Montag, 16. Oktober 2017

Allgäu-Impressionen/Teil 1

Nun haben wir schon Herbst und die Allgäubilder liegen noch immer in der Warteschleife...aber jetzt wird es was. ;-)
Ich zeige einfach mal in lockerer Fotostrecke die Urlaubseindrücke der Gegend rund um Füssen von Ende Juli - eine Menge Bilder sind's geworden und daher folgt demnächst
Teil 2.
Ich wünsche euch viel Freude beim Reisen via Net durch's Ostallgäu.

Ich liebe ja eher das Meer und bin schon gefühlte Ewigkeiten nicht mehr in den Bergen gewesen. Die Zeiten, in denen wir mit Rucksack gewandert sind, liegen schon Jahrzehnte zurück und mit den Kids ging es auch eher an die See. 
Das Panorama hat mich überwältigt... und ich fühlte mich zurückversetzt in diese Zeit.

Aber nun...;-) unser Balkonblick

und zur anderen Seite zum See



Eine Führung in der Erlebniskäserei Walder Käskuche  für Groß und Klein mit Verköstigung der dort hergestellten Käsesorten und dem köstlichen, hauseigenen Bier. Für die Kinder gab es ein Glas Milch oder Kakao und jede Menge Fragen wurden beantwortet. Das gesamte Gelände - auch die Ställe - konnte besucht werden und im Hofladen gab es Nachschub für unseren Kühlschrank .... und für die Lieben daheim wurden auch einige Kostproben eingepackt.

Die Milchkühe im Stall

Käserei, Braukessel, Verköstigung und Hofladen

Natürlich ging's auch auf den Berg - hoch zur Alpspitze mit der Seilbahn,


mit dem Sessellift runter bis auf halbe Höhe
und anschließend mit der Rodelbahn weiter ins Tal.  
War das ein Spaß!!!

Einen Besuch des Rosen- und Kräutergartens der Fa. Primavera
und ein Rundgang durch den Shop war an einem hitzigen Freitag geplant. Doch für eine Führung reichte besonders unsere Energie und das Interesse dann doch nicht...
wir waren einfach nur platt von der Hitze


... und Richtung Ferienwohnung kehrten wir auf einen leckeren Beerenkuchen im nächsten Café ein und unsere Lebensgeister erwachten wieder. ;-)

Der Forggensee bei Füssen stand auf dem Plan ... während der einstündigen Rundfahrt zog eine dunkle Regenfront auf und so gibt es keine besonders schönen Bilder, schade.

Vom See aus erkannte man Schloss Neuschwanstein trotz der trüben Sicht ganz gut.

Der Hopfensee bei Füssen gelegen, die Riviera des Allgäus - südländisches Flair vor einem einzigartigen Alpenpanorama.


Die Wieskirche


Kempten - 
Basilika St. Lorenz konnten wir aufgrund einer Messfeier nicht besichtigen, doch

die Residenz Kempten rechts und hatten so ein Glück, dass wir die einzigen Gäste waren - somit war es aber auch dem netten Guide zu verdanken, dass wir eine interessante, kurzweilige Führung erhielten.



Und Pflanzen kamen natürlich auch nicht zu kurz ;-)
ein kleines feines Gartenfestival am Kloster Irsee, eine Führung zwischen kühlen Klostermauern und die Ballerina als Mitbringsel machten den sonnigen Sonntag perfekt. :-)

Lechfall und Klamm (Mangfall) bei Füssen
Die Wassermassen des Lechs stürzen über sieben Meter in die Tiefe und münden in einer engen Schlucht, die der Lech im Laufe von Jahrtausenden in die Felsen gegraben hat.

König Maximillian II, seine Frau Marie und die Söhne Ludwig und Otto besuchten auf ihren Ausflügen häufig die Lechschlucht. Oberhalb der Schlucht wurde dafür eigens eine "Teestube" errichtet, damit die Königsfamilie die Schlucht genießen konnte. Nach dem Tode des beliebten Monarchen hat Füssen hoch über der Lechschlucht eine Büste des Königs in einer in einen Fels geschlagenen Nische aufgestellt.
Der Steg unten wurde in Erinnerung an ihn Max-Steg genannt.

Mit dieser zartgelben Stockrose beende ich vorerst die "Rundreise". ;-)
Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten...beim nächsten Mal sind die Königsschlösser dran.
  
 Und noch ein interessantes Detail:
Für jeden Feriengast gibt es in der Region die KönigsCard, die über 250 Erlebnisangebote das ganze Jahr über - für die Dauer des Aufenthalts - bereit hält. Einige interessante Vorschläge in der näheren Umgebung haben wir genutzt und darüber habt ihr soeben erfahren. :-)

Goldene Oktobertage euch allen - bis dahin.

