Freitag, 22. März 2019

Bienenfreude und ein Überraschungsgast

Nachdem die Bayern das so wunderbar hinbekommen haben mit ihrem Volksbegehren zur Erhaltung der Artenvielfalt, hat sich zumindest auch hier in den Köpfen der Verantwortlichen in unserem Rathaus einiges getan. Zumindest legte man hier auf den öffentlichen Rasenflächen den ersten Blühstreifen an - hoffentlich werden es dieses Jahr noch mehr - und baut die Kiesgärten vor öffentlichen Unterkünften zurück. Auch hat man im neuen Baugebiet durch den Bebauungsplan Sorge dafür getragen, dass nur 50% der Fläche versiegelt werden darf und die andere Hälfte Vegetationsfläche angelegt werden muss. Alles in allem schon mal ein Anfang, denn so eine Auszeichnung für die "Gärten des Grauens" ist doch wohl das gruseligste überhaupt.
Wer keinen Platz für einen Blühstreifen hat, der sollte sich kleine Gehölze in den Garten holen, Stauden sowieso oder den Balkonkasten - ich hab mal hier eine Liste hinterlegt - mit bienenfreundlichen Stauden bepflanzen.

Wir haben heute bei super Temperaturen von 19°C die Gartensaison so richtig eröffnet - die Rosen sind geschnitten, einige Stauden um- bzw. eingepflanzt, Hosta geteilt und einige Ableger getopft.
Und dabei machte es richtig Spaß die Bienen und erste Zitronenfalter und Kohlweißlinge zu beobachten.
Mein Tipp und mein absoluter Favorit als TOP-Bienenmagnet ist im Moment meine kleine Zierkirsche
Prunus incisa "kojou-no-mai" 
Und zwar die, die in der Sonne steht wird nur so belagert ;-) und es summt und brummt im Strauch. Der kleine Hochstamm steht etwas schattiger, aber da tummeln sie sich ebenfalls ... welch eine Freude!!!





Links der Strauch - eine einzige weiße Blütenwolke - und rechts der kleine Hochstamm. Leider sind die Bilder nicht so optimal gelungen.

Heute hatten wohl sämtliche Bienen Ausgang, um das feine Frühlingswetter zum Ausflug zu nutzen.

Auch die kleinen Wildtulpen stehen den Zierkirschen in keinster Weise nach.

Die kleinen Tulipa turkestanica sind immer die ersten.

Schön nicht???

Der Wasserbottich im Wasserstellenbeet musste heute auch dran glauben und seinen grünen Glibber hergeben und dabei entdeckte der Hausherr diesen kleinen Gesellen.
Einen Molch hatten wir auch noch nicht im Garten.
Seht ihr die orangefarbene Bauchunterseite???

Wir vermuten, dass es sich dabei um einen Kammmolch handelt. Zumindest sagt uns das unser Nachschlagewerk und die Infos im www.
Oder ist es doch ein Bergmolch. Ein Teichmolch ist dagegen eher bräunlich gefärbt.

Zum Schluss gibt es meine Freitagsblümchen...aber eben ohne Verlinkung. ;-))

Habt ihr auch so einen Bienenmagnet im Garten oder auf dem Balkon stehen.
Ich bin gespannt. ;-)

Ein superfeines Wochenende wünsche ich euch.
Marita

Sonntag, 17. März 2019

Gelbes Frühlingsglück

Wer hätte das gedacht, dass ich meine gelben Blümchen so herbeigesehnt hatte.
Nach wie vor bestimmten Regen und Sturm die vergangenen Tage, der Regenmesser war teilweise wg. Überfüllung geschlossen. Die Natur ist dankbar für die Feuchtigkeit, denn wer weiß was uns im kommenden Sommer an Hitze erwartet. Jedenfalls hatte ich meine Zwiebeldüngung mit Hornmehl dieses Jahr punktgenau vorgenommen, so dass Petrus anschließend für die erforderliche Bewässerung sorgen konnte. ;-)

Letztes Jahr oder sind es schon zweie her hatte ich mir einige vorgezogene Mininarzissen Tête-à-tête besorgt, die ihren Zenit zwar schon ein wenig überschritten hatten und daher zu einem Sonderpreis angeboten wurden. Sie erscheinen zuverlässig wieder, was ich von anderen kleinen Sorten nicht gerade behaupten kann, aber noch sind diese nicht soweit .. ich lass mich überraschen.

Einfach schön, wenn sie an diesen Regentagen aus den Gartenbeeten leuchten.

Die hohen Narzissen ziehen nach. ;-) Schade nur, dass sie bei den Wetterkapriolen teilweise abknicken.

Der Scheinhasel (Corylopsis)...
auch zum Sonderpreis für 2 € aus dem Gartencenter mitgebracht, hat er sich in den letzten Jahren mit seinen filigranen Glöckchen zu einem meiner Lieblinge entwickelt.
Die Glöckchen sollen einen leichten Primelduft verströmen...ich werde demnächst mal schnuppern gehen.
 

