Mein Post über die Windmühle auf dem Höxberg vom 25. Januar ist bei euch so gut angekommen, dass ich mir neben meiner Kerzen-Challenge für 2026 vorgenommen habe einige Windmühlen zu besuchen und darüber zu berichten. Ich war wirklich erstaunt wieviele Mühlen es nicht nur in meiner nächsten Umgebung sondern auch in ganz NRW gibt. Hier gibt es etwas dazu nachzulesen.
Am Freitag bin ich bei bombastischem Winterwetter am Vormittag eine Runde in den Nachbarort bzw. Stadteile gefahren und habe die vier "Heimatmühlen" nicht nur für euch ;-))) geknipst.
Diese Mühle sehe ich immer von Weitem, wenn wir einmal wöchentlich zu den Enkelinnen fahren.... eine Holländerwindmühle - sie wurde im Jahr 1809 in der Bauernschaft Sunger in Albersloh durch die ehemaligen Besitzer Kerkering zur Borg errichtet. Die ehemaligen 1,50m breiten Flügel kamen als Flügelpaar auf eine Spannweite von ungefähr 22m.
Einfach klasse die Ansicht mit schneebedeckten Feldern ...
von der zweiten Etage der dreigeschossigen 21m hohen Mühle gelangte man auf die damalige Galerie, die von mächtigen Holzbalken getragen wurde. Die drehbare Kappe mit den Flügeln wurde mit großem Kraftaufwand per Hand am Stert mit Ketten in den Wind gedreht. Bis 1938 wurde die Mühle hauptsächlich mit Wind betrieben, erhielt aber schon im Jahre 1870 eine Dampfmaschine für windstille Zeiten. 1914 folgte ein Dieselmotor und 1942 wurde ein Elektromotor eingebaut.
Im
Jahr 1945 wurde die Mühle so beschossen, dass die Mühlenkappe und die
Flügel abgenommen werden mussten und im Jahr 1946 auch der hölzerne
Umgang wegen Baufälligkeit.
Und so meine Ansicht einmal ohne Zoom...
Die Mühle Uhlenbrock befindet sich seit fünf Generationen in Familienbesitz seit im Jahre 1883 Heinrich Wilhelm Uhlenbrock die Mühle von den Vorbesitzern Kerkering zur Borg gekauft hatte. Im Jahre 1990 wurde sie zusammen mit dem Lagerhaus vom Pächterehepaar vollkommen entkernt und saniert und wird seitdem bewohnt. Das Lagerhaus rechts der Mühle könnt ihr auf den Bildern ebenfalls erkennen.
Hier wurden die Details, die ich im Post erwähne, in der Presse veröffentlicht.
... hier dann bei maximaler Möglichkeit des Fotoapparats.
Und direkt gegenüber an der Landstraße steht die alte Mühle, die ich euch mit diesem Post in 2016 schon mal vorgestellt hatte. Dazu habe ich meinen damaligen Text der Einfachheit halber kopiert. ;-)))
Die alte Mühle blickt auf eine lange und ereignisreiche
Geschichte zurück, so konnte ich im Net lesen – im Jahre 1811 wurde die
Bauerlaubnis für eine Windmühle erteilt, 1832 an einen Bauern verpachtet und 25
Jahre später brannte sie bis auf die Grundmauern nieder.
Aus Bruchsteinen eines nahegelegenen
Steinbruchs errichtete der Eigentümer daraufhin eine massive Windmühle in
dreistöckiger Bauweise.
Auf der verputzten Außenwand kann man das
Baujahr 1858 ablesen.
Dann wurde im Jahr 1880 eine
Dampfmaschine in die Mühle eingebaut, die als Antriebskraft an windschwachen
Tagen dienen sollte.
Unter Denkmalschutz steht sie seit 1989 und bis vor einigen Jahren
wurde dort ein Landhandel betrieben.
"Zu schade wäre es,
wenn so ein schönes traditionsreiches Gebäude langsam aber stetig verfällt" schrieb ich damals, aber eine neuerliche Nutzung in den letzten 10 Jahre ist mir nicht bekannt.

Weiter ging es mit dem Auto zur ehemaligen Kornwindmühle aus dem Jahre 1810 in Rinkerode. Eine Fernstraße von Münster durch die Davert nach Hamm oder Werne und von dort weiter nach Köln entstand im 18. Jahrhundert und an dieser neuen Chaussee ließ Graf von Galen die Windmühle erbauen, für die die gute Erreichbarkeit sehr nützlich war. Als im Jahre 1978 ein engagiertes Ehepaar das Anwesen von einer Müllerfamilie übernahm war es in einem ruinösen Zustand. Durch viel Eigenleistung wurde das ehemalige Dampfkesselhaus zu Wohnzwecken umgebaut. Dazu wurde die marode Mahltechnik von 1935 wieder flott gemacht.