Freitag, 13. Oktober 2017

Freitagsblümchen & mein allerliebster Käsekuchen

Diesen antiken Blumenring aus Keramik habe ich für den heutigen Friday-Flowerday mit Asternköpfchen, Sedum und Verbene aus dem Garten bestückt...es braucht nicht viel, um einen kleinen Blütenzauber auf dem Tisch zu haben.
Ein weiteres altes Teil ist das geerbte Holztablett, welches mit der Keramikfarbe gut harmoniert und eine kleine Kinderschuhleiste mit zwei zarten Glasbonbons bringen noch etwas Farbe aufs Tablett und machen mit der Kerze das Ganze komplett.

Nochmal etwas näher ;-)




Meinen fluffigen überbackenen Käsekuchen möchte ich euch heute vorstellen...
vor einigen Jahren bekam ich dieses sensationelle!!! ;-) Rezept von einer Freundin - super einfach mit Gelinggarantie und seitdem klappt das mit dem Käsekuchen prima. Ihr merkt, ich bin total begeistert. ;-)
Genauso erging es mir mit Hefeteig - mir fehlte einfach das!!! super gute Rezept, welches ich jetzt mein Eigen nenne und nun klappt das auch mit dem ... Teig. ;-)

Überbackener Käsekuchen

250g Mehl
70g Zucker
70g Margarine
1 Ei
1/2 Backpulver
Daraus einen Mürbeteig herstellen und in eine gefettete Springform geben.
(mach ich meistens einen Tag vorher und back den Kuchen am Tag der Kaffeevisite ab)

500g - 750g Quark
200g Zucker
2 Eier
3/8 - 1/2l Milch
1 kleine Tasse Öl
1 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
alles verrühren und 10 Minuten quellen lassen,
auf den Mürbeteig gießen (nicht irritieren lassen, das ist wirklich flüssig)
55-65 Minuten bei 180° C Ober-und Unterhitze backen. 

Ich nehme meistens 600g Quark und reduziere Zucker und Milch - also einfach mal ausprobieren...noch leicht warm schmeckt er einfach mega köstlich.

Zur Kaffeevisite serviere ich ihn allerdings frisch abgekühlt. :-))



Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen
                         und dann den Magen.

- J.W. von Goethe -


Ein traumhaftes Wochenende steht vor der Tür - 
genießt den Indian Summer - hier hängt noch sehr viel Laub auf den Bäumen -  die Sonnenstunden und die wärmenden Sonnenstrahlen.☼☼☼

Bis dahin - habt es fein ♥.


Werbung durch die Verlinkung meines Beitrags

Montag, 9. Oktober 2017

Geblättert, gekränzelt & stibitzt

Meine Urlaubswochen sind leider schon wieder vorbei - der Alltag hat mich wieder. :-(
In der ersten Woche hatte ich einige Termine zu erledigen, doch das gute Wetter konnte ich ebenfalls nutzen, um auf der Terrasse ein wenig zu kränzeln und bei einem guten Buch zu relaxen, so dass es in der zweiten Urlaubshälfe entspannt an die  Mosel ging.

Der Foddo konnte in den Tagen eine "ruhige Kugel schieben" ;-), zum elften Mal beim Winzer im Ferienort sind die sehenswürdigen Motive alle schon festgehalten ...nur beim Herbstlaub hatte er seinen Einsatz.
Wer sich jetzt fragt, wie man jedes Jahr eine kleine Auszeit immer an demselben Ort nimmt, dem sei dieser Post und auch dieser ans Herz gelegt.

Der rote Wein hatte es mir angetan...dieser Anblick war so klasse und verzauberte jeden Morgen. 













Die dahin gewehte Kombi

und der Pilz im Blätternest hatten ebenfalls Fotopotential. ;-))


In der ersten Urlaubswoche ist dieser Kranz entstanden. Das Wetterchen war total klasse. also kurzentschlossen die Longshirtärmel hochgekrempelt und den ausgedienten Rohling bestückt...ich musste mir jedoch ne Menge Material zusammen suchen und selbst Kastanienschalen und Helleborusblätter zum Abdecken hatte ich dieses Mal verarbeitet. Ein rotes, zerrupftes Heidetöpfchen sorgte neben dem Sedum zudem für Farbe.
  
 Die Kerze sieht nicht mehr ganz so makellos aus und hat schon bessere Tage gesehen. Doch dieses Schrankschätzchen war jetzt mal dran...mein Kerzenbestand muss dringend reduziert werden.

Mit Kürbissen darf der Kranz auf dem Terrassentisch die nächste Zeit stehenbleiben, nur... ob ich die Kerze anzünden werde bleibt abzuwarten. ;-)

 
Die Kaffeepause auf der Hinfahrt zur Mosel legen wir immer im selben Café ein, denn dort ist der hausgemachte Kuchen unübertroffen lecker. The same procedure as every year. ;-)) 
Diesmal ließ es das warme Wetter zu, auf der Terrasse Platz zu nehmen.