Eine leichte Herbstfärbung je nach Standort zeigt er außerdem...ein feines Gehölz, auf das in kleineren Gärten nicht verzichtet werden muss.

Die blassgelben Hyazinthen schieben sich aus dem Laub

Hohe Narzisse in Weiß und auch Brunnera "Jack Frost" zeigen Blüten. Die Bilder habe ich heute Morgen hinter der Glasscheibe aus dem warmen, trockenen Esszimmer geknipst.
Ein Dank an den Szenemodus "Durch Glas." ;-))

Und auch das Rotkehlchen flog dabei vor die Linse.

So süß sind sie immer anzusehen ... hier gibt es noch ein pummeliges, ob es da mal Nachwuchs gibt???

Soeben peitscht der heftige Wind den Graupelschauer waagerecht vom Himmel ... bald habe ich aber auch genug vom einheitsgrauen Regentief.

Zur Hebung der Stimmung noch etwas zum Genießen -
Dinkel-Blaubeer-Pfannkuchen mit Himbeersauce.

Da wir keine Blaubeeren hatten, wurden dem Teig einfach Preiselbeeren aus dem Glas zugegeben. Schmeckte auch.

Einen gemütlichen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Marita

Samstag, 9. März 2019

Zartblaue Blümchen

Puhhh, ist es bei euch auch so düster und ungemütlich da draußen. Heute Morgen konnte ich noch bei trockenem und teils sonnigem Wetter meine Walkingrunde drehen, doch dann hieß es nix wie rein in die warme Stube nachdem ich noch kurz auf Motivsuche durch die Beete gehastet bin.
Ich zeig euch mal meine blauen süßen Kleinen, die sich gut vermehrt haben und sich hier im Garten ausgesprochen wohl fühlen.
Hatte ich aber auch schwer drauf gehofft. ;-)

Hepatica, das Leberblümchen.



Dieses eigenwillige Kleine rechts hat sich den Platz selbst ausgesucht. ;-)





Und diesem Ableger scheint der zugewiesene Platz zu behagen.

Doch es gibt noch mehr an Blau -
vereinzelte Krokusse im Rasen. Meine Hoffnung auf einen üppigeren, wachsenen Teppich hat sich leider nicht erfüllt.

Anemone blanda hat mich heute im Pflegeweg mit hübschen Blüten überrascht.

Das erste Lungenkraut (Pulmonaria) blüht.
Demnächst sicher sehr zu Freude der Hummeln.

Nicht blau, aber weil sie grad so schön sind und die Hummeln ihren Spaß daran haben - 
die Hellis.









Passend zu den blauen Blümchen -
die Blaumeisen

Und hier mein Bärlauch mit dem ich so gar nicht gerechnet habe. 
Da ist ja man gut, dass ich im letzten Herbst den FrühjahrsErnteausfall nicht direkt der Biotonne übergeben hatte. 
Da gibt´s jetzt was Leckeres draus...mal schaun.


Boah, hier stümt es gerade mega heftig, dazu ein Gewitter und waagerechter heftiger Regen. Da mag man sich nur noch bei Kerzenschein und einem guten Buch in die warme Decke kuscheln.
Wie sieht´s bei euch an diesem Wochenende aus...für morgen sind weiterhin nur Sturmregen und nochmals sinkende Temperaturen bis auf 5° C vorher gesagt.

Macht´s euch drinnen gemütlich, Marita 

Montag, 4. März 2019

Münsters gute Stube

An Weiberfastnacht war ich schon frühmorgens in Münster ...die gute Stube, der Prinzipalmarkt, wunderbar karnevalistisch mit Wimpelgirlanden geschmückt ... natürlich in Erwartung der tollen Tage und des heutigen Rosenmontagszugs. 
Münster ist ja meine Stadt ;-) ... dort geboren, teilweise aufgewachsen und seit Jahrzehnten in kurzzeitig erreichbarer Nähe wohnend, bin ich oft in der großen Stadt. 
Hier im Blog habe ich mehrmals berichtet ... wen's interessiert, der schaut mal unter dem Label nach.
 Die gute Stube Münsters, so wird der Prinzipalmarkt in der Altstadt genannt.

Der Prinzipalmarkt mit seinen Arkaden und Giebeln ist ein mit Kopfstein - dem „Kaiserpflaster“ - gepflasterter Boulevard. Es wurde zum Kaiserbesuch 1907 mit rotbraunem Granit angelegt. Der Straßenzug wurde nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg originalgetreu wieder aufgebaut und dabei war großes handwerkliches Können gefragt, um ihn 1948/1949 nach den historischen Vorbildern wieder herzustellen. 
Der Prinzipalmarkt darf normalerweise nur von Fahrrädern und Bussen befahren werden. Ausgenommen zum Be- und Entladen wie ihr an meinen Bildern sehen könnt.
Einem Millionenpublikum ;-) bekannt ist diese Straße mit den charakteristischen Giebelhäusern und Bogengängen als Schauplatz des Münsteraner Tatorts. 
Auch der "Wilsberg" spielt in Münster, wird aber auch in Köln gedreht.

