschen komplett verschwitzt ein Foto meiner Pizza oder der leckeren gesamten Bestellungen zu machen. Da muss ich im Februar leider das 12. Bild schuldig bleiben. 
 
Und wie war euer Donnerstag???
 
Einen lieben Gruß von Marita 

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