Na guck mal einer an,
die Spatzen waren auch auf den Geschmack gekommen

und beäugten uns pausenlos.

Die trauten sich was...

  doch wer so lieb bettelt,

der darf auch etwas vom leckeren Haselnussboden stibitzen....am liebsten wären sie direkt an den Tellerrand geflogen, doch das war denn zu viel des Guten.
Der GG hat großzügig verteilt ;-)

und ganz Mutige wurden vom ihm sogar handgefüttert. ;-))


Geblättert bzw. gelesen habe ich dieses Buch...

Die Flockenleserin
von Mike Powelz

 Evt. - BuchWerbung - ??? obwohl es
ein BuchGeschenk ist, welches meine momentane Krimileidenschaft aber auch ein immer noch gedanklich präsentes Thema vereint.

Der Link oben beinhaltet den Werdegang des aus dem Münsterland stammenden Autors und die Entstehung seines krimiartigen Romans, der eine persönliche Situation zugrunde liegt.

Cover:
Im Grunde ist ein Hospiz wie ein schönes Hotel - kein bisschen düster Weiße Ärztekittel? Fehlanzeige. Haustiere? Erlaubt. Feste Besuchszeiten? Nein. Vorzeitig auschecken? auch das kommt vor...

Doch natürlich gibt es Unterschiede zu normalen Hotels. Schließlich sterben die Gäste im "Hotel Hospiz". Außerdem sind sie ehrlicher als an jedem anderen Ort, egal ob Manager oder Obdachloser, Schwuler oder Neonazi, pickfeine Dame oder Aids-Kranke.

Als die kranke Minnie ein Zimmer im Haus Holle bezieht, lernt sie ihre elf Mitbewohner kennen, jeder der Gäste verbirgt ein anderes schmutziges Geheimnis. Plötzlich ereignen sich drei mysteriöse Todesfälle und Minnie fühlt sich dazu berufen zu beweisen, dass ein unheimlicher Serienmörder dahintersteckt.


Das Buch ist spannend und keine - wie man in Anbetracht des Themas vermuten könnte - schwere Kost sondern mit Spannung und Freude zu lesen, was mir sehr wichtig ist. Ich quäle mich nicht mehr durch Bücher...mittlerweile entscheide ich nach 100 Seiten, ob ich es dem öffentlichen Bücherregal spendiere. ;-)

 Wenn auch das Ende für mich überraschend war, hat es mir sehr gefallen. Es fließen viele Informationen ganz nebenbei in die spannende Geschichte ein und für mich war es im Nachhinein ein "Begreifen" - hätte ich es bereits vor gut zwei Jahren gelesen, wäre ein Abschiednehmen mir nicht so unheimlich nahe gegangen und sicher nicht ganz so schmerzlich gewesen, obwohl der Verstand einem immer sagt, dass es demjenigen nun gut geht.


   Eine gute Zeit
und hoffentlich haben wir noch einige goldene Oktobertage.
Der Wetterfrosch hat's gestern Abend versprochen ;-)...am kommenden Sonntag sind über 20 Grad  in unserer Region zu erwarten...na denn. :-)) im Garten ist noch einiges zu tun und GsD ist der GG mit von der Partie. :-)) 

Freitag, 6. Oktober 2017

Unterwegs mit der Kräuterfrau

Habt ihr schon mal an einer Kräuterwanderung mit anschließender Verkostung teilgenommen?
Für mich ging es Anfang September mit der Kräuterfrau zur Wanderung auf den Mackenberg. Zum Thema Früchte des Waldes erlebten wir Teilnehmer einen interessanten, kurzweiligen Nachmittag, an dem wir erfuhren, wie reichhaltig die Natur uns mit ihren Früchten beschenkt und welche Köstlichkeiten aber auch Heilmittel wir daraus herstellen können.

Zunächst wurden wir mit einem alkoholfreien Appleritif mit einem Hauch nach Rose empfangen...hmmm sehr lecker!!! ;-))
So gestärkt ging es vom Hof Mackenberg dann los. Ein besorgter Blick an den Himmel, doch der Wettergott war uns gewogen und ließ aus den dunklen Wolken kein Tröpfchen entweichen.

Das Naturschutzgebiet bzw. der Mackenberg ist mit 174,4 m NHN die höchste Erhebung der Beckumer Berge. Dort wachsen neben wilden Orchideen eben auch alle Früchte des Waldes, die wir kennen. 
Vorgestellt wurde uns die Kratzbeere - eine kleine Verwandte der Brombeere - natürlich die Brombeeren, der Hartriegel - dessen Früchte sich nicht besonders gut zur Herstellung einer Marmelade eignen - das Springkraut, aus dessen Blüten hingegen man eine leckere Marmelade herstellen kann.