Lt. dieses Verzeichnisses handelt es sich um einen Erdholländer.
Ebenerdig gebaute Holländermühle, ohne steinernes Erdgeschoss, die Flügelenden nahe dem Erdboden. Auch Grundsegler (ndl. grondzeiler) genannt. Bei Segelgatterflügeln kann die Bedienung also vom Erdboden aus geschehen, von dort klettert der Müller in die Flügel.

Heute stehen das Mühlengebäude und auch die Technik unter Denkmalschutz
und gehören zur Industriekultur Nordrhein-Westfalens. Ein Elektromotor
treibt die Dampfmaschine an, die auf fünf Ebenen die gesamte
Vermahlungsanlage in Gang setzt. Die Maschinen drehen sich im
Zeitlupentempo, so dass alle Vorgänge genau zu beobachten sind.
Der jährlich wiederkehrende Mühlentag findet stets am Pfingstmontag statt und mit den Kids waren wir damals dort im Mühlenmuseum und die Aktionen rund um diesen Tag waren für alle Besucher immer sehr informativ und lehrreich.
Nach 46 Jahren ging in 2024 das Anwesen in den Besitz einer jungen Familie aus dem Ort über. Ob es in 2026 einen Mühlentag am Museum gibt kann ich gar nicht mal sagen.
Danach stand die letzte Mühle auf dem Plan, die ich nach ca. 15km Autofahrt erreichte.
Rubberts Mühle ist das Wahrzeichen Walsteddes und befindet sich ebenfalls in Privatbesitz.
Hierbei handelt es sich um eine Steinwallholländer nach o.a. Liste.
In welchem Jahr das unter Denkmalschutz stehende Gebäude tatsächlich gebaut wurde ist nicht bekannt. Aus der Historie geht hervor, dass Hermann-Theodor Rubbert im Jahr 1865 die Mühle käuflich erwarb.
Nun bin ich am Ende meiner Vorstellung und bin gespannt, ob ihr auch ähnliche Mühlen in eurer näheren oder weiteren Umgebung kennt.
Die Münsteraner Bockwindmühle im Mühlenhof-Freilichtmuseum hatte ich euch bereits hier und hier vorgestellt.
Nun wünsche ich euch eine schöne erste Februarwoche... ein Frühstück mit den Yogafrauen und einen Spaziergang habe ich heute schon hinter mir, gleich stehen Muckibude und homecleaning auf dem Programm.
Die monatliche Mühlentour würde sich sicher als Jahresprojekt 2026 eignen, doch bin ich nicht sicher, ob ich es auch wirklich schaffe jeden Monat eine neue Mühle zu besuchen und darüber zu berichten.
Einen lieben Gruß von Marita,
die nach einem ausgefüllten Wochenende gleich mal bei euch vorbei schaut.
Nachdem ich viel Zuspruch und Feedback sowie bekundetes Interesse für die Windmühlenvorstellung bekommen habe, verlinke ich nun meine Posts beim Jahresprojekt 2026 von Andrea/die Zitronenfalterin.
Wegen
Verlinkung ist dieser Post als Werbung zu kennzeichnen.
Hallo Marita,
AntwortenLöschenMühlen sind immer einen Ausflug wert, hier gibt es den Mühlenradweg, kleiner Sprung über die Landesgrenze ;-)
https://www.muehlenkreis.de/Erleben-Entdecken/Bewegen/M%C3%BChlenroute-/
Pfingsten mit Mahl-und Backtag immer wieder schön.
mit vielen Mühlengeschichten, "es plaudert die Mühle"
https://www.teutoburgerwald.de/region/geschichten/zum-leben-erweckt
Die Münsteraner Bockwindmühle habe ich in meiner Münsteraner Zeit als erstes
erkundet, lang ist es her.
Liebe Grüße von Conny
Liebe Marita, danke für diesen Bericht über die verschiedenen Mühlen und wie sie renoviert wurde und bewohnbar gemacht wurde oder Mühlendmuseum, klasse!
AntwortenLöschenWunderschöne Fotos und die Sonne war gerade richtig zum fotogarfieren!
Lieben Gruss Elke
wow
AntwortenLöschengleich 4 Mühlen..
da bist du ja schon bei Mai .. hihi
sehr schöne Bilder
und so verschieden sind sie
schön dass eine noch betriebsfähig ist und ein Museum ist
hier gibt es keine Windmühlen..höchstens Wassermühlen
liebe Grüße
Rosi
Liebe Marita,
AntwortenLöschenMüheln haben für mich immer was Magisches, schon als Kind waren die Ausflüge zur Mühle, um Mehl zu holen oder Getreide dort hinzubringen ganz besondere Tage, das war allerdings eine Wassermühle.