 Am Prinzipalmarkt unter den Bögen findet sich alles: schöne und hochpreisige Geschäfte die sind nur nicht meine Liga ;-), Kunst und Kultur, eine vielseitige Gastronomie.
Viele Leute aus dem Umland und den Niederlanden kommen zum Einkaufen und Flanieren hier her.

Das Historische Rathaus aus der Renaissance mit dem berühmten Friedenssaal,
der auch besichtigt werden kann. 

Links Eingang zum Friedenssaal und im Hintergrund durch den Bogen fällt der Blick auf das Stadtweinhaus - rechts
mit seinem großartigen Giebel und den wunderschönen Rundbögen gilt es architektonisch als eines der bedeutendsten Baudenkmäler und als einer der schönsten Profanbauten der Gotik. Der Giebel mit Maßwerkbekrönung, dem Bildnis der „Marienkrönung“ und der Statue des Königs ist ein Schaugiebel, der im Krieg schwer beschädigt wurde.

Die Lambertikirche und das Historische Rathaus, in dem 1648 der westfälische Friede den Dreißigjährigen Krieg beendete, sind die prägenden Gebäude der guten Stube.
Links ist das Stadtweinhaus zu sehen.
Bis heute werden auch hier politische Sitzungen abgehalten und gelegentlich wird der Balkon für öffentliche Kundgebungen genutzt. Früher wurden von hier aus Rats- und Gerichtsbeschlüsse öffentlich verkündet.

Hier ist der gestützte Schaugiebel gut zu erkennen und auch an weiteren Gebäuden des Prinzipalmarktes entdeckt man diese Stützen.

Die Frontalansicht durch die bunte Wimpelgirlande



Ein Blick zurück vom Rathaus über den Prinzipalmarkt auf die Lambertikirche im gotischen Stil

Die Lambertikirche und die Wiedertäufer

Ein Blick auf die drei "Wiedertäuferkäfige" am Turm der Lambertikirche... könnt ihr sie erkennen?
Dass es dort oben eine hauptamtliche Türmerin gibt, darüber habe ich in diesem Post geschrieben.

Außerdem wollte ich mir mal das von Gerhard Richter installierte Pendel in der Dominikanerkirche ansehen. Das Gebäude diente als Militärmagazin, später als Schulkirche und bis zur Profanierung im November 2017 als Universitätskirche.
Punkt elf war ich erneut um zehn war noch nicht offen vor Ort, gerade eben wurde die Ausstellung geöffnet. Der Eintritt ist frei und jeder Interessierte kann sich ein Bild machen.
Das Fotografieren war erlaubt, so dass ich einige Eindrücke im zunächst menschenleeren "Kirchenraum" festhalten konnte. 
Das Pendel schwingt an einem an der Kuppel angebrachten 29 Meter langem Seil, an dessen Ende eine 48 Kilogramm schwere Metallkugel hängt und so auf einer Bodenplatte die Erdrotation abbildet. Rechts und links an den Wänden hängen je zwei sechs Meter hohe Spiegel - unten links auf der Collage zu sehen. Man braucht Zeit und durch die Beobachtung des Pendels kommt man sehr schön "Herunter"
Die Installation befindet sich im Zentrum der Dominikanerkirche unter der Vierungskuppel. Sie besteht aus drei Teilen: dem Pendel, der Schwingungsebene und den zwei grauen Doppelspiegeln. Bei dem Foucaultschen Pendel handelt es sich um eine 48 Kilogramm schwere Metallkugel mit 22 Zentimeter Durchmesser, die an einem drei Millimeter starken Edelstahlseil befestigt ist. Sie schwingt über einer kreisrunden, gewölbten Platte. Diese Schwingungsebene umgibt eine 360-Grad-Skalierung, in Zwölferschritten eingeteilt. Im Verlauf einer Stunde dreht sich die Ebene unter dem Pendel um zwölf Grad nach Osten.

Mit diesen Bildern wünsche ich euch einen feinen Rosenmontag, auch wenn vielerorts die Umzüge nicht so ablaufen wie geplant. In Münster wird er auch um zwei Stunden verschoben, da hoffe ich für alle Jecken, dass sich das grauselige Wetter bis dahin etwas freundlicher zeigt und die momentanen Sturmböen verziehen.

Bis dahin - habt eine schöne Woche, Marita

Mein 300ster Post ... soeben bemerkt und ich beschäftige mich schon mit dem Gedanken wieder öffentlich zu werden. ;-)