Unterwegs - Efeu umspielt den Zaunpfahl
 
Der Holunder oder Hollerbusch wurde früher oft ans Haus gepflanzt, zog er doch als erstes den Blitzschlag an, da er viel Wasser speichert und auch benötigt und daher so die Häuser vor einem Einschlag schützte.
Wenn die Holunderbeeren reif sind, hängen sie tiefschwarz glänzend in dichten Trauben an den Ästen. Vor dem Verzehr müssen die Wildfrüchte allerdings erhitzt werden. Insbesondere unreife Beeren, die Samen und grünen Pflanzenteile des Holunders enthalten das giftige Glycosid „Sambunigrin“. Diese Substanz kann Magenbeschwerden, Erbrechen und Durchfall auslösen. Beim Kochen wird der Schadstoff zerstört.

Für die vitamin-C-haltigen Beeren empfiehlt sich das Entsaften durch Erhitzen um daraus eine leckere Marmelade zu kochen oder den Saft mit Wasser aufgefüllt in den Wintermonaten zu trinken. Das haben wir einige Jahre gemacht und ich bilde mir ein, dass uns das immer gut gestärkt gegen Erkältungsviren durch die kalte Jahreszeit gebracht hat.
 
Aus den Brombeerblüten...
reifen diese leckeren Früchtchen. 
Was war das ein Genuss, sie direkt von der Ranke in den Mund zu schieben.

Schlehen werden erst nach zwei, drei Frosttagen süß und das wissen die Vögel auch und sind oftmals schneller mit dem Plündern der Sträucher. Man kann die Beeren kurz vor dem Frost ernten und in den Tiefkühler geben, um den Frost nachzuempfinden und nicht völlig leer auszugehen.
Aber an jedem Strauch - nicht nur an der Schlehe - sollte mindestens ein gutes Drittel für die Vogelwelt verbleiben.

Feinste Liköre waren auch nach unserer Rückkehr zu verkosten... als Autofahrer entging mir leider dieses Vergnügen.

Die Brennnessel, wer kennt sich nicht...ihre Samenstände in der Pfanne in Butter geschwenkt sollte man unbedingt mal ausprobieren.

Die leuchtenden Hagebutten

und daraus ein leckeres Mus und dazu das bewährte Rezept der Kräuterfrau zum Nachkochen für jedermann. Übrigens war allen selbstgemachten Aufstrichen das Rezept beigelegt.

In der heutigen Zeit bedeuten viele Früchte im Herbst nicht zwangsläufig einen kalten Winter. Durch den Klimawandel laufen die Bäume alljährlich zu Höchstform auf und poduzieren Früchte ... eben auch für unsere milden Winter. ;-)

Die Haselnüsse sind noch nicht reif.

Die wilde Clematis...
die Ranken eignen sich hervorragend für natürliche Dekorationen.

Auf der gemütlichen Tenne wartete ein köstliches Früchtebuffet auf uns - der Tisch mit Naturmaterialien wie Efeublütenständen oder den Clematisranken dekoriert bot uns Teller und selbstgemachtes Dinkelbrot und los ging es die verschiedenen Sorten an Marmeladen und Gelees zu probieren... dazu ein leckerer Dinkelkaffee, köstlich.


 Hier seht ihr nur eine kleine Fotoauswahl der Leckereien...es gab Lindenblüten- und Brombeergelee, Hagebuttenmus und Holundergelee, Schlehen- und Ebereschenmus, Weißdorn- und Quittengelee und... Fichtensprossensirup etwas ausgesprochen Feines...mit dem Hagebuttenmus mein Favorit.


Babymungos und gekeimte Sonnenblumenkerne...total lecker als Snack...

und auch die Champions aus dem Dörrapparat. 
Die waren mir bisher geschmacklich noch nie begegnet, aber ganz klasse.

Interessant auch diese kleinen Curcumar Knollen, sehen sie doch wie Erdnussflips aus. ;-)

Mit netten Gesprächen, einem Austausch über Sonnenblumensprossen und noch einem Gläschen Appleritif ging dieser schöne Nachmittag zu Ende.

Vielen Dank an Gaby Mackenberg, unserer Kräuterfrau, und Beate Schneberger für die großartige Vorbereitung und zahlreichen Informationen des rundum gelungenen Nachmittags.

Ich hoffe, euch hat dieser Post einen kleinen Einblick geben können.
 Evtl. habt ihr ja in eurer Nähe auch die Möglichkeit an einer Kräuterführung teilzunehmen.

Bis dahin - eine gute Zeit.