Die ersten Fotos haben eine ganz magische Stimmung,sehr cool!
LOVE it
Gabi
das ist wirklich ein sehr spannendes projekt. du solltest es ruhig als jahresprojekt kennzeichnen, dann hast du immer einen guten grund, dich weiterhin mit den mühlen in eurer umgebung zu beschäftigen. wenn es einmal einen monat nicht klappt, macht das doch auch nichts, denn du hast ja heute schon allein vier mühlen vorgestellt, die alle sehr interessant waren. hoffen wir mal, dass sie doch alle in gutem zustand bleiben werden bzw doch noch einen liebhaber finden.
AntwortenLöschenliebe grüße von mano
Da rennst du bei mir offene Türen ein: Ich mag Mühlen, dazu die ganzen romantischen Geschichten drumherum mit Müllerstöchtern, Müllersburschen. Da ich ja kein Auto mehr habe, komme ich außerhalb des Stadtgebietes an keiner mehr vorbei. Und von den 36 Mühlen des Mittelalters in Köln sind ja kaum noch welche vorhanden. Da genieße ich die Möglichkeit deiner Posts.
AntwortenLöschenGLG
Schade dass keine dieser Mühlen noch die Windräder hat. Andererseits kommt dadurch diese besondere Gebäudeform noch mehr hervor. Irgendwie wirken sie auf mich wie überdimensionale Pilze mit kleinen Hüten. Zumindest die drei gemauerten. Die dritte von dir gezeigte Mühle hebt sich komplett von den anderen ab. Mir gefallen sie alle. Die eckige mit Schindelanbauten(?) hat als verschachteltes Gebäude Flair, die 3 gemauerten mag ich eben wegen ihrer langgezogenen Rundlichkeit. Und Windmühlen faszinieren sowieso. Gibt es doch in Bayern und auch in der Steiermark soweit mir bekannt ist nur Wassermühlen. Die auch ihren Reiz haben. Mühlen als Jahresprojekt wären doch eine gute Idee, und den Monatsspaziergang hättest du damit des Öfteren auch im Kasten ;-)
AntwortenLöschenLiebe Grüße, heike
Eine ganz wunderbare Vorstellung! Und es wäre ein schönes Jahresprojekt, es müssen ja nicht nur Mühlen sein.
AntwortenLöschenIch mag diese trutzigen alten Windmühlen sehr. In den Freilichtmuseen schaue ich sie mir immer wieder an. Im Sauerland gab es eher Wassermühlen und auch hier in der Umgebung, sobald es etwas ländlich wird (und gebirgiger). Im Vorgebirge, Nähe Bonn gibt es aber noch eine Windmühle, die man auch mieten kann um kleine Feiern oder auch heiraten zu können.
Dankeschön, für die schönen Bilder und Infos.
Liebe Grüße
Nina
Liebe Marita,
AntwortenLöschenDurch deinen tollen Post rufst du die Mühlen hier in der Nachbarschaft wieder in Erinnerung. Schade, dass die Mühle in Albersloh immer noch keinen neuen Besitzer gefunden hat. So entwickelt sie sich über die Jahre zu einer "maroden Schönheit" , was wirklich schade ist. Die Lage ist gut und was könnte aus den Gebäuden alles entstehen, leider hat sie ihren "Liebhaber" noch nicht gefunden.
LG Agnes
Das sind ja echt trutzige, stämmige Mühlenexemplare, die mächtig was hermachen. Ich hoffe, dass sie noch weiter erhalten bleiben!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Andrea
Liebe Marita,
AntwortenLöschenmit Begeisterung habe ich Dich von Mühle zu Mühle begleitet. Was für herrliche Gebäude und dazu noch die Geschichten die dahinterstecken. Gleich das erste Foto ist genial und wunderschön !! Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast dort hin zu fahren und davon zu berichten.
Liebe Grüße
Kerstin und Helga
Hallo Marita,
AntwortenLöschendas ist ein feines Jahresprojekt! Ich mag Windmühlen sehr und wir halten immer an wenn wir an einer vorbeikommen. In unserer Gegend gibt es nicht so viele, aber wir sind regelmäßig mit dem Camper unterwegs, da kann man schon mal Mühlen treffen.
LG
Elke
Ein sehr interessanter Beitrag, liebe Marita. Mühlen finde auch ich immer wieder faszinierend. Bei uns gibt es auch einige zu bewundern. Schön, wenn solche alten Bauwerke erhalten werden.
AntwortenLöschenEinen lieben Gruß von Marianne